SV Herbern macht es gegen das Schlusslicht unnötig spannend

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Jubel nach dem 1:0 durch Whitson.

Herbern – Die Fußballer des SV Herbern setzen in der Landesliga (4) ihren positiven Trend fort und sich vor eigenem Publikum mit 3:2 (2:2) gegen Schlusslicht SV Dorsten-Hardt durch.

Damit behält das Team von Holger Möllers auf Platz fünf mit 25 Punkten die Spitzengruppe im Blick – drei Zähler hinter Mesum und Werne auf den Plätzen drei und vier. „In der ersten halben Stunde haben wir richtig geilen Fußball gespielt“, bringt Holger Möllers das Geschehen auf den Punkt. Seine Elf beginnt gegen den Tabellenletzten mit großer Wucht und lässt die Gäste gar nicht ins Spiel kommen. 

Schon nach acht Minuten fällt das 1:0. Sabe spielt über rechts auf Scholtysik und dessen flache Hereingabe drückt Whitson über die Linie. Acht Minuten später folgt der zweite Herberner Treffer: Whitson schickt Eric Sabe in die Tiefe. Der setzt sich als der körperlich robustere im Laufduell mit Seiffert durch und lässt Keeper Schröder keine Chance. 

Weitere drei Minuten später ballert Scholtysik den Ball an die Unterkante der Latte, dann rutscht Just der Ball über den Fuß, als er nach Flanke von Vogt völlig blank vor Schröder auftaucht. Bis zur Halbzeitpause wird es bitter für den SVH: In der 35. Minute trifft Wellers – begünstigt durch einen Stellungsfehler von Krampe – von der rechten Strafraumgrenze flach zum Anschluss ins lange Eck. Und kurz vor dem Pausenpfiff erzielt Liesenklas am zweiten Pfosten nach einer Linksflanke von Moritz den Ausgleich – da sieht Freitag nicht gut aus. 

Dazwischen liegt noch ein Hochkaräter für den SVH, doch bei einem schnellen Konter über Scholtysik und Whitson trifft Breloh nach dessen Flanke den Ball aus vollem Lauf nicht richtig. „Da musst du eigentlich drei- oder viernull führen. Aber wir sind dann zu leichtsinnig geworden. Die Jungs haben in der Kabine gesessen, als lägen sie fünfnull hinten“, meint Möllers, und: „Machen wir unsere Chancen da weg, wird das hier auch nicht mehr unnötig spannend.“ 

Das aber wird die zweite Halbzeit, denn Herbern macht Druck, kommt aber lange Zeit nicht richtig zum Abschluss. In der 58. Minute schwächen sich die Dorstener selbst. Schiedsrichter Marian Zabell, der bei fast jedem Pfiff unter Dauerbeschallung durch die Gäste steht, hat von den ewigen Protesten die Nase voll und schickt Buda mit der Roten Karte vom Platz. 

Herbern nutzt dies zunächst nicht, die Dorstener können sich sogar ein wenig befreien. In der 78. Minute geschieht entscheidendes: Möllers bring mit Amoev und Lünemann zwei frische Offensivkräfte und gibt das Signal zur Schlussoffensive. Kaum im Spiel, rutscht Amoev nur um Zentimeter am Flankenball von Breloh vorbei. Herbern zieht das Spiel in die Breite und hat Erfolg damit. 

Zunächst verpasst Krampe noch eine Flanke von Sabe knapp, doch dann geht Lünemann über rechts davon und dessen Flanke versenkt Luis Krampe mit einer Direktabnahme unhaltbar für Schröder unten rechts zum Siegtreffer. Whitson hat in der Nachspielzeit nach einem Konter noch das vierte Tor auf dem Fuß, schießt aber den Torhüter an.

SV Herbern: Freitag – Dubicki, Richter, Sabe, Krampe (85. J. Höring), Whitson, Just (72. Schütte), Breloh, Vogt (78. Lünemann), Scholtysik (78. Amoev), Airton

Tore: 1:0 (8.) Whitson, 2:0 (16.) Sabe, 2:1 (35.) Wellers, 2:2 (45.) Liesenklas, 3:2 (85.) Krampe

Bes.Vork.: Rot für Buda (SVD, 58.) wegen Beleidigung

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