30:30 – HC TuRa trotzt Ferndorf Punkt ab

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Alexander Bicker erzielte gegen Ferndorf drei Tore für den HC TuRa.

BERGKAMEN -  Damit hatte am Abend in der Friedrichsbergsporthalle keiner mehr gerechnet: Der HC TuRa Bergkamen knöpfte dem Tabellenzweiten TuS Ferndorf II nach furiosen Schlussminuten einen Punkt ab, spielte 30:30 (11:13).

Weniger als zwei Minuten waren noch zu spielen, da führte der Gast aus Ferndorf noch mit vier Toren Vorsprung, zwischenzeitlich waren es sogar sechs.

Warias verkürzte dann vom Kreis auf 27:30. In den letzten 80 Sekunden spielte Bergkamen „Alles oder Nichts“ und arbeitete mit offensiver Manndeckung. Und tatsächlich kamen die Gastgeber noch dreimal an den Ball. Zweimal wurde nach einem schnellen Gegenstoß zum 29:30 getroffen (Trost und Rycharski), für den letzten Angriff hatten die Rot-Weißen sogar noch 17 Sekunden Zeit.

Nach einer Auszeit wurde Damian Nowaczyk auf Linksaußen freigespielt. TuRas Nummer zwei, mit sieben Treffern der Mann der zweiten Halbzeit, netzte vier Sekunden vor Ende ein – zum umjubelten ersten Ausgleichstreffer seit dem frühen 2:2.

Dieser spektakulären Schlussphase war ein für Verbandsliga-Verhältnisse müdes Spiel vorausgegangen. TuRa verschlief die Anfangsphase; sinnbildlich dafür das 0:1 nach drei Sekunden, als Ferndorfs Mittelmann Benjamin Reh Keeper Stork mit einem Wurf vom Mittelkreis überraschte.

Bergkamen wirkte im Angriff recht ideenlos, konnte sich diesmal auch nicht auf die Wurfkraft seiner Halben Bicker und Terbeck verlassen, die sich einige unvorbereitete Würfe nahmen. Nach 15 Minuten stand es gerade einmal 2:5 aus TuRa-Sicht, ehe sich Spielertrainer Rycharski erstmals selber einwechselte und mit zwei Toren für das erste Hallo-Wach-Erlebnis sorgte.

Auf Seiten der Gäste überzeugten Rückraumspieler Ronge und Rechtsaußen Haupt mit sehenswerten Wurfquoten. Ferndorf ließ dann beim Stand von 6:11 leichtfertig viele Angriffe liegen. TuRa konterte stark, so dass bis zum Seitenwechsel immerhin ein 11:13 zu Buche stand.

Im zweiten Durchgang gab’s zunächst ein ähnliches Bild. Ferndorf war erst spielbestimmend und mit sechs Toren vorne (23:17), spielte dann aber zu lässig, was Rycharski gar als „etwas arrogant“ bezeichnete.

n den letzten zehn Minuten wurde Bergkamens Kampfgeist noch mal richtig geweckt, die Hausherren belohnten sich selber mit den tollen vier Toren am Ende. „Die Mannschaft hat eine super Moral gezeigt. Man hat heute wieder gesehen: man darf sich nie zu sicher sein“, meinte Rycharski erleichtert.

HC TuRa: Stork (1.-26. / 47.-60.), J. Domanski (26.-47.) – N. Domanski (2), Nowaczyk (9/2), Trost (5), Terbeck (2), Reininghaus, Fröhling, Webers, Moog (3), Warias (4), Rycharski (2), Bicker (3)

Bester Spieler: Nowaczyk

Torfolge: 2:1, 4:8, 6:11, 11:13 - 14:18, 14:20, 17:23, 20:24, 26:30, 30:30

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