Laufkolumne von Anne-Katrhin Mertens

Keinen Bock auf den Marathon in Hannover

Am Wochenende war der dritte Charitylauf in Hamm-Heessen. Gespendet wird das Startgeld für die Aktion „Menschen in Not“. Also laufen für den guten Zweck.

Eigentlich war ich beim Hannover Marathon angemeldet. Mit Blick auf das Wetter und überhaupt – auf die lange Anfahrt und so hatte ich keine Lust – zog ich den Lauf hier um die Ecke vor. 

Meine Startnummer war schnell online verkauft und so konnte ich mit den Laufmädels vom SV Herbern, Andi und Nicole, losdüsen. Wie immer (wir waren schon dreimal bei der Veranstaltung) haben wir uns auf dem Weg dorthin etwas verfahren. Noch dazu ist Nicole gefahren! 

Noch dazu kann sie überhaupt nicht Auto fahren. Und noch dazu sitzt sie mit ihren 1 Meter 50 Körpergröße direkt vorne an der Scheibe. Au Mann. Sobald uns ein Auto entgegen kam, gingen ihre beiden Hände leicht panisch ans Lenkrad. Das macht meine Mutter auch, aber die ist ja auch was älter. Ich bin nun auch nicht der geduldigste Beifahrer und so musste ich auf dem Rückweg hinten sitzen, wegen Meckerns ab auf die Strafbank sozusagen. 

Der Lauf startet an der Waldbühne in Heessen direkt in den schönen Wald. Nach einem Kilometer, den ich mich durch die Läufer gedrängelt habe, stand da eine schöne Bank, auf die ich mich erstmal setzte und schön angeberisch auf die beiden Anderen wartete. Wir wollten schließlich zusammen laufen. Und wir entdeckten wieder unsere Lieblings-Läufer vom TuS Uentrop. Aber wo war der Ringelpulli-Ingo?

 Der ist doch sonst auch immer da. Was kann es Wichtigeres geben? Sein Kollege Wilhelm erklärte: Ingo hatte Samstag Silberhochzeit und die wohl auch ausgiebig gefeiert. Wunderte mich kurz, dass der schon so „alt“ für Silberhochzeit ist und warum ich nicht eingeladen war. Seine Vereinsfreunde meinten, das könnte ja auch damit zu tun haben, dass ich seinen schicken Ringelpulli mal in einer Kolumne etwas beleidigt habe. 

Weiß gar nicht, was er will – auch schlechte Presse ist doch Presse. Manche Leute , wie zum Beispiel ein Herr Dede, will schon lange hier mal erwähnt werden, schafft es aber nicht. Andi holte während meines Sabbelns ungeahnte Kräfte beim Laufen raus, wir wollten eigentlich alle drei langsam laufen aber dann, dann packte sie der Ehrgeiz und wir waren ziemlich schnell wieder im Ziel. 

Und somit auch relativ schnell zuhause, Naja, Nicole gab ihr Bestes am Steuer. Und im Nachhinein: Gut, dass ich wirklich nicht in Hannover war – erstens war es echt warm, zweitens war ich so mittags zuhause zum Nickerchen in der Sonne und drittens konnte ich mit den Kindern noch schön Pommes und Currywurst am Sportplatz in Capelle essen. Und den Heimsieg gegen den SV Herbern bejubeln. Super Sonntag.

Die Autorin 

Die gebürtige Wernerin Anne-Kathrin Mertens (38) schreibt an dieser Stelle in loser Folge über ihre Trainings- und Lauferlebnisse. Die dreifache Mutter von Frida, Fiete und Oskar wohnt mit Ehemann David in Capelle und läuft für den SV Herbern.

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