HGW-Championat: Ligges Dritte, Wacker Sechste

+
Marie Ligges mit Cassandra L bei den Löwen Classics in Braunschweig.

Braunschweig - Großer Erfolg für die Nachwuchsreiterinnen Marie Ligges (Herbern) und Kathrin Wacker (St. Georg Werne) im Rahmen der „Löwen Classics“ in Braunschweig.

: Bei dem von Olympia-Legende Hans Günter Winkler initiierten Bundes-Nachwuchschampionat belegten sie in der finalen Prüfung die Plätze drei und sechs. Schon in der ersten Wertung auf M*-Niveau am Freitag waren beide Juniorinnen mit Top-Noten auch schon top-platziert.

Marie Ligges siedelt den dritten Platz in diesem Championat weit oben in ihrer Erfolgsliste an. Nicht wegen der 70 Euro Preisgeld (brutto), denn das reichte gerade einmal aus, um auf den Erfolg gebührend anzustoßen. Das Nachwuchs-Championat mit den 25 besten Junioren Deutschlands ist eine der renommiertesten Prüfungen im Nachwuchsbereich überhaupt.

„Es ist alleine deshalb weit oben anzusiedeln, weil es mit Pferdewechsel war. So etwas habe ich noch nie gemacht“, sagt die 16-Jährige. Nach dem fünften Platz mit ihrer 12-jährigen Schimmelstute Cassandra L (von Cornet Obolensky) im ersten Stilspringen am Freitag mit der Note 9,0 steigerte sich Ligges am Samstag im ersten Umlauf und qualifizierte sich mit einer 9,1 für den zweiten mit den vier Besten – eben dann mit Pferdewechsel.

Darin tauschte sie mit dem späteren Sieger Max Haunhorst. Der kam mit Ligges-Stute Cassandra L auf eine 9,7. Addiert mit der eigenen Note aus dem ersten Umlauf holte der 15-Jährige aus Hagen am Teutoburger Wald 19,0 Punkte – ein unschlagbarer Wert. Auch Marie Ligges pilotierte Haunhorsts 14-jährige Westfalenstute Charis blendend durch den Parcours und wurde ebenfalls mit einer 9,7 belohnt. Zusammen mit der ersten Note kam sie auf 18,8 und war damit eine Zehntel schlechter als Justine Tebbel aus Emsbüren, die das Pferd mit Henry Delfs (Lübeck) getauscht hatte.

Dabei hatten sich die vier Junioren vor den voll besetzten Rängen auf den Pferdewechsel vorzubereiten. „Wir durften vorher in der Abreitehalle Sättel und Sporen wechseln und im Schritt, Trab und Galopp reiten, aber die vier Probesprünge unter Anleitung des Bundestrainers mussten wir vor Publikum absolvieren. Das hat die Nervosität natürlich gesteigert“, erzählt Marie Ligges, die sich inzwischen an Nervenproben gewöhnt hat.

Gestern gab’s für Cassandra auf dem Hof in Herbern erst einmal Wellness pur: „Ich habe sie ein bisschen laufen gelassen und habe sie zum Grasen geführt“, sagt Marie Ligges. Entspannung ist wichtig dieser Tage, denn Anfang März folgt der Start beim internationalen Turnier in Dortmund (CSI-3*). Dafür hatte sie nach einem sensationellen Ritt im ersten Viersterne-Springen ihres Lebens in Münster vom Veranstalter eine Wildcard erhalten.

Auch Kathrin Wacker war mit sich und ihrer erst 9-jährigen Sportkollegin Viola vollauf zufrieden. „Ich wollte unter die zehn Besten, das war schon sehr gut“, meinte sie nach den Plätzen sieben am Freitag und sechs im Finale am Samstag mit der Wertnote 8,6.

Das Finale mit Pferdewechsel, sagt die 17-Jährige, sei für sie schon ein Stück weit weg gewesen – wenn auch zahlenmäßig nur um 0,4 Punkte. „Aber die Vier waren schon ein bisschen besser“, sagt Wacker, die sich nun voll auf das Abitur im Frühjahr konzentrieren will. Nach einem U25-Turnier in Warendorf in drei Wochen will sie deshalb erst wieder beim April-Turnier in Lenklar aufsatteln.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare