Kamil Jablonski, Wernes "Sportler des Jahres", will nächsten Ironman in unter neun Stunden schaffen

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Kamil Jablonski (2. von rechts) räumte beim Sportlerball ab: Zwei Sportplaketten, Sportler des Jahres und Mitglied in der Mannschaft des Jahres sowie 500 Euro für den erstmals vom Stadtsportverband verliehenen Senioren-Förderpreis. Es gratulieren (inks) Dorothee Humsberger, Kerstin Obrikat und Mathias Reimann als 2. Vorsitzender des SSV.

Werne  -Immer wieder schaute sich Kamil Jablonski ungläubig um oder schloss kurz die Augen. Erst die Sportplakette, weil er bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii in Bestzeit ins Ziel kam, dann die Sportplakette für den Aufstieg in die NRW-Liga mit der Triathlonmannschaft der TV Werne Wasserfreude.

Dazu wurde er noch Sportler des Jahres und ist Mitglied in der Mannschaft des Jahres. Mehr geht eigentlich nicht... Dann bekam er auch noch den erstmals vom Stadtsportverband verliehenen Förderpreis „Senioren“ verliehen – und damit 500 Euro. „Ein Marathon war es wohl nicht ganz, aber trotzdem einige Meter“, scherzte Kamil Jablonski über seine häufigen Auftritte auf der Bühne des Kolpingssaals. 

„Das Geld stecke ich in ein neues Fahrrad“, ergänzte er. Es schien, als sei ihm die Ehrungsflut ein wenig unangenehm. Verdient hatte er alle diese Auszeichnungen aber ohne Frage. Denn der finanzielle und zeitliche Aufwand, den er für sein Hobby betreibt, ist enorm. Der Geldbetrag für die Quali und den Start auf Hawaii geht dabei in den fünfstelligen Bereich, und um trainieren zu können, tauscht der Polizist häufiger Schichten und geht deswegen nachts arbeiten. 

Mit Hawaii noch nicht fertig

Der 33-Jährige fing dabei erst vor drei Jahren mit dem Triathlon an. Als er zum TV Werne Wasserfreunde kam, bemerkten seine erfahrenen und erfolgreichen Teamkameraden Sebastian Nieberg und Stefan Rengelink schnell das Potenzial des Lüners. „Ich wäre gar nicht hier, wenn ich die Jungs nicht hätte“, sagt Jablonski über seine Mannschaftskollegen.

Sportlerehrung in  Werne

 Vor zwei Jahren kündigten diese an, dass Kamil derjenige sei, der das größte Potenzial habe, auf Hawaii zu starten. Das gelang Jablonski im vergangenen Jahr – und er schaffte dabei eine neue persönliche Bestzeit mit 9:36,03 Stunden. Nun will der Ausdauersportler so schnell wie möglich dahin zurück. „Ich dachte, dass nach dem Ironman auf Hawaii irgendwas erlischt. Aber das Feuer brennt noch so richtig. Ich bin noch nicht fertig damit“, sagt Jablonski. 

Denn bei seinem ersten Hawaii-Start habe er „getrödelt“ und außerdem wusste er nicht so recht, ob er den Wettkampf überhaupt beenden kann. Denn in den vier Wochen vor dem Start auf Big Island konnte Jablonski kein Lauftraining absolvieren wegen eines Ermüdungsbruches im Fuß. Doch das hatte er lieber für sich behalten. Teamkapitän Nieberg bezeichnet Jablonski als „Halbprofi“. Der nennt Nieberg seinen „Manager“. „Er hilft mir viel bei der Sponsorensuche und gibt mit Tipps, woher ich weitere Unterstützung bekommen kann“, erklärt Jablonski. Für den Ironman im September im italienischen Cervia legt der Ausdauersportler die Messlatte richtig hoch. 

„Ich will unter neun Stunden bleiben. Beim Schwimmen kann ich mich vielleichtum maximal fünf Minuten verbessern. Meine Werte beim Radfahren gehen gerade durch die Decke und den Marathon will ich dann auch mal durchlaufen ohne Pausen“, erklärt Jablonski. Die Wettkampfstrecke bezeichnet er als „Autobahn“ – und damit wie geschaffen für eine neue Fabelbestzeit. Damit will er sicher stellen, dass es mit der erneuten Hawaii-Qualifikation klappt – „wenn ich fit bleibe“. Wie ein Versprechen darauf war sein Outfit und das seiner Teamkameraden des TV Werne mit ihren Hawaii-Hemden...

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