HC TuRa ist der Derby-Favorit

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Vor ausverkauftem Haus treffen TuRa und Oberaden auch diesmal im Derby aufeinander.

BERGKAMEN - Es ist wieder Derbyzeit in der Handballstadt Bergkamen: Der SuS Oberaden empfängt am Freitag den HC TuRa zum zweiten Verbandsliga-Stadtduell in dieser Saison.

Das erste Aufeinandertreffen endete im November mit einem überraschend deutlichen 31:23-Heimsieg für den HC TuRa.

Die Rot-Weißen hielten Oberaden mit tollem Umschaltspiel und konsequenter Deckungsarbeit in Schach. Vor dem Rückspiel hat sich die sportliche Konstellation gewandelt.

Denn die Gäste vom Friedrichsberg haben zuletzt eine beeindruckende Serie hingelegt. 15:1-Punkte holte die Mannschaft von Spielertrainer Thomas Rycharski aus den letzten acht Spielen und hat sich von einer grauen Mittelfeldmaus zum heißen Anwärter auf die Oberliga-Rückkehr entwickelt. Für Rycharski selbst ist das eine tolle Entwicklung: „Es macht mir tierisch Spaß mit den Leuten. Ich finde es schon klasse, wie sich diese Mannschaft nach dem Umbruch im letzten Sommer entwickelt hat. Wichtig ist, dass wir ohne Verletzungen bleiben und als Team weiter die nächsten Schritte gehen können. Ob es am Ende für ganz oben reichen wird, weiß ich nicht.“

Stichwort Verletzungen: Ohne Ausfälle wäre auch der SuS Oberaden liebend gerne durch die Saison marschiert. Doch das Gegenteil ist der Fall. Am siebten Spieltag grüßten die „Cobras“ nach dem 28:27-Sieg gegen den RSVE Siegen von ganz oben. Doch in den Winterwochen rissen bei Mats-Yannick Roth, Pascal Wix und Stefan Vogel die vorderen Kreuzbänder. Hinzu kommt eine Schulterverletzung von Top-Torjäger Bastian Stennei, der ebenfalls vor einer langen Ausfallzeit steht.

Seit dem Siegen-Spiel holte der SuS nur noch 5:11-Punkte und verschwand folgerichtig im Mittelfeld der Tabelle. Natürlich führt Trainer Ralf Weinberger das große Verletzungspech als Grund für den Abwärtstrend an, will das aber nicht ständig als Entschuldigung wiederholen: „Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch. Es lässt sich jetzt aber nicht ändern, wir müssen diese Situation so gut es geht bewerkstelligen.“

Großer Respekt auf beiden Seiten

Beide Mannschaften begegnen sich mit großem Respekt. „Okay, die Favoritenrolle liegt jetzt vielleicht bei uns“, sagt Thomas Rycharski, „aber es ist immer noch ein Derby, wo um jeden Zentimeter gekämpft wird. Wer auch immer bei denen fehlt: Alle, die noch da sind, können auch Handball spielen.“

Ralf Weinberger schaute sich den HC TuRa mehrfach auf Video an und lobt dessen Entwicklung: „Sie haben sich in den letzten Monaten immer besser gefunden und einige Schritte nach vorne gemacht. Die Ergebnisse sprechen ja für sich.“

Personell spricht alles eindeutig für den HC TuRa. Die Bergkamener mussten nur einige Blessuren versorgen und treten in Bestbesetzung an. Beim SuS fehlen definitiv Roth, Wix, Vogel und Bastian Stennei.

Oberadens Trainer nimmt daher die Außenseiterrolle an, sagt aber mit einem Augenzwinkern: „Ob wir jetzt gegen TuRa oder gegen den THW Kiel spielen. Erst einmal wollen wir jeden Gegner schlagen. Was die Ausführung angeht, ist wieder eine andere Frage.“ Einen konkreten Tipp gibt er nicht ab.

Rycharski tippt auf ein 30:27 für seine Farben und freut sich auf den Rahmen: „Es ist etwas ganz anderes, vor 700 oder 800 Leuten zu spielen – für beide Mannschaften. Das macht jedem Sportler noch einmal mehr Spaß.“ Der Ex-Bundesligaprofi erwartet eine umkämpfte Partie. Beide Coaches hoffen auf eine gut gefüllte Halle. Die Gastgeber bitten die Zuschauer um eine frühzeitige Anreise.

Anwurf: Freitag (6. Februar), 20.30 Uhr, Römerberghalle - myr

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