"Hatte keine Bauchschmerzen" - SVH-Trainer Holger Möllers erklärt seine Rotation im Westfalenpokal 

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"Er macht einfach Bock" - so äußert sich SVh-Trainer Holger Möllers über seinen jungen Angreifer Luis Krampe (vorne)

Herbern – Sieben Änderungen gegenüber dem 2:1-Sieg im jüngsten Meisterschaftsspiel gegen den TuS Altenberge nahm Holger Möllers am Donnerstagabend im Westfalenpokal-Achtelfinale beim 2:0-Sieg gegen die SpVgg Steinhagen vor.

„Vor dem Spiel haben viele gesagt: Das ist ganz schön mutig“, sagte SVH-Trainer Holger Möllers bezogen auf die Reaktionen, die er mitbekommen hatte. Aber dem entgegnet der 48-Jährige: „Wir hatten schon im Sommer bei der Kaderzusammenstellung gesagt, dass es keine B-Elf gibt. Ich hatte auch keine Bauschmerzen und maximales Vertrauen. Sie haben sich im Training immer wieder angeboten“, sagte Möllers. 

Dass sein Top-Torjäger Whitson auf der Bank saß, war allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der 31-jährige Brasilianer, am vergangenen Sonntag noch Siegtorschütze, wurde auf Grund von Oberschenkel-Problemen geschont. „Das wäre grob fahrlässig gewesen, ihn bei so einem intensiven Pokalfight aufzubieten. Wenn er fit ist, wird er am Sonntag in Senden spielen. Denn es gibt kaum einen besseren Stürmer in der Landesliga“, erklärt Möllers.

 So bekamen am Donnerstag zwei andere Spieler in vorderster Reihe ihre Chance – und Nika Amoev und Luis Krampe zahlten das Vertrauen nicht nur mit den beiden Siegtreffern zurück. 

Beispiel Luis Krampe: Der 22-Jährige kam zuletzt in der Reserve zum Einsatz und hatte eigentlich für Donnerstag aufgrund eines Termins an der Uni abgesagt. „Er hat zuletzt wegen seines Studiums nicht trainiert und sollte sich mit dem Einsatz in der Reserve auch in den Rhythmus für das Pokalspiel kommen. Er hatte eigentlich schon abgesagt. Aber als ich ihm gesagt habe, dass er auf jeden Fall von Anfang an spielt, wenn er da ist, hat Luis alles dafür getan, dass er am Platz ist. Der Junge macht einfach Bock und hat ordentlich Theater gemacht“, beschreibt Möllers den engagierten Auftritt des Eigengewächses. 

Westfalenpokal Herbern - Steinhagen 2:0

Beispiel Nika Amoev: „Eigentlich war Nika jetzt mal dran“, sagte Möllers mit Blick auf den Neuzugang von der SG Bockum-Hövel. Der 23-Jährige war vor ein paar Wochen in ein Leistungsloch gefallen und hat sich da durch intensive Trainingsarbeit Stück für Stück herausgearbeitet, so Möllers. „Er hat gefightet wie ein Beserker“, lobte der SVH-Trainer den unermüdlichen Einsatz des Mittelstürmers. Und so waren Amoev und Krampe bereits die ersten Verteidiger, die das Steinhagener Aufbauspiel früh unterbanden. Die wurden so häufig zu ungeliebten langen Bällen gezwungen, die dann wirkungslos verpufften. 

Beispiel Michael Schulte: Der Routinier kam nach seinem auskurierten Muskelriss aus dem Frühjahr bislang sechsmal in der Reserve zum Einsatz und stand am Donnerstag erstmals in dieser Saison in der Startelf des Landesligisten. „In der ‘Zweiten’ hat er ja viel mit seiner Erfahrung gemacht. Aber das Spiel am Donnerstag war von der Intensität her doch etwas anderes“, sagt Möllers. Schulte arbeitete viel im defensiven Mittelfeld, ging bis zu seiner Auswechslung keinem Zweikampf aus dem Weg. Der 31-Jährige hatte sogar die große Chance zum 2:0 kurz vor der Pause, verzog aber freistehend. „Vielleicht fehlen ihm noch zwei, drei Wochen“, sagte Möllers mit Blick auf die schwere Verletzung. 

Und so machten alle Spieler am Donnerstag grundsätzlich klar. „Es kann sich keiner auf die letzten drei Spiele ausruhen. Das Schöne ist, ich mehr Optionen habe“, erklärt Möllers.

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