SV Herbern trauert um Raimund Wesseling

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Raimund Wesseling (†).

Herbern – Die Mitglieder des SV Herbern trauern um Raimund Wesseling. Der Betreuer der ersten Mannschaft starb am Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit in einem Münsteraner Krankenhaus, in das er am Donnerstag auf Grund von gesundheitlichen Problemen eingeliefert wurde.

 Wesseling wurde 72 Jahre alt und im Januar 2017 für seine 50-jährige Vereinstreue geehrt. Er war noch bis zuletzt als Betreuer des Landesliga-Teams dabei. Sein Team lief am Sonntag mit Trauerflor in das letzte Heimspiel gegen den SV Dorsten-Hardt auf (1:1) und es gab zu Spielbeginn eine Schweigeminute.

 „Wir waren alle geschockt, als wir die Nachricht gehört haben“, sagte der Sportliche Leiter Frank Heidemann, der seit 1994 beim SVH tätig ist und seitdem mit Wesseling zusammenarbeitete. „Er gehörte zur Mannschaft und war bei jedem Training dabei. Er war mit dem SV Herbern tief verwurzelt“, erinnerte Heidemann an das Engagement von Wesseling. 

Der lebte zuletzt in Ascheberg in einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Wesseling hatte nur einmal selber die Fußballschuhe geschnürt. Das war fast genau vor 50 Jahren – am 18. Mai 1969 – im letzten Saisonspiel gegen den SSV Werne.

Als seinen größten sportlichen Erfolg bewertete er den „Aufstieg in die Bezirksliga mit Krawinkel, Bethge und Kahle. Wir haben in Seppenrade gewonnen und sind mit einem Autokorso durchs Dorf gefahren“, erinnerte er sich. 

SVH-Trainer Holger Möllers war mit dem ledigen Raimund Wesseling eng verbunden. Beide hatten lange Jahre zusammen eine Dauerkarte für ihren Lieblingsklub FC Schalke 04. „Wir hatten ein freundschaftliches Verhältnis. Sei es mit den Fahrten auf Schalke, seien es die regelmäßigen Besuche bei uns zu Hause“, erzählt Möllers, dem das Fußballspiel am Sonntag egal war angesichts der traurigen Nachricht.

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