Laufkolumne von Anne-Kathrin Mertens

"Immer wieder sonntags..."

Anfang September ist der Münster-Marathon. Ich finde, dass ist einer der Schönsten in Deutschland. Vor allem weil es einfach so bequem ist: Morgens mal eben hinfahren, dann eben (zack zack) laufen und nachmittags zum Kaffee wieder zuhause sein.

Hat dann also fast keiner gemerkt, dass ich überhaupt weg war. Lange haben wir darauf hingearbeitet und uns durch etliche endlos scheinende Läufe an die 30 Kilometer geschwitzt. So einen „heiße“ Marathon-Vorbereitung gibt es nicht so oft. Da musste man schon mal erfinderisch werden und Strecken so planen, dass man bei Hinz und Kunz was zu trinken bekommt. 

Und wenn´s mit den Absprachen mal nicht so geklappt hat und nix beim verabredeten Standort zu trinken stand, wurde der Gartenschlauch halt dankbar ausgelutscht. Und die normalen „kürzeren“ Läufe unter der Woche liefen so ab: Während „normale“ Menschen um 5 Uhr noch schliefen, schleppten wir uns noch vor Arbeitsbeginn durch die etwas angenehmere Luft, um den Trainingsplan zumindest ein wenig einzuhalten. 

Oder wir liefen ganz spät abends, um der Nachmittagshitze zu entfliehen, während die meisten Menschen schon im Pölter vor der Flimmerkiste eingenickt waren oder noch schlimmer, den lauen Sommerabend bei Grillfleisch und Bier ausklingen ließen. Da fragt man sich schon, ob das Ganze denn überhaupt Sinn macht. 

Gar nicht so einfach, das Hobby. Wie immer, wenn ein Marathon ansteht, gucken alle fast stündlich auf die Wetter App. Die zeigte schon alles zwischen 28 und 19 Grad an. Wenn Frauen ständig auf den Wetterbericht gucken, dann ist entweder ihre Hochzeit oder halt Marathon. Man will schönes Wetter, aber nicht zu heiß. Auch bitte kein Regen. Und natürlich kein Wind. Aber frische Luft. 

Alles wie immer nicht so einfach, um es Frauen recht zu machen. Eins ist uns nach diesem Super-Sommer sicher: Bei Hitze laufen, das haben wir trainiert. Wenn´s also Sonntag heiß wird, wissen wir wie´s geht. Im wahrsten Sinne, dann geht man halt ein bisschen mehr. Nur Kaffee und Kuchen verzögern sich dann leider etwas.

Die gebürtige Wernerin Anne-Kathrin Mertens (37) schreibt an dieser Stelle in loser Folge über ihre Trainings- und Lauferlebnisse. Die dreifache Mutter von Frida (9), Fiete (7) und Oskar (5) wohnt mit Ehemann David in Capelle und läuft für den SV Herbern.

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