Bernd Hüttemann hört als Trainer beim TV Werne auf

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Bernd Hüttemann hört als TV-Trainer auf

WERNE - Am Wochenende hatten die Spieler des Handball-Kreisligisten TV Werne spielfrei. Zeit, die Spielern und Vereinsmitarbeitern die Möglichkeit gab, sich von der unerwarteten Nachricht, dass Trainer Bernd Hüttemann den Verein am Saisonende aus privaten Gründen verlässt, zu verarbeiten.

„Es war eine bedrückte Stimmung, aber die Spieler haben meine unumgängliche Entscheidung akzeptiert“, erinnert sich Hüttemann an den vergangenen Donnerstag zurück, als er seinen Spielern davon berichtete, dass er den TV Werne am Saisonende verlässt. „Meine Entscheidung hat nichts mit dem Verein oder der Mannschaft zu tun“, unterstreicht der Trainer.

Er werde zukünftig aus privaten Gründen nicht mehr genügend Zeit haben, die Mannschaft zu trainieren, erklärt Hüttemann. Am Saisonziel, dem Erreichen des dritten Platzes, soll seine Entscheidung allerdings nichts ändern. „Wir haben dieses Ziel gemeinsam gestaltet und wollen es zusammen erreichen. Wenn wir so weiter spielen wie bisher, sehe ich auch keine Schwierigkeiten, dieses Ziel zu erreichen“, betont der Trainer des derzeitigen Tabellenfünften.

Wer seine Nachfolge antritt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen. „Ich habe natürlich mit dem Vorstand darüber gesprochen, wie ich mir einen Trainer für die nächste Spielzeit vorstellen könnte. Da muss nicht unbedingt eine interne Lösung gefunden werden, es kann auch gut ein externer Trainer das Team übernehmen. Letzlich trifft diese Entscheidung aber der Verein“.

Wenn am 9. Mai das letzte Ligaspiel angepfiffen wird, hat Hüttemann den TV dreieinhalb Jahre gecoacht. „Das war eine gute und erfolgreiche Zeit. Aufgrund besonderer Auf- und Abstiegsregeln haben wir es geschafft, in die Kreisliga aufzusteigen. Im ersten Jahr haben wir uns dort schon gut präsentiert und den sechsten Platz erreicht. Im Jahr danach war es dann der vierte Platz – es ging also ständig nach oben“, bilanziert Hüttemann.

Nicht immer ein einfacher Weg. „Wir haben immer wieder personelle Rückschläge verkraften müssen – beispielsweise zu Beginn dieser Saison, als uns fünf Spieler verlassen haben.“ Hüttemann gab daher dem Nachwuchs eine Chance. „Wir haben zwei 17-Jährige und drei 18 beziehungsweise 19-Jährige im Kader. Denen muss man auch die Zeit geben, zu reifen und sich in die Mannschaft zu integrieren“.

Dieses funktioniere bislang gut und ohne Aufregung. „Auch eine Tatsache, die für das gute Klima innerhalb dieser Mannschaft spricht“, lobt der 54-Jährige sein Team. - chv

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