SV Herbern angelt sich Philip Just

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Philip Just (weißes Trikot) wechselt zum SV Herbern.

Herbern -  Der Landesligist hat sich für die kommende Saison ein Talent von einem benachbarten Liga-Rivalen geangelt. Die Verantwortlichen des abgebenden Vereins sind darüber ziemlich enttäuscht...

Holger Möllers lobt Philip Just in den höchsten Tönen. Der junge Mann verfüge über eine enorme Spielintelligenz, sei so kopfball- wie zweikampfstark, habe den nötigen Ehrgeiz und – das Wichtigste – „er ist Schalke-Fan“. Okay, letzteres sagt der glühende S 04-Anhänger Möllers natürlich nur im Spaß. Bleiben trotzdem noch genug Gründe, wieso sich Herberns Coach über die erste Neuverpflichtung für die kommende Spielzeit freut. 

Möllers hat sehr genau – und auch etwas überrascht – den Werdegang des Defensiv-Allrounders verfolgt: „Dass er gleich in seinem ersten Seniorenjahr so einschlägt, hätte ich kaum für möglich gehalten.“ Nicht eine einzige Minute hat der 19-Jährige beim Ligarivalen VfL Senden bis dato verpasst. 

Umso bitterer ist der Wechsel im Sommer für seinen Noch-Verein. „Enttäuschend“ nennt VfL-Cheftrainer André Bertelsbeck die Personalie. Auch Sendens sportlicher Leiter Taylan Berik räumt ein, „dass wir Philip sehr gern gehalten hätten. Gleichwertigen Ersatz auf der Position zu finden, wird nicht einfach.“

 Im Sportpark ist der Schlaks als Linksverteidiger gesetzt. Möllers kann sich Just aufgrund dessen Körperlänge auch gut im Abwehrzentrum vorstellen – oder unmittelbar davor. Wobei „Philip selbstverständlich weiß, dass er bei uns keine Stammplatzgarantie bekommt“. Anders als bei den personell gebeutelten Sendenern gibt es an der Werner Straße nicht eben einen Mangel an fähigen Defensivleuten. Trotzdem stellt sich der Ascheberger, der bereits für den Nachwuchs der Blau-Gelben aktiv war, der Konkurrenz. Die Gespräche mit dem SVH-Trainerstab seien sehr konstruktiv gewesen, so der künftige Herberner. Eine weitere Rolle dürfte gespielt haben, dass nach wie vor offen ist, ob Bertelsbeck in Senden bleibt und wie der VfL-Kader 2019/20 aussieht.

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