Für die Fußball-Frauen des SV Herbern:

Nach Holper-Vorbereitung droht eine schwierige Saison

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Laura Brockmeier (rechts) leitet derzeit das Training der Herberner Frauen.

Herbern – Es wird ein hartes zweites Jahr für die Fußballerinnen des SV Herbern in der Landesliga werden, das am Sonntag mit der Heimpartie gegen Concordia Flaesheim startet. Das Fazit des neuen (alten) Trainers Frank Große-Budde fällt nach der Vorbereitung ernüchternd aus. „Eigentlich war das nicht landesligatauglich“, stellt er fest.

 Dennoch sieht er viel Potenzial in seiner Mannschaft. Dieses wird das Team, wenn es nun nach vielen urlaubsbedingten Ausfällen in der Vorbereitung langsam wieder komplett wird, in seinen Augen dann hoffentlich abrufen können. „Auf dem Papier habe ich eigentlich 30 Spielerinnen zur Verfügung, habe aber meistens nur zehn bis zwölf Spielerinnen auf dem Platz gehabt“, berichtet der SVH-Coach, der aktuell durch einen Rippenbruch das Training nicht leiten kann und von Kapitänin Laura Brockmeier vertreten wird. 

Einem Großteil fehlt so noch die wichtige Kondition, die es braucht, um vor allem auch defensiv die nötige Stabilität zu bekommen. Denn angesichts der 75 Gegentore in der vergangenen Saison liegt da die große Baustelle der Herberner Frauen. „Offensiv mache ich mir nicht so viele Gedanken, da machen wir schon unsere Tore. Hinten muss es aber deutlich besser werden“, mahnt Große-Budde an. 

Von fünf Vorbereitungsspielen verlor die Mannschaft vier, nur gegen Fortuna Seppenrade gelang ein 2:1-Sieg. Für Große-Budde lieferte aber vor allem die 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Dorstfeld wichtige Erkenntnisse. „Da haben wir das erste Mal richtig diszipliniert gespielt“, stellt er fest. Durch die mäßige Vorbereitung sieht er seine Mannschaft beim Saisonauftakt am Sonntag gegen Flaesheim auch als eine „Wundertüte“. 

Ihm stehen gerade einmal 13 Spielerinnen zur Verfügung, Flaesheim stimmte einer Verlegung der Partie nicht zu. „Ich hoffe, dass wir in den ersten Spielen irgendwie unsere Punkte holen, damit wir nicht gleich unter dem Strich stehen, denn sonst nimmt die Saison gleich so eine Dynamik auf“, sagt der Trainer. Generell fällt es ihm schwer, die Liga zu beurteilen. 

„Wessum wird wohl wieder oben mitspielen, man weiß nicht, was Amelsbüren als Aufsteiger so drauf hat“, sagt er und erinnert sich mit Amelsbüren an einen alten Rivalen aus der Bezirksliga. „Wir können uns ohnehin nicht an den Gegnern orientieren, sondern müssen selbst von Woche zu Woche gucken, dass wir fitter werden und uns steigern“, sieht Große-Budde seine Mannschaft noch im Entwicklungsprozess, der mit dem Ende der Vorbereitung noch nicht abgeschlossen ist.

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