TV Werne erstmals ohne Hockey-Herrenteam

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Ein Bild aus besseren Tagen: Aktuell ist Bernd Heimann (l.) der letzte verbliebene Senioren-Hockeyspieler beim TV, deswegen wird zur neuen Hallensaison kein Team gemeldet.

WERNE -  Wenn im November die neue Hockey-Hallensaison beginnt, wird erstmals seit 1978 ein Name bei den Senioren fehlen: TV Werne.

Die Werner, die vor 36 Jahren die Hockeyabteilung gründeten, bekommen zur neuen Spielzeit keine Herren-Mannschaft zusammen, wie Seniorenspieler Bernd Heimann erklärte. Heimann, der auch Jugendwart in der Abteilung des Turnvereins ist, war für die aktuelle Saison nach eigener Aussage der einzig verbliebene Spieler.

Schwieriger Neuaufbau

„Wir haben aktuell kaum noch Spieler. Nachdem auch noch unser Torwart Mario Knieper aufgehört, gab es keine Basis mehr“, sagt Heimann. Vor allem mit einem Torwart würde alles stehen und fallen, erklärt Heimann. Da auch der älteste Jugendklasse, die A-Junioren, im Moment unbesetzt ist, besteht auch keine Möglichkeit, Nachwuchs hochzuziehen.

Denn Spieler aus Mannschaften in den Altersklassen darunter dürfen nicht bei den Senioren spielen – was Sinn macht. „Man kann sich ja nicht einen 15-Jährigen abschießen lassen“, sagt Heimann.

In der Sommersaion spielten die Werner noch auf dem Großfeld, da allerdings mit SSG Lünen in einer Spielgemeinschaft. In der vergangenen Wintersaison trat der TV Werne in der 4. Verbandsliga und damit in der untersten Liga an. Da wurden die Spieltage mit mehreren Partien an einem Tag in Turnierform ausgespielt.

Der größte Erfolg in der Abteilungsgeschichte war der Aufstieg in die 2. Verbandsliga in der Hallensaison 1994/95 unter Trainer Gandolf Aubke. In der Saison gab es auch eine Pokalsensation beim 6:2-Sieg gegen den damaligen Regionalligisten Eintracht Dortmund.

Das aktuelle Aus aus dem Meisterschaftsbetrieb soll aber nicht das Ende sein, wie Bernd Heimann hofft. Wenn die männliche Jugend B mit einigen Talenten in der kommenden Saison in die A-Jugend wechselt, könnte dies der erste Schritt und die Basis zur Wiederbelebung des Seniorenhockeys sein. „Dann muss man danach aber auch abwarten, wie viele Spieler nach der Schule in Werne bleiben oder zum Studieren woanders hingehen“, beschreibt Heimann den schwierigen Weg zur Wiederbelebung. - fraz

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