Interview mit Stephan Schwert (St. Georg Werne)

Zum großen Sommerturnier muss alles picobello sein

Stephan Schwert, 2. Vorsitzender des RV St. Georg Werne, mit Clark Gable.Foto: Gudra

Stephan Schwert, 45, unternimmt so ziemlich alles, um im Reitsport in die Fußstapfen seines Vaters Heinrich zu treten. Selbst aktiver Turnierreiter, kümmert er sich seit 25 Jahren um die Ponymannschaften, steht als 2. Vorsitzender des RV St. Georg in der Verantwortung und packt mit an, wo immer es geht. So auch rund um die beiden Großveranstaltungen, die in diesem Monat noch ausgerichtet werden. Ein Interview: 

Vier Tage Sommerturnier, dann drei Tage Provinzialturnier – so weit weg vom großen Lenklar-Event seid ihr in Ehringhausen ja nicht mehr. Fehlen nur noch vier Tage – wobei die Vielseitigkeit im April noch gar nicht eingerechnet ist. Wie strapazierfähig ist euer Helferteam? 

Schwert: Wir sind da immer guten Mutes. Am Montagabend waren mehr als 90 Leute gleichzeitig zum Helfen auf der Anlage. Da ist es dann schwierig, alles zu koordinieren und die Leute einzuteilen. Wir haben aber auch viele treue Helfer, die jedes Jahr die gleichen Abläufe haben und die man so laufen lassen kann. Wir sind jetzt seit Februar zugange. Bisher klappt alles und die Stimmung ist gut. Der Wetterbericht hört sich hervorragend an, das hebt auch noch einmal die Laune. 

Wann fällt denn die Anspannung ab. Heute, am ersten Tag, wenn alles in Fluss kommt? Oder erst am 1. September, wenn der letzte Hänger vom Hof fährt? 

Schwert: Wenn das erste Pferd in den Parcours geht. Von da an läuft’s. Bis dahin ist es aber auch noch ein bisschen stressig, weil fünf Minuten vorher immer noch irgendwo irgendwas zu tun ist. 

Selbst aktiv im Sattel, als Trainer der Ponymannschaft gefordert und mit Turnieraufbau und Organisation beschäftigt. Nun kommt relativ kuzrfristig auch noch das Training mit der Kür-Mannschaft dazu als Ersatzreiter für Birgit Stöver. Das lässt sich ja auch nicht in zwei Trainingseinheiten erledigen. 

Schwert: Das ist richtig. Die Ponymannschaft will in allen drei Disziplinen trainiert werden, die Kür ist auch kein Selbstläufer mit einem mir fremden Pferd (Quindel von Luisa Schulz, d. Red.) und mein eigenes möchte auch noch ein bisschen was mit mir machen. Ich sitze gerade drauf. 

Und es gibt ein Leben außerhalb der Reitanlage... 

Schwert: ... Auch das. Der normale Tagesablauf ist ja schon ausfüllend. Im Moment laufen bei uns auf dem Hof noch Renovierungsarbeiten. Es soll ja alles picobello sein. Die Getreideernte war in diesem Jahr ein bisschen eher, das hat gepasst. Die ist uns aber häufiger auch schon in die Quere gekommen. 

2230 Nennungen für das Sommerturnier sind ein ordentlicher Wert. Ihr seid als Verantwortliche auch zufrieden, oder? 

Schwert: Da kommen wir nicht mehr mit hin. Wir müssen gucken, dass wir mit dem Tageslicht auskommen, so viele Nachnennungen sind noch eingegangen. Das ist echt der Hammer, denn das ist richtig teuer. Da müssen einige ein großes Portemonnaie haben. Am Samstag müssen wir eine fünfte Abteilung M-Springen einschieben und wir haben auch schon eine Schaunummer – geplant war ein Biathlon – aus dem Programm genommen. Wir müssen früh anfangen und richtig Gas geben. Sonst gehen die Leute schon nach Hause, bevor der Große Preis angefangen hat. 

Auch beim Provinzialturnier wird’s voll. 56 Mannschaften sind genannt worden. 

Schwert: Das ist ein super Ergebnis. Das Beste, wie ich gehört habe, seit 15 Jahren. Das ist schon sehr ordentlich. Herford zum Beispiel ist wieder dabei, das war nicht immer so. Und auch einige Kreisreiterverbände wie Recklinghausen stellen sich Mannschaften zusammen. Wichtig ist, dass alle mal wieder kommen. Ich bin mir sicher: Das wird eine runde Sache. 

Du warst 2001 beim ersten Mal dabei. Was ist in Erinnerung geblieben? 

Das war ein schönes Turnier und es hat alles gut geklappt. Übrigens bin ich damals auch schon als Ersatzreiter in der Kür und in der Dressur eingesprungen – und wir waren gar nicht so schlecht. Am Freitagabend bei der Mannschaftskür unter Flutlicht war es rappelvoll, obwohl am Nachmittag noch das Wasser auf dem Platz stand. Es hatte vorher über Wochen geregnet. Ich denke, dass das Wetter dieses Jahr besser sein wird.

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