TuRa bleibt Team der Stunde, Oberadens Heimserie reißt

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Sebastian Pohl (Mitte) und der SuS Oberaden streben heute gegen Recklinghausen den siebten Sieg im siebten Heimspiel an.

BERGKAMEN -  Der Einstand ins neue Jahr ist geglückt, die Serie auf 11:1-Punkte ausgebaut. Der HC TuRa Bergkamen bleibt in der Verbandsliga 2 aktuell die Mannschaft der Stunde und rollt das Feld weiter von hinten auf – am Freitag gab es ein 35:30 (19:17)-Erfolg gegen das Schlusslicht. Beim Ortsrivalen SuS Oberaden ist hingegen am Samstag die Heimserie gerissen...

Verbandsliga 2: HC TuRa Bergkamen – Borussia Höchsten 35:30 (19:17). In der Partie gegen Borussia Höchsten entwickelte sich in der Anfangsphase eine zerfahrene Partie. In den ersten zehn Minuten agierten beide Teams quasi ohne Deckungsspiel. So stand es nach zweieinhalb Minuten beispielsweise 4:3, nach acht Minuten schon 8:7.

Die Bergkamener überzeugten vorne mit einer sehr erfolgreichen zweiten Welle und schnellen Mitte.

Es waren immer wieder die beiden Halbspieler Terbeck und Bicker, die in der Anfangsphase einfache Treffer erzielten. Aber auch die Gäste spielten mutig mit und suchten vorne die Entscheidungen. Aktivposten bei den Dortmundern waren Philipp Jörres auf Halblinks und David Fischer auf der Mitte.

Erstmal hatte der HC TuRa beim 11:8 die Chance, sich deutlicher vom Gegner abzusetzen. Doch die Rot-Weißen ließen jetzt gleich mehrere Großchancen in Serie liegen, so dass Höchsten bis zum Pausenpfiff auf zwei Tore dran blieb. Nach dem Seitenwechsel gelang dem Tabellenletzten sogar zügig der Ausgleich zum 19:19. Bis zum 23:23 blieb es bei dem Unentschieden.

Erst jetzt wurden die Hausherren wieder sicherer in ihren Aktionen. Im Angriff übernahmen Nowaczyk, Webers und Warias Verantwortung und stellten den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Die vielleicht spielentscheidende Szene gab es beim 26:23: Kevin Stork im TuRa-Tor parierte erst einen Siebenmeter und anschließend noch den Nachwurf. In der Folgezeit tat sich Höchsten sichtlich schwerer mit dem Torewerfen aus dem Rückraum. In der Schlussphase machte es der HC TuRa clever und brachte den Sieg sicher über die Runden. „Klar war das spielerisch keine Glanzleistung von uns, aber ich bin mit dem Sieg zufrieden. Für das erste Spiel im neuen Jahr war das ok, wichtig sind die zwei Punkte“, freute sich Spielertrainer Thomas Rycharski.

HC TuRa: Domanski (1.-26.), Stork (26.-60.) – Nowaczyk (9/1), Terbeck (6), Reininghaus, Fröhling, Webers (6), Bicker (6), Moog (1), Kauer (n.e.), Warias (4), Trost (1), Quardon (n.e.), Rycharski (2)

Torfolge: 4:3, 7:6, 11:8, 12:9, 19:17 – 19:19, 23:23, 26:23, 30:27, 35:30

SuS Oberaden – PSV Recklinghausen 27:30 (14:15). Der SuS Oberaden hat am Samstag seine erste Heimniederlage seit März 2014 hinnehmen müssen und verlor zudem mit Keeper Stefan Vogel noch einen ganz wichtigen Spieler.

Nach den 60 Minuten wussten die SuS-Verantwortlichen nicht recht, worüber sie sich mehr ärgern sollten. Über die ziemlich dürftige Leistung der eigenen Mannschaft, die zu keinem Zeitpunkt ausreichte, um den Tabellen-zwölften aus Recklinghausen in Verlegenheit zu bringen. Oder über die Tatsache, dass sich mit Torwart Vogel der dritte Akteur in dieser Saison während eines Spiels eine Knieverletzung erlitt.

Eine genaue Diagnose steht bei Vogel, der Mitte der zweiten Halbzeit bei einer Parade den Halt verlor und anschließend direkt ins Krankenhaus gebracht wurde, noch aus. Oberadens zweiter Keeper Marc Menge stand nach der Verletzung des Kollegen im Tor und war anschließend auch der beste SuS-Akteur auf der „Platte“. Dabei gelang Mitte der zweiten Halbzeit fast gar nichts mehr in der Oberadener Offensivreihe, so dass Recklinghausen auf sieben Treffer enteilte.

Schon im ersten Durchgang passte es einfach nicht bei den „Cobras“. In der Deckung standen sie immer wieder zu passiv, gestatteten dem PSV immer wieder leichte Treffer aus dem Rückraum. Vorne spielte sich der einstige Aufstiegskandidat aus Bergkamen zwar gute Chancen heraus, vergab aber einige Würfe unkonzentriert.

So war der knappe Pausenrückstand ebenso verdient wie das bereits entscheidende 18:25 nach 48 Minuten. In den letzten Minuten holte Oberaden dank des guten Keepers und schnell abgeschlossener Angriffe zwar ein paar Tore auf, doch ein Punktgewinn wäre nicht verdient gewesen. Trainer Ralf Weinberger war nach dem Spiel bitter enttäuscht und auch geschockt über dennächsten Ausfall: „Es wird nicht einfacher werden, wenn Stefan jetzt auch noch fehlen sollte. Wir haben das Spiel heute verloren, weil wir auf allen Positionen verteilt bestimmt zehn Hundertprozentige liegen gelassen haben.“

SuS Oberaden: Menge (1.-16./43.-60.), Vogel (16.-43.) – Schumacher (2), Herold (4/2), Fehring (5/2), Stratmann, P. Stennei (2), Pohl (5), B. Stennei (4), Schichler (1), Neureiter (4), Neese, Notthoff, Pechinger

Spielverlauf: 2:3, 4:7,13:13, 14:15 – 17:21, 18:25, 23:27, 27:30 - myr

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