Kamil Jablonski vor dem Ironman auf Hawaii: "Ich freue mich tierisch drauf"

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Kamil Jablonski lebt auch seine Fan-Momente aus und machte auch ein „Groupie-Foto“ – wie er es selber nennt – mit der Profi-Triathletin Heather Jackson, fünffache Siegerin beim Ironman auf Hawaii.

Werne – Am Samstag tritt mit Kamil Jablonski beim Ironman auf Hawaii erstmals ein Mitglied eines Werner Sportvereins bei der Triathlon-Weltmeisterschaft an. Mittlerweile hat der 33-Jährige seinen Rhythmus gefunden.

 Nach der langen und strapaziösen Anreise ist der Polizist am Montag ins Training eingestiegen und hat sich an die hohen Temperaturen und die speziellen Bedingungen gewöhnt, die ihm auch beim Wettkampf erwarten. Dort muss er 3,86 Kilometer (2,4 Meilen) im Pazifischen Ozean schwimmen, 180,2 Kilometer (112 Meilen) Rad fahren und 42,195 Kilometer (26,2 Meilen) durch die hawaiianischen Lavawüsten bis zum Zieleinlauf auf dem Ali’i Drive in Kona laufen.

 „Es ist schon verrückt. Ich werde extrem früh wach, spätestens um 5 Uhr. Nach einem Kaffee geht es dann gleich zum Schwimmen“, erklärt der Ausdauer-Sportler. „Der Körper stellt sich darauf ein, den Tag zu nutzen. Für den Wettkampf ist das natürlich super“, sagt Jablonski, der um 6.55 Uhr eine halbe Stunde nach den Profis am Samstag seinen Wettkampf beginnen wird. Das Training im Pazifischen Ozean am Kailua Pier am Wettkampfort Kailua-Kona ist dabei Besonders. Viermal ist er ins Wasser gestiegen für das Training. 

Vor dieser Disziplin im Salzwasser hatte der Lüner den größten Respekt. „Es passt schon, auch wenn der Wellengang hoch ist und ich Salzwasser in den Mund bekomme“. Das Training genießt Jablonski sogar: Er schwimmt mit Fischen im klaren Wasser des Pazifiks, kann bis auf den Boden sehen und beim Einstieg in den Ozean geht es am Stand an dösenden Riesenschildkröten vorbei. „Das ist ganz speziell. Im Laufe der Woche sind es auch extem viele Schwimmer geworden“, berichtet Jablonski.

 Denn in der Woche sind alle Teilnehmer eingetroffen. „Man merkt, dass der Wettkampf näher rückt und die Anspannung wird auch größer“, sagt der früherer Fußballer des BV Lünen 05, der erst vor drei Jahren mit dem Dreikampf angefangen hat. Auch seine Fan-Momente lebt er aus und machte „Groupie-Fotos“ – wie er es selber nennt – mit Heather Jackson und Lionel Sanders, „die an unserer Unterkunft waren. Sanders ist seine letzte Einheit hier öffentlich auf dem Rollentrainer gefahren“, berichtet Jablonski.

 Das Radfahren ist auch seine Spezialdisziplin. „Ich bin die Rundstrecke schon teilweise abgefahren auf dem Highway. Man nennt ihn auch Herdplatte, denn da steht die Hitze. Das ist schon heftig.“ Ansonsten ist die Strecke sehr wellig, geht aber eigentlich nur geradeaus bis zum Wendepunkt.

 „Dann kommt der Wind dazu. Da liegt man sehr angespannt auf dem Zeitfahrrad. Der Wind bläst so sehr von der Seite, dass man Angst hat, eine Hand vom Lenker zu nehmen, um etwas zu trinken, weil es einem sonst vom Fahrrad haut. Das ist eine schnelle Strecke, wobei ich die Abschnitte mit den Höhenmetern ausgespart habe“, sagt Jablonski.

 Auch nach dem Laufen ist die große Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit nachhaltig bemerkbar. „Man läuft fünf, sechs Kilometer. Wenn man dann zehn Minuten ruhig steht, schwitzt man weitere zehn bis 15 Minuten komplett nach, nicht so ein bisschen, sondern es tropft runter. Schauen wir mal, wie es dann im Wettkampf sein wird. Auf dem Highway zu laufen, ist dann noch einmal eine andere Nummer“. 

Froh ist Kamil Jablonski auch, dass er in dieser Woche von seinen Eltern Stefan und Noti unterstützt und begleitet wird. Sein Fazit nach dem Training: „Der Wettkampf wird hart, aber ich freue mich tierisch drauf. Die ganzen Eindrücke, die ich gesammelt habe, die machen mir nicht großartig Angst. Eine Zeit ist extrem schwer aufgrund der unvorhersehbaren Bedingungen vorher zu sagen . Bei starkem Wind kann es deutlich länger dauern... Also zwischen unter zehn Stunden und 'nur ankommen' wollen ist wohl alles drin. Aber mit der Zehn-Stunde-Marke liebäugele ich bei guten Bedingungen schon...“

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