SV Herbern: Tobias Trittschack tritt zurück

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Pokalübergaben wie beim diesjährigen Davertpokal – hier gemeinsam mit Geschäftsführer Dominik Reher (Mitte) und Herberns Tim Bröer (links) – gehören ab sofort nicht mehr in dem Terminplan von Tobias Trittschack.

Herbern - Ein Vollzeitjob, nebenbei ein Studium und dann die Geschicke der Fußballabteilung des SV Herbern leiten? Tobias Trittschack hat das anderthalb Jahre lang erfolgreich gemeistert, doch jetzt muss erstmal Schluss sein. Er tritt als Fußballabteilungsleiter des SV Herbern zurück.

In naher Zukunft müssen nach erfolgreich bestandener Bachelorarbeit noch rund 120 Seiten Schreibarbeit erledigt werden. „Ich muss die Sachen langsam mal zu Ende bringen und ich glaube nicht, dass ich das alles gleichzeitig schaffe“, sieht Trittschack sich gezwungen, berufliche Prioritäten zu setzen. Leicht gefallen ist die Entscheidung nicht. „Es ist ja nicht so, dass es mir keinen Spaß mehr macht, ganz im Gegenteil“, betont er. Denn eigentlich hatte er gemeinsam mit Geschäftsführer Dominik Reher und dem Vorsitzenden Werner Heitmann Pläne geschmiedet, bis zum Vereinsjubiläum im Jahr 2019 einiges auf den Weg zu bringen.

„Diese Pläne müssen jetzt ohne mich auf den Weg gebracht werden“, hat er keinen Zweifel, dass dies nicht passieren wird. Vor seiner Entscheidung hat er Gespräche mit Reher und Heitmann geführt, ob sich die Arbeit nicht irgendwie anders verteilen ließe. „Doch am Ende bin ich als Abteilungsleiter doch immer noch der Entscheidungsträger und in der Verantwortung“, sagt der Herberner, dass diese Arbeit aktuell für ihn einfach zu viel Zeit beanspruche.

Verabschiedung von den Mannschaften

Gespräche mit den Offiziellen bei den Mannschaften gab es schon, einen offizielle Verabschiedung wird es bei der Jahresabschlussfeier der Senioren-Fußballteams am Samstag, 19. Dezember, geben. Danach seien noch die ein oder anderen Sachen abzugeben, Anfang des Jahres ist dann endgültig Schluss.

Der SV Herbern ist für Trittschack immer Herzensangelegenheit, ist er doch selbst schon seit mehr als 26 Jahren im Verein und hat seinen Lebensmittelpunkt im Dorf.

„Ich möchte den Kontakt zum Verein auch nicht abreißen lassen, das wird nie passieren. Ich brauche einfach nur Zeit, um einige Dinge zu Ende zu bringen.“

Und wenn diese Dinge zu Ende gebracht sind? „Ich kann mir durchaus vorstellen zurück zu kehren, wenn das möglich ist. In welcher Form, wird man dann sehen“, macht er deutlich, dass er mit dem Kapitel SVH keineswegs abgeschlossen hat.

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