SV Herbern hat seine defensive Stabilität gefunden

Die Herberner - hier mit Richter und Lünemann - ließen zuletzt in der Defensive fast gar nichts zu.

Herbern - „Nach den vier Gegentoren zu Beginn und den zwei in Haltern haben wir gegen Münster keins kassiert“, stellte Christian Bentrup, Trainer des abstiegsbedrohten Landesligisten SV Herbern, trocken fest und musste anschließend trotzdem lachen. Die ganz große Anspannung scheint sich nach den vier Punkten aus den letzten beiden Spielen beim SV Herbern ein wenig gelöst zu haben.

Bentrup mahnt trotzdem. „Wir müssen uns weiter vor Augen halten, dass wir auch bis zum Ende um den Klassenerhalt kämpfen müssen“, sagt er nach dem 0:0 gegen Kellerkonkurrent Münster 08. Auch wenn seine Mannschaft sich nach dem katastrophalen Rückserienstart mit dem 1:4 gegen Burgsteinfurt nun langsam scheint gefangen zu haben.

„Wir haben in der Defensive langsam reingefunden, auch wenn wir trotzdem am Anfang zwei, drei dicke Böcke drin hatten, die gegen andere Teams auch wieder nach hinten losgehen können“, gibt er zu. Doch der Gast aus Münster überzeugte beim torlosen Unentschieden vor allem in der Defensive. „Sie standen sehr kompakt und haben uns wenig Räume gegeben“, fand der SVH-Trainer lobende Worte. Doch eine Sache störte. „Ihre Theatralik hat uns gerade dann, wenn es spielerisch einigermaßen lief, wieder aus dem Konzept gebracht.“

Es war auffällig, wie oft die Münsteraner schon bei leichten Berührungen zu Boden gingen. Ein Zuschauer sah sich kurz vor Ende der ersten Halbzeit zur Aussage gezwungen, eine Parallele zu Bundesligist FC Ingolstadt zu sehen. „Uns hat auf der anderen Seite aber auch ein wenig die Durchschlagskraft gefehlt“, stellte Bentrup fest.

Aber zumindest in puncto Aggressivität scheint die Mannschaft die Vorgaben des Trainers mittlerweile umgesetzt zu haben. „Wir wissen mittlerweile, dass wir die Sache nicht nur spielerisch lösen können und die Jungs setzen das aktuell ganz gut um“, so der SVH-Coach. Gegen den kommenden Gegner, Eintracht Ahaus, sieht er deswegen auch mehr Möglichkeiten. „Die werden offensiv spielen, so dass wir mehr reagieren als spielerisch agieren müssen – das liegt uns besser“, sieht er Chancen auf Punkte in Ahaus. Die würden die Anspannung in Herbern sicher weiter abfallen lassen.

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