SV Herbern: Starke Gesten, klarer Sieg und nun Vierter

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Airton springt Eric Sabe nach dessen Treffer zum 2:0 in die Arme.

Herbern – Es war eine starke Geste vor dem Anpfiff der Partie in der Landesliga 4 zwischen dem SV Herbern und der SG Borken. Alle Spieler und Verantwortlichen des SV Herbern liefen im Trikot mit der Nummer 16 und der Aufschrift „Ein Teil von uns“ zum Heimspiel gegen die SG Borken ein.

Das trägt eigentlich Vincent Sabe, der sich in der Winterpause seinen zweiten Kreuzbandriss zugezogen hatte. Am Ende sah der verletzte Spieler genau wie die weiteren 150 Zuschauer einen verdienten und ungefährdeten 3:0 Erfolg, nachdem der Rückstand auf Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus (1:2-Niederlage in Heiden) nur noch vier Zähler beträgt für den neuen Tabellenvierten.

 Denn der hat den Werner SC damit überholt. Die Gastgeber mussten zunächst gegen den Wind spielen – und machten es gut. Sie hielten den Ball flach, kamen immer wieder über Außen und setzten den Gast früh unter Druck. Nach 60 Sekunden vergab Philip Just nach einem Breloh-Freistoß per Kopf knapp das 1:0. 

Als Breloh von der rechten Grundlinie aus zurück auf Sebastian Schütte passte, schoss dieser freistehend aus acht Metern einen Gegenspieler an (14.). Borken agierte mit langen Bällen, aber der groß gewachsen Torjäger Bastian Bone (hat zehn der 20 Borkener Tore erzielt) hing in der Luft. Nach einer Ecke musste Keeper Leo Fenker vor zwei einschussbereiten Borkenern in höchster Not klären (22.) – das war die einzige Chance der Gastgeber.

 Das Tor fiel auf der Gegenseite. Joe Breloh flankte aus dem Halbfeld und Johannes Richter köpfte wuchtig aus sechs Metern zum 1:0 ein (29.). Breloh versuchte sich später mit einem spektakulären Seitfallzieher, der zur Ecke abgefälscht wurde (32.). Ein sehenswertes Tor folgte aber kurz darauf. Eric Sabe legte sich den Ball 21 Meter in halblinker Position zum Freistoß hin – und hämmerte die Kugel unhaltbar in den Winkel der Torwartecke zum 2:0 (39.). 

Nach der Pause schalteten die Herberner in den Kontrollmodus und waren darum bemüht, den Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. So blieb die Partie intensiv, aber es gab kaum Strafraumszenen. Als Herberns Angreifer Julian Trapp den Ball gekonnt annahm, sich drehte und Breloh schickte, stand dieser freistehend knapp im Abseits (66.). 

Als der bereits verwarnte Sekic ein normales Foul beging, schickte ihn Schiedsrichter Ali Senol mit gelb-rot vom Platz (75.) – wenig später erhielt Borkens Trainer Sven Elsbeck wegen Reklamierens ebenfalls die Rote Karte.

 In der Schlussphase legte der Gastgeber noch einmal zu. Erst verpasste der eingewechselte Dominick Lünemann die Hereingabe von Just ganz knapp, dann spielte er nach einem von Eric Sabe eingeleiteten Konter über Rechts Julian Trapp in der Mitte an – der drückte den Ball zum 3:0-Endstand aus kurzer Distanz über die Linie. 

SVH: Fenker – P. Dubicki, Richter, E. Sabe (84. Amoev), Schütte (76. Scholtysik, Breloh, Just, Trapp, Vogt (60. Sobbe), J. Höring, Airton (76. Lünemann)

Tore: 1:0 (28.) Richter, 2:0 (39.) E. Sabe, 3:0 (84.) Trapp

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Sekic (Borken, 75, wiederholtes Foulspiel), Rot für SG-Trainer Elsbeck wegen Reklamierens (76.)

Es sagten

Sven Elsbeck, Trainer SG Borken: Der Sieg für Herbern geht schon in Ordnung. Wir hatten drei Leute dabei, die eigentlich gar nicht hätten spielen können. Wenn wir nach 22 Minuten das 1:0 machen, sieht es vielleicht ganz anders aus. Als kurz vor der Pause das 2:0 für Herbern fällt, ist es halt fast so, als ob du gegen den FC Liverpool spielst. Basti Bone hing bei uns vorne auch in der Luft.

Holger Möllers, Trainer SV Herbern: In der 1. Halbzeit war das schon gehobenes Landesliga-Format, wie wir gepresst haben und Spielwitz und Passkombinationen gezeigt haben. Dass wir das 90 Minuten so aufs Tablett bekommen, soweit sind wir noch nicht. Nach der Pause ging es auch darum, die Kontrolle zu haben und keine riskanten Bälle zu spielen

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