Nicht der Tag des SV Herbern

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Frust schoben die Herberner nach der Heimniederlage gegen Stuckenbusch.

HERBERN - Es war nicht der Spieltag des SV Herbern: Nach der 1:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen die SF Stuckenbusch rutschten die Blau-Gelben in der Tabelle der Landesliga (4) auf den vierten Platz ab.

Der Rückstand zum Tabellenführer YEG Hassel (2:0 beim Lüner SV) beträgt sechs Punkte. Viel bdeutender als diese Momentaufnahme der Landesliga-Tabelle ist die Tatsache, dass der SVH seit mehr als zwei Monaten kein Heimspiel mehr gewonnen hat.

Der letzte und bisher einzige Erfolg an der Werner Straße datiert vom 17. August. Es war der erste Spieltag. Herbern siegte mit 5:2 gegen die SpVg Emsdetten. Danach folgten zwei Auswärtssiege, die das Team von Trainer Christian Bentrup an die Spitze katapultierten. Aus den folgenden drei Heimspielen holte die Blau-Gelben nur zwei Punkte. „Hätten wir 15 Heim- und nur fünf Auswärtszähler geholt, würde jeder von einer guten Bilanz sprechen“, meint der SVH-Coach, der mit den bisher erzielten 20 Punkten durchaus leben kann: „Wir sind mit dieser Ausbeute doch hervorragend gestartet.“

Gegen die SF Stuckenbusch war aber auffällig, dass den Gastgebern im Spiel nach vorne nicht viel einfallen wollte. Gegen das massive Abwehrbollwerk fand man zu selten eine Lücke. „In der ersten Halbzeit haben wir uns zu wenig bewegt, waren gedanklich nicht richtig da“, sagt Trainer Bentrup, der die fehlende Durchschlagskraft aber auch am Fehlen seiner Kreativkräfte Mondrian Runde und Dennis Närdemann festmachte: „Sie haben die Qualität, um einen defensiv ausgerichteten Gegner auszuspielen.“

Diese beiden fehlten allerdings auch vor einer Woche. Der SV Herbern siegte mit 4:0. Da ging es aber gegen das Schlusslicht Hammer SV – und vor allem auswärts. In der Fremde setzte die Bentrup-Elf mit fünf Siegen in fünf Partien und einem Torverhältnis von 15:1 regelmäßig Ausrufezeichen. Daheim gelangen der zweitbesten Offensivabteilung der Landesliga nur vier Treffer in den vergangenen vier Partien.

„Im Moment fliegt uns aber auch der Spielverlauf so richtig um die Ohren. Wir geraten fast immer in Rückstand un müssen diesem dann hinterher laufen“, klagt Christian Bentrup

Bleibt, den Blick nach vorne zu richten. Und zwar positiv. Denn am Sonntag führt den SV Herbern der Weg wieder auf einen fremden Platz. Gegner ist dann der TuS Sinsen. Fehlen wird dann aber Innenverteidiger Nils Venneker, der sich gegen Stukenbusch die fünfte Gelbe Karte abgeholt hat.

„Eine Fehlentscheidung. Das war eine Schwalbe seines Gegenspielers, der mit der Ampelkarte vom Platz hätte gehen müssen“, schimpft Christian Bentrup, der nun die Trainingsleistungen abwarten und dann eine Lösung finden will: „Wir haben ja auch noch einige angeschlagene Spieler.“ - awa

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