Nach 18 Jahren: Ralf Weinberger hört beim SuS Oberaden auf

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Oberadens Ralf Weinberger

(Update) Bergkamen -  Eine Ära wird in diesem Frühjahr enden. Denn mit dem Abschluss der Saison 2015/2016 hört Ralf Weinberger nach fast 20 Jahren als Trainer beim Verbandsligisten SuS Oberaden auf. Das gab Manfred Heinz, der Vorsitzende der SuS-Handballer, am Donnerstag bekannt – und damit eine Woche vor dem Derby am Freitag kommender Woche gegen den HC TuRa Bergkamen in der Römerberghalle.

In seiner Stellungnahme heißt es: „Der Vorstand der Handballabteilung des SuS Oberaden und der langjährige Trainer der ersten Mannschaft, Ralf Weinberger, haben einvernehmlich beschlossen, ihre Zusammenarbeit nach der laufenden Saison zu beenden.“

Auf Heinz kommt nun eine ungewohnte Situation zu: „Ralf ist seit etwa 18 Jahren hier Trainer, ich seit 20 Jahren Vorsitzender. Es ist also schon ziemlich lange her, dass ich einen Trainer suchen musste“, erklärt Heinz. Und auch wenn „Ralli ein guter Freund ist, mit dem ich schon zusammen das Abitur gemacht habe“ – nun sei der Zeitpunkt gekommen, getrennte Wege zu gehen.

Der Verein werde sich bei der Trainersuche die notwendige Zeit nehmen, entsprechend werden die Verantwortlichen der SuS-Sparte in den nächsten Wochen einen Nachfolger, der in die großen Fußstapfen seines Vorgängers treten wird, präsentieren. „Wir wissen, dass das nicht einfach wird. Denn Ralf ist ein ausgewiesener Fachmann“, sagt Heinz über den 56-Jährigen. Dennoch habe es eine gewisse Abnutzung gegeben.

Nachfolger muss in große Fußstapfen

„Es ist doch klar: Wenn ich nach 18 Jahren jetzt in die Kabine komme, dass ich nicht immer die neuesten Ideen habe“, sagt Weinberger. „Er hat sich nichts vorzuwerfen, sonst hätten wir eher reagiert. Es soll frischer Wind reinkommen und ein neuer Kapitän das Ruder übernehmen“, ergänzt Heinz.

Weinberger ist seit 30 Jahren ununterbrochen Handball-Trainer. „Das ist auch stressig und zeitaufwändig“, will sich der bisherige Trainer vermutlich zunächst zurückziehen. „Ich habe nichts in der Hinterhand. Ich sage aber auch nicht, dass ich nichts mehr machen werde“, so Weinberger.

„Ich habe nichts in der Hinterhand“

Die Spieler des abstiegsbedrohten Tabellen-Elften der Verbandsliga 2 und der Verein seien sich bewusst, dass sie ihrem Trainer viel zu verdanken hätten, heißt es weiter. „Wir sind über viele Jahre durch dick und dünn gegangen und haben gemeinsame Erfolge errungen, beispielsweise die Aufstiege in die Oberliga oder zuletzt vor vier Jahren zurück in die Verbandsliga“, erklärt Heinz.

In der Vorsaison hatte die Verletzungsmisere mit drei Kreuzbandrissen bei Leistungsträgern ein besseres Abschneiden verhindert und auch aktuell leidet der SuS unter dem Ausfall wichtiger Akteure wie etwa Pascal Stennei.

Die Spieler wurden bereits über den Schritt informiert. „Der Stamm der Mannschaft bleibt in der kommenden Saison zusammen“, hat Manfred Heinz bereits eine wichtige Rückmeldung bekommen.

Im Moment komme es in erster Linie darauf an, dass die Mannschaft zusammen mit Trainer Ralf Weinberger, die notwendigen Punkte zum Klassenverbleib in der Verbandsliga hole, heißt es in einer Pressemitteilung seitens des Vereins. „Wir werden mindestens 23 Punkte brauchen. Wir haben aber viele Konkurrenten bei uns zu Gast. Deswegen bin ich davon überzeugt, dass wir das schaffen“, sagt Heinz. Aktuell haben die Grün-Weißen 15 Zähler auf der Habenseite und damit drei Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Westfalia Herne. „Die Liga spielt so ein bisschen verrückt. Unser einziges Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Weinberger. Denn er will seinem Nachfolger einen Verbandsligisten übergeben.

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