SV Herbern bleibt nach dem 1:4 weiter tief im Keller

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Herberns Julian Trapp (Mitte) im Laufduell mit zwei Burgsteinfurtern.

Herbern -  Tiefgrau war der Himmel am Herberner Siepen und die triste Farbe spiegelt auch perfekt die Stimmungslage beim Landesligisten SV Herbern nach dem Schlusspfiff: Durch die 1:4 (1:2)-Niederlage gegen den SV Burgsteinfurt war der Fehlstart in die zweite Saisonhälfte perfekt. Das erhoffte Signal in Richtung Kampf um den Klassenerhalt war verpasst.

Trainer Christian Bentrup war bedient und sichtlich angefressen. „Es wird jetzt schwer für uns“, stellte er nüchtern fest – und das bereits nach dem zweiten Spieltag der Rückrunde. Doch das was er gesehen hatte, schien ihn dazu zu veranlassen. Besonders der Start in die Partie verlief aus seiner Sicht „katastrophal“. Nach 13 Minuten lagen die Herberner 0:2 zurück, obwohl sie motiviert ins Spiel gestartet waren.

Zunächst entschied der Schiedsrichter nach einem Foul von Robin Ploczicki, der den Ball unter Bedrängnis kurz vor dem Sechzehner bekam, auf Freistoß. Burgsteinfurts Kapitän Thomas Artmann traf ihn perfekt und setzte ihn über die Mauer hinweg in den linken Winkel, Herberns neuer Keeper Robert Mikulic war chancenlos.

Nur vier Minuten später gab es nach einem Handspiel von Innenverteidiger Nils Venneker Elfmeter – diesmal sorgte Alexander Bügener für das 0:2. Alle guten Vorsätze, nach nicht mal einer Viertelstunde waren sie dahin.

Die Herberner steckten aber zunächst nicht auf. Dennis Närdemann hielt seinen Fuß in eine scharfe Hereingabe von Dennis Hölscher und lenkte den Ball an die Latte (17.). Als Dennis Hölscher den Ball die Linie runter zu Dennis Närdemann spielte und der den Ball zurück in den Strafraum legte, verpasste zunächst Richter. Auch Trapp verfehlte, spitzelte den Ball aber noch zurück auf Richter, der den Ball endlich im Tor unterbrachte.

Und nur eine Minute später hatte Julian Trapp den Ausgleich auf dem Fuß. Er stand am Elfmeterpunkt völlig frei vor dem Steinfurter Tor, doch er setzte den Ball links neben den Kasten (26.). Im Gegenzug streifte ein Schuss von Burgsteinfurts Faria da Silva die Latte. Die Herberner hatten immer wieder mit dem Gegenwind zu kämpfen, Abstöße von Mikulic kamen teilweise direkt retour.

In der zweiten Hälfte hatten sie zumindest den Vorteil des Rückenwindes. Nachdem sich Julian Trapp auf links durchsetzte, war Tim Bröer überrascht, dass dessen Flanke noch bis auf den zweiten Pfosten durchkam und bugsierte den Ball neben das Tor (47.). Nach einer Ecke setzte Venneker das Leder ebenfalls neben das Tor (54.).

Fast im Gegenzug fiel die Entscheidung. Venneker rückte zu früh aus der Kette, verlor den Zweikampf und foulte. Der Schiedsrichter aber ließ weiterlaufen, woraufhin die Herberner aber nicht schnell genug umschalteten. Die Situation nutzte Helio Faria da Silva zum 1:3.

Danach war bei den Gastgebern merklich die Luft raus, ein effektives Aufbäumen Fehlanzeige. Zwar setzte Trapp nochmal einen Kopfball knapp vorbei (65.), größere Chancen blieben aber aus. Der SVB blieb effektiver und aggressiver und traf durch Faria da Silva sogar noch zum 4:1-Endstand (76.).

SVH: Mikulic – Sabe, Venneker (62. Bentrup), Dubicki, Hölscher, Richter, Ploczicki (62. Kaminski), Bröer, Närdemann (72. Eroglu), Lünemann, Trapp

Tore: 0:1 (9.) Artmann, 0:2 (13.) Bügener, 1:2 (25.) Richter, 1:3 (60.), 1:4 (76.) beide Faria da Silva

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