SV Herbern fehlen im Kellerduell nur die Tore

Eric Sabe und der SV Herbern kamen im Kellerduell gegen Münster 08. - Foto: Lenfers-Lücker

Herbern - So richtig weiter hilft das torlose Unentschieden weder dem SV Herbern noch seinem Gast SC Münster 08 im Abstiegskampf der Landesliga (4) weiter. Betrachtet man vor allem die zweite Halbzeit, so hatten die Herberner eigentlich einen Sieg verdient gehabt.

Münsters neuer Trainer Mirsad Celebic nannte es nach dem Abpfiff ein „Sechs-Punkte-Spiel“, dass er am Ende froh war nicht verloren zu haben.

Diesen Druck merkte man der Begegnung an. Beide Mannschaften gingen aggressiv zu Werke, leisteten sich den ein oder anderen nervösen Fehler in der Defensive. So stoppte Herberns Philipp Dubicki Münsters Leon Wäntig so gerade noch vor dem Durchmarsch (11.), kurze Zeit später stellt ihn Eric Sabe, nachdem Nils Venneker über den Ball getreten hatte und Wäntig fast durch war (17.).

Gefahr meistens über Standards

Auf der anderen Seite mussten bei den Herbernern, die sich nach verhaltenem Beginn langsam in die Partie bissen, Standards herhalten, um Gefahr zu verbreiten. Eine Ecke von Hölscher verpasste Richter nur knapp, Münsters Keeper Moritz Ostrop klärte so grade auf der Linie. Eine scharfe Hereingabe von Bröer von der linken Seite verpasste Dennis Närdemann am ersten Pfosten nur knapp, Dominik Lünemann war am zweiten Pfosten zu spät eingerückt, so dass Münster die Situation rechtzeitig entschärfte (27.).

Diese Szene sollte symptomatisch werden für die Herberner Offensivbemühungen. Bis zum Sechzehner waren die Aktionen gut vorbereitet, im Sechzehner fehlte dann aber der Mann an der richtigen Stelle, der das Tor hätte erzielen können.

In der zweiten Hälfte war es erneut eine Ecke von Hölscher, die für den ersten Alarm vor dem Münsteraner Kasten sorgte. Diesmal war Ostrop drunter her getaucht, es fand sich am zweiten Pfosten aber auch kein Abnehmer (57.) und Münster blockte zweimal erfolgreich.

Kurze Zeit später brachte erneut Bröer den Ball scharf rein von links, Närdemann köpfte den Ball aber aus dem Strafraum anstatt Richtung Tor. Die Herberner blieben die präsentere Mannschaft, Münster schien nur noch das 0:0 zu verwalten. Bis zur 79. Minute, als sie dann doch nochmal vor dem Kasten von Sven Freitag auftauchten und Dennis Hamsen nur knapp am langen Pfosten vorbeizielte (79.).

Auf der anderen Seite hatte dann Lars Bußkamp die größte Chance des Spiels. Robin Ploczicki hatte sich gut bis zur rechten Seite der Grundlinie durchgespielt und legte mustergültig auf Bußkamp zurück, der den Ball aber am langen Pfosten vorbeizirkelte (86.). „Ich hätte es ihm gegönnt nach der langen Pause“, sagte SVH-Trainer Christian Bentrup. „Wir müssen schauen, was der Punkt am Ende wert ist, vor allen Dingen müssen wir konsequenter werden“, will er nur von Spiel zu Spiel gucken.

SVH: Freitag – Dubicki, Venneker, Sabe, Hölscher, Richter, Ploczicki (85. Kaminski), Lünemann (82. Bußkamp), Närdemann, Bröer, Trapp (70. Eroglu)

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