Viele Fragezeichen bei den TV-Frauen

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Die Zukunft von Top-Torjägerin Linde Hillebrand beim TV Werne ist mehr als ungewiss.

WERNE -  Am Sonntag haben die Werner Handballerinnen ihr letztes Spiel der Saison 2013/14 in der Bezirksliga erfolgreich bestritten und ihr Minimalziel Platz vier erreicht.

Nachdem Trainer Christian Uhlenbruch bereits vor wenigen Wochen sein Ausscheiden bekannt gab, stehen nun viele Fragen offen die sowohl die Trainer- als auch Spielerinnensituation betreffen.

Mit dem Abschied von Uhlenbruch übernahm Co-Trainer Fabian Schwenk das Team für die letzten Partien. Er zieht eine durchaus positive Bilanz aus der Entwicklung der Handballdamen. „Wir haben vor allem zum Ende der Saison gezeigt, dass wir oben mitspielen können. Beim Sieg gegen den Aufsteiger TV Unna hat man die tolle Entwicklung der Mannschaft gesehen, die besonders der Kampfgeist ausmacht“, so Schwenk. Er betont aber auch, dass das Team im Laufe der Saison einfach zu viele Punkte speziell gegen die Top-Teams hat liegen lassen, die am Ende den Aufstieg gekostet haben.

Zu seiner Zukunft beim TV kann Schwenk aber noch nichts Konkretes sagen, denn die Gespräche zwischen Vorstand und Trainern laufen noch. „Fabian hat sich durchaus optimistisch für eine gemeinsame Zukunft geäußert. Wir sind aber auch noch in Verhandlungen mit anderen Trainern“, erklärt der erste Vorsitzende der Handballabteilung, Markus Steinhoff. Es seien auch schon erste Gespräche für Termine zum Probetraining gelaufen, mehr könne Steinhoff vorerst aber nicht verraten.

Doch nicht nur die Trainersituation bereitet dem TV Probleme. Auch viele Spielerinnen ließen ihre Zukunft beim Werner Verein vorerst offen. Einzig die 27-jährige Toptorjägerin Linda Hillebrand ist sich ihrer Sache sicher und gab vor einigen Wochen bekannt, dass sie sich eine Auszeit auf vorerst unbestimmte Zeit nimmt.

„Was danach sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ob ich die Schuhe für den TV in wenigen Monaten wieder schnüre oder woanders hin gehe, weiß ich jetzt noch nicht“, so Hillebrand, die seit 20 Jahren für den TV spielt. Während sie sich schon entschieden hat, steht der Verlauf der nächsten Saison für Katharina Schulz, Miriam Siebels, Sarah Stengl und Melina Kalwey noch nicht fest.

Schulz will sich erst einmal richtig auskurieren und fit werden. „Wenn ich wieder richtig gesund bin, werde ich gucken, wie es für mich weiter geht“, so die 25-Jährige. Für die drei anderen Spielerinnen steht die Frage nach Studium, Ausbildung oder FSJ noch offen, sodass keine mit Sicherheit sagen kann, dass sie kommende Saison für den TV auf der Platte steht. Betont haben aber alle, dass sie alles versuchen, um dem Heimatverein treu zu bleiben. Alle anderen Spielerinnen ließen vorerst keine Zweifel daran, dass sie zur Vorbereitung in einigen Wochen wieder in der Halle stehen. - mk

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