SV Herbern sammelt Punkte nach Eichhörnchen-Prinzip

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Henning Schubert stand am Sonntag in Ahaus nach längerer Pause wieder im Kasten des SVH.

Herbern - Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen – nach diesem Motto arbeiten sich derzeit die Fußballer des SV Herbern aus dem Tabellenkeller der Landesliga (4).

Das zweite torlose Remis in Folge zeigte, dass die Defensive der Blau-Gelben sich mittlerweile stabilisiert hat. Doch dafür hakt es plötzlich vor dem Tor. Trainer Christian Bentrup gerät aber nicht in Panik.

„Es ist tatsächlich so, dass für uns derzeit jeder Punkt zählt“, erklärt der SVH-Trainer. Dabei sei auch unwichtig, dass die Mannschaft durch den gleichzeitigen Sieg des Konkurrenten SC Münster 08 gegen die Hammer SpVg II auf Rang zwölf abgerutscht ist. „Wir haben gleichzeitig die anderen Abstiegskandidaten auf Distanz gehalten“, so Bentrup. Er legte den Fokus lieber auf das Erreichte nach der Winterpause. Seit drei Spielen sei die Mannschaft ohne Niederlage, seit zwei Spielen ohne Gegentor. „Der Trend ist also gut.“

Bentrup: Zwölf Punkte bis zum Klassenerhalt

Geduld sei in den kommenden Wochen ein entscheidender Faktor. „Wir dürfen jetzt nicht überziehen und müssen uns von Woche zu Woche neu fokussieren“, stellt der Herberner Coach klar. Es sei nicht nötig, dass die Mannschaft von Sieg zu Sieg eile um dort unten heraus zu kommen. „Meiner Meinung nach brauchen wir noch zwölf Punkte, um die Klasse zu halten. Und die werden wir in den zehn verbleibenden Spielen holen“, so Bentrup, der kurzfristig aus beruflichen Gründen auf Sven Freitag verzichten musste und den 37-jährigen Torwarttrainer Henning Schubert zwischen die Pfosten stellte. Der war zwar 18 Monate ohne Spielpraxis, aber in den entscheidenden Momenten voll da und hielt die Null.

Klar ist aber auch, dass die Herberner seit zwei Spielen ohne eigenes Tor geblieben sind und ohne Tore gibt es bekanntlich keinen Sieg. Doch Bentrup beschwichtigt. „Letzte Woche hat Münster den Fokus auf die Verteidigung gelegt und es uns so sehr schwer gemacht, Chancen herauszuspielen.“

Und gegen Ahaus fehlten ihm die entscheidenden Offensivkräfte, die in der zweiten Hälfte Akzente nach vorne hätten setzen oder den Ball vorne hätten halten können. Mit der Rückkehr einiger Spieler gegen Resse werde es anders aussehen.

„Ich muss auf jeden Fall den Hut vor der Mannschaft ziehen, wie wenig sie sich von den kurzfristigen Ausfällen hat beeindrucken lassen“, lobt Bentrup seine Jungs nach dem unerwarteten Ausfall von weiteren fünf Spielern. Ahaus sei eben keine Mannschaft, bei der man eben ein Spiel gewinnt. Das gelte auch für den kommenden Gast aus Resse. „Die spielen sehr offensiv und bieten uns damit mehr Räume“, so Bentrup. Das Hinspiel-Ergebnis gibt sicher Auftrieb – das gewann der SVH mit 3:2.

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