Rückgang der Mitgliederzahl auf unter 8000

Jürgen Zielonka bleibt Vorsitzender des Stadtsportverbandes

+
Der Vorstand des Stadtsportverbandes Werne mit dem Vorsitzenden Jürgen Zielonka (Mitte), seinem Stellvertreter Mathias Reimann und der Geschäftsführerin Kerstin Obrikat (3. von links).

Werne – Jürgen Zielonka führt auch die kommenden zwei Jahre des Stadtsportverband als Dachorgansiation der Werner Sportvereine.

 Das ergab die Mitgliederversammlung des SSV am Montagabend. Zielonka ist hier seit 1997 Vorsitzender. Ferner gibt es nach einer Satzungsänderung nun die Posten des 1. und 2. Beisitzers.

 Zur ersten Beisitzerin wurde die bisherige Sportwartin Marion Stegemann (TV Werne Wasserfreunde) von den 28 stimmberechtigten Mitgliedern aus den Vereinen ebenfalls für zwei Jahre gewählt. Dei zweite Beisitzerin ist die bisherige Frauenwartin Rosemarie Overtheil (aus der Breitensportabteilung des Werner SC), die für ein Jahr gewählt wurde und im kommenden Jahr dann für zwei weitere bestätigt würde. 

„Die Satzungsänderung haben wir vorgenommen, damit die Aufgabenbereiche der Beisitzerinnen weiter gefasst werden können als die alten“, begründete SSV-Geschäftsführerin Kerstin Obrikat. Bei der Neugestaltung hat zudem Kassenprüfer Georg Fedeler (Werner SC) mitgeholfen, der als Steuerberater und WSC-Hauptkassierer viele Fachkenntnisse mitbringt. Fedeler wird von Katrin Mertens, Kassiererin des Hauptvereins vom TV Werne, abgelöst, die diesen Posten nun ebenfalls zwei Jahre lang ausfüllt.

Dabei verzeichnet der Stadtsportverband einen Rückgang seiner Mitglieder. Die 26 dem SSV angeschlossenen Vereine zählten zum Stichtag 31. März 7914 Mitglieder, davon 7816 von Vereinen, die auch dem LandesSportBund angehören. Dazu kommt in Werne noch die Ortsgruppe des ADFC mit seinen 98 Mitgliedern.

Förderprogramm erläutert

 Zum 31. März 2018 zählte der SSV noch 8241 Mitglieder – das ist ein Rückgang um vier Prozent. Zudem informierte Jürgen Zielonka und Matthias Hartmann, Geschäftsführer des KreisSport Bundes Unna, über das NRW-Programm „Moderne Sportstätte 2022“. 

Damit können die werner Vereine in den nächsten vier Jahren mit einer Förderung von 406 550 Euro rechnen. Bevor das Geld abgerufen werden kann, müssen mögliche Baumaßnahmen prioritär gelistet werden. Bis dato waren Förderprogramme für Sportinfrastruktur ausschließlich auf die Kommunen und deren Einrichtungen ausgelegt. Das wird nun anders. „Moderne Sportstätte 2022“ richtet sich an Sportvereine beziehungsweise die Verbände. Allerdings ist die Unterstützung an Bedingungen geknüpft. Eine davon: Die Antragsteller müssen Eigentümer der Sportstätte sein oder diese für mindestens zehn Jahre gemietet oder gepachtet haben. 

„Wir müssen schauen, für wen das Programm in Betracht kommt“, sagte der SSV-Vorsitzender Jürgen Zielonka. Viele Fragen seien noch offen. Das Förderprogramm liege derzeit zudem nur als Entwurf vor. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf energetischer und digitaler Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, Barrierefreiheit und Maßnahmen zur Unfall-Vermeidung. Die Vereine reichen ihre Projektskizzen über den SSV bei der Staatskanzlei ein, die die Förderentscheidung trifft. Die Zuwendung erfolgt über die NRW-Bank als Bewilligungsbehörde. Voraussichtlich ab dem 1. Oktober könnten erste Projektskizzen über das Förderportal des Landessportbundes eingereicht werden, heißt es. 

Die ersten Mittel könnten noch in diesem Jahr fließen. Laut Zielonka sollen die Werner Sportvereine bis Ende der Sommerferien Zeit haben, Ideen zu entwickeln und Förderbedarf anzumelden. Zum Antrag auf Fördergelder gehöre auch eine Stellungnahme der Stadt. Der Sportdezernent Alexander Ruhe stellte zudem noch einmal die kurz-, mittel- und langfristige Sportstättenplanung mit den geplanten Investitionen und auch dem Rückbau vorhandener Sportstätten vor. So soll etwa bis 2022 das Sportzentrum Dahl in neuem Glanz erstrahlen. Im April kam die Nachricht im Werner Stadthaus an, dass der Bund die Sanierung des Sport- und Freizeitzentrums Dahl mit 1,35 Millionen Euro aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ unterstützt. 

Dort soll ein u.a. Kunstrasenplatz entstehen und die Kabinentrakte erneuert werden. Zudem fällt ab dem Sommer die Jahnturnhalle aus der Nutzung. Konrad Günther aus dem Arbeitskreis „Fair Trade Stadt“ informierte die Vereinsvertreter über die Möglichkeiten, fair gehandelte und ökologischen Sportartikel zu bekommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare