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Der Iron Man auf Hawaii ist Kamil Jablonskis großes Ziel

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Von: Frank Zöllner

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Kamil Jablonski bei seinem ersten Iron Man im vergangenen September beim Marathon-Lauf am Rheinufer mit dem Strom, dem Dom und der Hohenzollern-Brücke als Kulisse.
Kamil Jablonski bei seinem ersten Iron Man im vergangenen September beim Marathon-Lauf am Rheinufer mit dem Strom, dem Dom und der Hohenzollern-Brücke als Kulisse. © Rafael Jablonski

Werne - Kamil Jablonski hat ein klares Ziel vor Augen. Der Triathlet des TV Werne Wasserfreunde will sich für den am 13. Oktober stattfindenden Iron Man auf Hawaii qualifizieren – der mythenumrankte Klassiker mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf auf Big Island und gleichzeitig immer Austragungsort der jährlichen Weltmeisterschaft.

Für die Erfüllung seines Traums trainiert der Lüner hart und ausdauernd – aktuell sind das 25 bis 30 Stunden in der Woche. Als Qualifikationsturnier hat sich der Polizist den Iron Man im niederländischen Maastricht am 4. August ausgesucht. Im vergangenen Jahr qualifizierten sich dort 40 Teilnehmer bei diesem Wettkampf in den Niederlanden und damit jeweils die vier schnellsten jeder Altersklasse, in Frankfurt/Main qualifizieren sich die 75 Besten, um den Wettkampf mit dem Schwimmen in der Bucht von Kailua-Kona zu beginnen. Die dafür erforderlichen Zeiten im vergangenen Jahr lagen weit unter zehn Stunden.

„Kamil wird nach neun Stunden ins Ziel kommen müssen“, vermutet sein Teamkollege Stephan Rengelink von den Wasserfreunden, der im vergangenen Jahr in Kopenhagen einen Iron Man absolvierte.

Seine Iron Man-Premiere Anfang September in Köln beendete Jablonski in 9:37 Stunden – und das ohne Neoprenanzug und mit einem Crossrad als Sieger in seiner Altersklasse M30.

„Es muss alles passen“

Sebastian Nieberg und Michael Hörsken als weitere feste Mitglieder des Oberliga-Teams der TVW-Triathleten trauen Kamil Jablonski die Qualifikation zu. „Das Potenzial ist da“, sagt Nieberg. „Denn“, sagt Jablonski, „ich muss niemandem etwas erklären, wenn ich sieben Stunden am Stück Rad fahre.“ Der große Unterschied: Während seine Teamkollegen allesamt zweifache Väter sind, lebt der 31-Jährige solo.

Jablonski weiß, dass „die ganze Saison sich auf den einen Tag fokussiert“. Und an diesem Tag in Maastricht muss alles passen: „Die Tagesform, keine Krankheiten vorher. Und bei einer Panne oder einer Verletzung ist es sowieso vorbei“, sagt Jablonski.

Falls es nicht mit der Hawaii-Qualifikation im ersten Jahr klappen sollte, wäre das keine Niederlage sondern eher Ansporn, es in den folgenden Jahren erneut zu versuchen.

Eines darf Jablonski beim Wettkampf in der 220 Kilometer entfernten Hauptstadt der Region Limburg nicht vergessen: Seine Kreditkarte. Denn wenn Jablonski die Qualifikation schaffen sollte, muss er sich binnen 24 Stunden für die Teilnahme entscheiden und die 1000 Dollar Startgeld für den Start auf Hawaii bezahlen.

„Teuer ist der Sport“, sagt Jablonski, der 2016 seine ersten Triathlon überhaupt über die olympische Distanz absolvierte, nicht nur aus diesem Grund. Ein Hightech-Rennrad und weiteres Sportequipment kosten eben. „Und wir haben keine Sponsoren“, ergänzt er – verbunden mit der Hoffnung, dass sich das ändern könnte.

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