TuRa-Männer holen Pokal, Frauen verlieren deutlich

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Die TuRaner Damian Nowaczyk (l.), Philipp Moog mit der Trophäe.

Bergkamen -  TuRa Bergkamen und Königsborner SV heißen die Handball-Kreispokalsieger der Saison 2013/2014. Die TuRa-Männer besiegten die HSE Hamm mit 34:27 (19:12), die Königsborner Frauen siegten gegen den HC TuRa mit 35:28 35:28 (17:10) .

Pokalfinale Männer: HSE Hamm - HC TuRa Bergkamen 27:34 (12:19). Ohne große Probleme holte sich der HC TuRa Bergkamen in der heimischen Friedrichsbergsporthalle den Kreispokalsieg 2014. Die HSE Hamm wurde klar mit 34:27 in die Schranken verwiesen, TuRa war spielerisch äußerst überlegen. In der Anfangsphase spielten beide Mannschaften scheinbar ohne Abwehrreihe. Nach sechs Minuten stand es schon 6:5 für den HC TuRa Bergkamen, nahezu jeder Angriff war in der Anfangsphase ein Tor. Während die Bergkamener fast mit der vollen Oberligabesetzung (außer Torhüter Carsten Schröder und Allrounder Robin Webers) antraten, reiste der Hammer Verbandsligist mit einer „Pokalkombo“, trainiert vom Trainer der Reservemannschaft Heinz Hunold an. Lediglich sechs Spieler des Kaders des Verbandsligaspitzenreiters standen auf dem Spielberichtsbogen, wobei Torwart Veit Lichtenegger sogar als Feldspieler zum Einsatz kam.

Bilder vom Kreispokal

Handball-Kreispokalfinalspiele in Bergkamen

Über die Verbandsligaspieler der HSE lief dann auch im Prinzip alles. Der Rückraum um die Akteure Nils Korte, Phil Schrage und Marius Schrage sorgte immer wieder durch Einzelaktionen für Torgefahr, so wurde der Spielstand zunächst noch ausgeglichen gehalten. Hinterher wurde die Formation etwas geändert und Phil Schrage kam über die Rechtsaußenposition. Der ehemalige TuRaner war auch auffälligster Spieler bei den Hammern und markierte die meisten Treffer für seine Farben. Doch die Stammkräfte der Verbandsligamannschaft der HSE konnten in der Summe nicht wirklich etwas ausrichten gegen die TuRaner Eingespieltheit. Bergkamen spielte mannschaftlich viel geschlossener, erzielte schon im ersten Durchgang über alle Positionen seine Tore. Bis zum 10:12 blieb HSE noch einigermaßen auf Tuchfühlung, doch dann zog die als Gastmannschaft geführte Truppe von Ingo Wagner das Tempo an. Vor der Pause schraubte sie den Vorsprung noch in die Höhe.

Nach dem Seitenwechsel tauschte HCT-Coach Wagner munter durch, seine Stammspieler Thomas Rycharski oder Damian Nowaczyk saßen einen großen Zeitraum nur auf der Bank. Hamm konnte in einigen Phasen noch einmal auf fünf Treffer verkürzen, letztlich kamen sie aber zu keinem Zeitpunkt als Sieger infrage. Den TuRanern gelang auch wahrlich nicht alles bei eigenem Ballbesitz, letztlich hatten sie aber immer die richtigen Antworten parat. Bester Mann bei der HSE war im zweiten Durchgang neben dem jüngeren Schrage-Bruder Phil noch Keeper Tobias Linnemann. Beim Oberligaletzten war es hinten raus wieder einmal Tobias Weßeling, der mit seinen einfachen Rückraumtoren bester Werfer seines Teams war. Letztlich betrug der Unterschied sieben Treffer.

TuRa: Stork (1.-16. / 46.-60.), J. Domanski (16.-46.) - Nowaczyk (5/1), Moog (1), Reininghaus, Rycharski (5), Weßeling (9), Warias (3), Wiedemann (6/1), Kauer, Fröhling (1), Krohne (3), N. Domanski (1)

Torfolge: 4:5, 10:12, 11:14, 12:19 - 15:21, 20:25, 22:27, 26:33, 27:34

Pokalfinale Frauen: HC TuRa Bergkamen - Königsborner SV 28:35 (10:17). Überraschend klar siegte der Königsborner SV im Kreispokalfinale der Damen in der Halle des Oberligisten HC TuRa. Die Königsborner holten sich damit wie im Vorjahr den Kreispokalsieg und feierten danach entsprechend in der Bergkamener Friedrichsbergsporthalle. Von Beginn an fand Königsborn viel besser in die Partie. Der Rückraum traf in dieser Phase sehr zuverlässig beim Verbandsligaspitzenreiter, andersherum gesprochen bekamen die Bergkamener Torfrauen Momberg und Schäfer nicht allzu viele Torwürfe der Gegenspielerinnen zu fassen. Bei den Bergkamenerinnen kam es immer wieder zu leichten Ballverlusten im Spielaufbau, die Königsborn dann konsequent bestrafte. Bis zur Pause zogen die Unnaer schon auf 17:10 davon, drückten dem Gegner dabei das eigene Spiel auf und markierten zum Ende des ersten Durchgangs auch immer mehr leichte Kontertore. Kurz nach dem Seitenwechsel sah es phasenweise nach einem Bergkamener Debakel aus, als der KSV nämlich mit 24:13 in Führung ging. Doch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit betrieb der Oberligist immerhin Schadensbegrenzung, vor allem Rückraumspielerin Romina Jackenkroll setzte noch einige Akzente.Auch über den Kreis mit Silja Mende-Kamps und später Sandra Wagner wurde noch einiges versucht, letztlich brachten die Bemühungen der Rot-Weißen aber nicht viel mehr als Ergebniskosmetik ein. Bei den späteren Siegerinnen überzeugten insbesondere Linksaußen Ricarda Köppel mit zehn Treffern sowie Anna-Cathrin Raulf im Rückraum.

HC TuRa: Momberg (1.-10. / 36.-60.), Schäfer (10.-36.) - Kneller, Jackenkroll (7), Thielmann (2), Pischel (3), Stecker (3), Mende-Kamps (4), Wagner (5/4), Holz (1), Krogull (2), Weddig (1), Schwinger

Torfolge: 2:3, 5:9, 5:10, 10:17 - 13:24, 17:27, 21:31, 24:33, 28:35

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