Pokal-Halbfinale: TV Werne der klare Außenseiter

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Das erwartete Finale: SuS OberadenTuRa Bergkamen, wie jüngst in der Liga. -

WERNE - Im Halbfinale um den Pokal des Handballkreises Hellweg ist der TV Werne klarer Außenseiter. Der Kreisligist empfängt das Verbandsliga-Team des SuS Oberaden. So ist auch die Konstellation beim Spiel Oberaden II gegen TuRa Bergkamen.

Oberadens Erste gastiert am Samstag ab 16 Uhr in der Linderthalle, Pokalverteidiger TuRa ab 18 Uhr am Römeberg.

Fabian Rensmann und Martin Wulfert, die beiden Werner Torhüter, stehen beim TV 03 im Halbfinalspiel gegen das Oberadener Verbandsliga-Team je eine Halbzeit im Tor. Ihr Ziel: Weniger als 40 Gegentreffer. Das Ziel von Trainer Bernd Hüttemann: „Wir wollen das Spiel relativ offen gestalten.“ Dazu benötigt er eine stabile Abwehr und auch ein sicheres Positionsspiel vorne. „Wir müssen sehen, dass wir möglichst lange Angriffe fahren“, sagt Hüttemann und bemüht eine alte Sepp-Herberger-Weisheit: „Wenn wir den Ball haben, können die keine Tore werfen.“

Außerdem hofft Hüttemann darauf, dass die Oberadener Probleme mit dem Ball bekommen, denn: Es darf in Werne nicht geharzt werden. „Mal sehen, wie die damit zurecht kommen. Das wird vor allem für die Außenspieler schwierig, weil die oft mit gedrehten Würfen arbeiten“, sagt Hüttemann.

Auch wenn die Gäste Personalnot haben, glaubt Hüttemann nicht an ein Wunder: „Ich kenne Ralf Weinberger. Auch wenn er A-Jugendliche mitbringt: Bei ihm wird die beste Sieben auf dem Feld stehen.“ Beim TV fehlt Michael Abdinghoff wegen einer Grippe.

Trotz der personell weiterhin sehr angespannten Situation fährt der SuS Oberaden als klarer Favorit nach Werne. Gegen den drei Ligen tiefer spielenden Kreisligisten wollen die „Cobras“ für den ersten Finaleinzug nach vielen Jahren im Kreispokal sorgen. In den letzten Jahren waren sie stets in der Vorschlussrunde am HC TuRa Bergkamen gescheitert.

Die Vorbereitung bei Oberaden lief anständig; es konnte dreimal in dieser Woche trainiert werden. Für die Partie in Werne setzt SuS-Coach Ralf Weinberger auf die Unterstützung einiger A-Jugendlicher. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle und das Fehlen aus privaten Gründen einiger weiterer Spieler ist die Stammmannschaft des SuS ziemlich ausgedünnt, doch Weinberger formuliert das Ziel für seine Truppe eindeutig: „Wir haben uns die Chance erarbeitet, in das Endspiel zu kommen, und diese wollen wir jetzt auch nutzen.“

Im Halbfinale gegen den HC TuRa I entsteht eine neue Situation für die Reserve des SuS Oberaden. In der Kreisliga geht sie in allen Spielen als klare Favoritin ins Rennen. Bisher wurde die Truppe von Neu-Trainer Björn Grüter den hohen Erwartungen gerecht; sie steht ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze. Nun also die Außenseiterrolle gegen den drei Ligen höher spielenden HC TuRa. „Es ist für uns sicherlich das einfachste Spiel in der Saison, wir haben nichts zu verlieren“, meint Ex-TuRaner Björn Grüter. Er will mit seinem Team versuchen, gegen den deutlich favorisierten Ortsnachbarn so lange es geht mitzuhalten.

Für die TuRaner zählt nur der Sieg: „Bei uns liegt der Fokus ganz klar auf der Meisterschaft. Aber wir möchten auf jeden Fall wieder ins Finale kommen. Gerade nach dem verloren gegangenen Derby letzte Woche wollen wir ein gutes Spiel zeigen“, sagt TuRa-Spielertrainer Thomas Rycharski. Er ließ offen, ob er einige Stammkräfte für die anstehenden Punktspiele gegen RSVE Siegen und OSC Dortmund schonen wird. Beide Seiten müssen auf einen Langzeitverletzten verzichten (SuS: Mario Stratmann, Tura: Niklas Domanski), gehen ansonsten komplett ins Spiel. - myr

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