SV Herbern hat beim TuS Haltern nichts zu verlieren

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Dennis Kaminski (rechts) fehlt mit Verdacht auf Leistenbruch

Herbern - Die Enttäuschung über die 1:4-Niederlage gegen den SV Burgsteinfurt zum Auftakt ist langsam gewichen beim SV Herbern. Der Blick ist nun fokussiert auf das Duell gegen den Spitzenreiter TuS Haltern. Zu verlieren gibt es für das unerwartete Kellerkind Herbern eigentlich nichts.

Denn die statistischen Vorzeichen lassen den TuS Haltern eigentlich schon wie den sicheren Sieger aussehen. Spitzenreiter seit dem vergangenen Wochenende, in der Heimtabelle schon länger am Platz an der Sonne.

Der Kontrast zum SV Herbern könnte kaum deutlicher sein. Denn die Herberner finden sich in der Auswärtstabelle an letzter Stelle, den bereits feststehenden Absteiger TuS Dornberg mal ausgenommen.

„Es wird natürlich ganz, ganz schwer für uns, aber wir fahren nicht nach Haltern, um die Punkte dort direkt abzuliefern“, sagt Trainer Christian Bentrup. Den Druck zu punkten gibt es nicht. Denn kaum jemand erwartet, dass für Herbern viel zu holen ist in Haltern. „Ich hoffe, dass die Jungs dadurch ein wenig befreiter aufspielen und endlich zeigen, was sie eigentlich können, wenn sie nicht so übermotiviert oder verkrampft sind“, erklärt der SVH-Trainer.

Der TuS Haltern präsentiere sich mit dem Blick auf die Statistik auf jeden Fall als Aufstiegskandidat bei nur neun Gegentoren. Eins davon machte im Übrigen der SV Herbern – im Hinspiel, dass deutlich mit 1:5 verloren ging. „Das Ergebnis hört sich schlimmer an, als es war. Wir waren dran, haben aber kurz nach der Pause das entscheidende Tor bekommen. Bei der großen Hitze an dem Tag kamen dann nochmal ein, zwei Tore dazu“, so Bentrup.

Bei den wenigen Gegentoren, die Haltern aber insgesamt kassierte, sei es wichtig, das Spiel lange offen zu halten. Denn die offensive Durchschlagskraft scheint bei den Gastgebern auch nicht allzu hoch. 25 Tore stehen auf der Habenseite, gerade einmal vier mehr als bei den Herbernern.

„Wir dürfen nicht in Rückstand geraten und je länger das Spiel offen ist, können wir den ein oder anderen Nadelstich nach vorne setzen“, erklärt der SVH-Trainer.

Personell gesehen bessert sich die Lage aber nicht. Zu den beiden Langzeitverletzten Mondrian Runde und Sebastian Schütte könnte sich möglicherweise bald auch Dennis Kaminski gesellen. Bei ihm besteht der Verdacht auf einen Leistenbruch. Wenn sich am kommenden Dienstag bei einer Untersuchung im Krankenhaus die Befürchtung bewahrheiten sollte, wird er umgehend operiert und würde dann ebenfalls längere Zeit fehlen.

Auch nicht mit dabei ist Marcel Brillowski (Studium). Björn Christ kehrt in den Kader zurück, dafür ist ein Einsatz von Venneker, der unter der Woche angeschlagen war, fraglich.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Stausee-Kampfbahn

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