HC TuRa enttäuscht, Oberaden gewinnt Derby verdient

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Szene aus dem Verbandsliga-Derby: Schuchtmann setzt sich gegen Terbeck durch, Trost und Herold beobachten das aus der Distanz.

Bergkamen - Der SuS Oberaden hat am Abend seine Derbybilanz gegen den HC TuRa Bergkamen weiter aufpoliert – mit einem 27:22-Heimerfolg (13:12) vor mehr als 800 Zuschauern am Römerberg.

Das Team von Ralf Weinberger feierte nach zuletzt vier Niederlagen einen Big Point im Kampf gegen den Abstieg aus der Verbandsliga, während Thomas Rycharski und seine Mannen den Tabellenführer RSVE Siegen weiter aus den Augen verlieren.

„Dass unser Sieg verdient ist, darüber müssen wir nicht reden. Wir haben eigentlich von Anfang an geführt. Unser Pfund war heute unsere Abwehr mit zwei starken Torhütern“, meinte Ralf Weinberger, der mit Pascal Wix, Benny Neureiter, Pascal Stennei (alle verletzt) und Stephan Schichler (gesperrt) vier Leute ersetzen musste.

„Wir hatten 18 technische Fehler und haben vorne noch zwölf bis 15 Stück verballert, da kannst du ein Spiel nicht gewinnen“, sagte Thomas Rycharski, der entsprechend mit der Offensivleistung überhaupt nicht einverstanden war: „22 Tore sind ein bisschen wenig.“

In der Anfangsphase legte der HC TuRa noch vor. Dreimal brachte Damian Nowaczyk sein Team in Führung, dreimal glichen die Gastgeber aus. Bis zum 5:5 hielten die Bergkamener das Ergebnis ausgeglichen, dann sorgten Pohl und Rossfeldt mit ihren Toren für die erste Oberadener Führung (7:5). Und die gab der SuS bis zur Schlusssirene nicht mehr ab.

Schon in dieser Phase wirkten die TuRaner ausgesprochen hektisch, leisteten sich ein halbes Dutzend leichte Fehler im Aufbauspiel. Die Oberadener zogen erstmals mit vier Toren davon (11:7), wirkten aber auch nicht immer sicher. So kassierten sie in Überzahl Tore von Moog und Nowaczyk, die auf 12:10 verkürzten. Und TuRas Bester, Florian Schoesse, brachte sein Team zur Pause auf 13:12 heran.

Doch für eine Wende waren die Bergkamener einfach zu schwach. Oberaden stand sicher in der Deckung, nahm dem Bergkamener Rückraum die Wirkung. TuRa versuchte es verzweifelt durch die Mitte – vergebens, zumal erst Matthias Massat, dann Börge Klepping den Kasten ziemlich dicht machten.

Die Oberadener bauten so die Führung aus – zunächst auf drei (16:13), dann auf vier (20:16) und in der 54. Minute mit Tim Fehrings Siebenmeter sogar auf fünf Tore (25:20). Der HC TuRa versuchte es noch einmal mit einer offenen Manndeckung und bekam auch Chancen, doch Klepping parierte sich da in einen kleinen Rausch. „Wir hatten sicher noch einmal die Chance, wieder heranzukommen“, meinte Thomas Rycharski. Doch nur Schoesse traf in den letzten vier Minuten noch für den enttäuschenden HC TuRa.

SuS: Massat (1.-43.), Klepping (43.-60.) – Hajduk, Köhler, Herold 5, Fehring 7/3, Schuchtmann 1, Pohl 7, Roth 2, Mork 1, B. Stennei 2, Krock, Rossfeldt 2

TuRa: Stork (1.-60.), Presch – Nowaczyk 7/4, Moog 1, Reininghaus, Terbeck 3, Baykan, Kauer, Trost 3, Bicker 1, Wiedau, Domanski, Schoesse 7

Spielfilm: 0:1, 5:5, 7:5, 11:7, 12:10, 13:12 – 15:12, 18:15, 21:18, 24:19, 26:21, 27:22

Beste Spieler: Massat, Klepping, Pohl – Schoesse

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