SV Herbern jetzt unter Zugzwang

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Dennis Närdemann (rechts) und der SV Herbern mussten den Sehnsuchtsplatz zwei an Sinsen abgeben.

HERBERN - Die Enttäuschung war groß: Durch die 1:3-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten TuS Sinsen hat der SV Herbern im Kampf um den zweiten Platz in der Landesliga 4 einen Rückschlag erlitten.

Trainer Christian Bentrup versuchte zumindest ein wenig nach vorn zu blicken. „Es sind trotzdem noch vier Spiele und wir werden versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln“, stellte er unmittelbar nach Spielschluss klar. Eine Trotzreaktion angesichts des Spiels, das er zuvor gesehen hatte.

Denn seine Mannschaft hatte durchaus ihr Potenzial bewiesen. Sie dominierte die Gäste, die sich zwar auch im offensiven Pressing versuchten, aber nicht so erfolgreich wie die Herberner waren. Die Blau-Gelben zeigten viel Leidenschaft, bewahrten aber gleichzeitig Ruhe und Übersicht. Und vor allem drückten sie spielerisch aufs Tempo. Belohnt wurden sie dafür aber „nur“ mit einem Tor durch Sebastian Schüttes Heber nach einer Viertelstunde. „Das war auch eins unserer Probleme, dass wir es verpasst haben, das zweite Tor zu machen“, gab Bentrup zu.

Gelegenheiten dazu gab es genug, Schütte, Dubicki und Sabe, der später mit Adduktorenproblemen ausgewechselt werden musste, scheiterten aber am eigenen Abschluss oder Sinsens Schlussmann Schmid. Durch den Sieg in Herbern liegt Sinsen mit 49 Punkten auf Rang zwei, vor Herbern (46), Stuckenbusch (45) und Roxel (44). Eine konkrete Favoritenrolle für Sinsen will Bentrup daraus vier Spieltage vor Schluss nicht ableiten. „Aber Sinsen hat eine enorme Qualität, dass haben sie gegen uns gezeigt“, hat er Respekt vor dem TuS. „Die sind eine Klasse stärker einzuschätzen als Stuckenbusch“, fügt er als Vergleich hinzu.

Für seine eigene Mannschaft ist die Marschroute jetzt klar. „Wenn wir nicht sofort in die Erfolgsspur zurückkehren, dann haben wir keine Chance mehr“, stellt der SVH-Trainer klar. Das heißt, dass an Pfingstmontag gegen den SV Dorsten-Hardt ein Sieg her muss. Die stecken aber aktuell mittendrin im Abstiegskampf. Ein 6:1-Sieg wie im Hinspiel erwartet Bentrup deshalb nicht. „Ich denke, dass die Karten neu gemischt werden und es ein sehr schweres Spiel wird für uns“, erklärt er. Man dürfe keine Mannschaft abschreiben. Das gibt Hoffnung, auch für das eigene Team. - lel

Drei Abgänge stehen fest

Der SV Herbern hat seine Kaderplanung weitgehend abgeschlossen. Nun steht fest, dass drei Spieler den Verein verlassen werden. Bereits bekannt war, dass Defensivspieler Marian Tüns zum Bezirksligisten TSG Dülmen wechselt. Und auch Lukas Mangels, der wie Tüns zuletzt in der Reserve spielte, verlässt den Verein in Richtung Bezirksliga zum FC Nordkirchen. Zu seinem Stammverein SG Bockum-Hövel kehrt wie erwartet Angreifer Steven Farchmin zurück – auch weil er berufsbedingt wenig trainieren kann.

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