SuS hat das Siegen verlernt – TuRa will Serie ausbauen

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Oberadens Pascal Stennei (rechts) versucht hier seinen Teamkollegen Benny Neureiter am Kreis anzuspielen.

BERGKAMEN - Auch das dritte Spiel im Jahr 2015 kann der SuS Oberaden in der Verbandsliga nicht gewinnen. Vor heimischer Kulisse setzte es am Freitagabend gegen den Tabellenletzten TuS Borussia Höchsten beim 24:24 (9:12) um ein Haar sogar eine Niederlage. Der HC TuRa will am Samstagabend gegen Haltern-Sythen daheim nachlegen.

Verbandsliga 2, Männer: SuS Oberaden – Borussia Höchsten 24:24 (9:12). Von Beginn an taten sich beide Mannschaften mit dem Torewerfen schwer. Nach zehn Minuten stand es gerade einmal 2:2, beide Teams ließen dabei gute Möglichkeiten liegen.

Der SuS Oberaden mutete im Offensivspiel seinen Zuschauern dabei einiges zu – im negativen Sinne. Ganze sechs Bälle wurden im weiteren Spielverlauf ohne Not ins Aus geworfen, insgesamt kamen 25 Angriffsversuche der „Cobras“ nicht am Borussen-Tor an.

Immerhin: In der Defensive standen die Hausherren einigermaßen kompakt. Im eins gegen eins wurden viele Zweikämpfe gewonnen, auch als Verbund wurde gut gearbeitet. Da sich die Gastgeber mit dem Torewerfen an diesem Abend aber so schwer taten, war ein Drei-Tore-Rückstand zur Pause nur folgerichtig.

„Es hapert am Kombinationsspiel“

„Das Kombinationsspiel war sonst immer unsere große Stärke. Daran hapert es momentan gewaltig. Das hat mehrere Gründe. Wenn das dann nicht so funktioniert, bekommen wir gegen jede Mannschaft in dieser Liga Probleme“, musste SuS-Trainer Ralf Weinberger feststellen.

Höchsten bekam natürlich immer mehr Zutrauen und stellte fest, dass an diesem Abend auf jeden Fall ein Auswärtssieg drin ist. Nach dem Seitenwechsel folgte eine kurze Drangperiode der Oberadener, in der kurzzeitig der Eindruck entstand, dass eine Wende herbeigeführt werden könnte. Aus dem 9:13 wurde ein 13:13 gemacht. Und von da an blieb es eng. Der SuS ging aber nicht ein einziges Mal in Führung – eben aufgrund der genannten Unzulänglichkeiten im Angriffsspiel.

Als dann eine Sechs-gegen-Vier-Überzahl nicht genutzt wurde und Höchsten weitere Unkonzentriertheiten in der SuS-Deckung durch Spielertrainer Tobias Genau klug ausnutzte, schien die Partie endgültig verloren.

Bastian Stennei und Bastian Herold stellten zumindest noch mit ihren letzten Toren auf 24:24, der letzte Wurf der Höchstener wurde von Marc Menge im Tor gehalten.

„Wir trainieren seit Wochen nicht mehr so, wie wir es am Anfang konnten. Das soll keine Entschuldigung sein, aber man merkt das einfach in jedem Spiel“, musste Trainer Ralf Weinberger am Ende froh sein, überhaupt noch einen Punkt geholt zu haben.

SuS: Menge (1.-60.), Caspari (n.e.) – Pechinger (n.e.), Schumacher (1), Herold (8/4), Fehring (3), Stratmann (n.e.), P. Stennei (1), B. Stennei (3), Schichler, Neureiter (2), Notthoff (1), Neese, Pohl (5)

Torfolge: 3:2, 8:8, 9:12 – 9:13, 15:15, 18:20, 24:24

HC TuRa Bergkamen – HSC Haltern-Sythen. Keine Mannschaft ist aktuell in der Verbandsliga länger ungeschlagen als der HC TuRa Bergkamen. Die tolle Serie von 11:1-Punkten soll auch gegen den HSC Haltern-Sythen ausgebaut halten.

Die Stimmungslage bei den TuRanern ist im Moment eine sehr positive. Die Ergebnisse stimmen seit drei Monaten auf ganzer Linie, der Tabellenplatz mittlerweile auch wieder. Die Mannschaft vom Friedrichsberg ist vor dem Rückrundenstart Tabellenfünfter und tritt heute Abend gegen den punktgleichen Tabellendritten aus Haltern am See an.

Im Falle eines Sieges winkt ebendieser dritte Tabellenrang, spätestens dann hätte sich Bergkamen zurückgemeldet im Rennen um den direkten Wiederaufstieg, in dem die Hauptkonkurrenten weiterhin OSC Dortmund und der TuS Ferndorf II sind. Thomas Rycharski stellte für die nächsten Wochen seinen ganz eigenen Fahrplan auf: „Wir haben jetzt bis März fünf absolute Knallerspiele hintereinander. Wenn wir davon drei verlieren, ist der Zug nach oben abgefahren. Wenn wir aber gut punkten in diesen Wochen, ist alles drin für uns.“ Der Spielertrainer des HC TuRa weiß, an welchen Stellschrauben seine Sieben noch drehen muss im Vergleich zum mäßigen Jahresstart gegen den Letzten TuS Höchsten am vergangenen Freitag. Besonders die Abwehrreihe will Rycharski stabilisiert sehen, hier beobachtete er zu viele einfache Fehler im Stellungsspiel.

Gerade gegen das torgefährliche Rückraumtrio der Halterner um Alexander Mazur, Julian Schrief und Markus Engberding ist ein diszipliniertes Abwehrverhalten unabdingbar. Personell gibt es keine Probleme beim Fünften der Verbandsliga. Nachdem sich Linkshänder Mirko Kauer in der Vorwoche wieder einsatzbereit zurückgemeldet hat, können die Bergkamener mit „voller Kapelle“ in die Spiele gehen.

Anwurf: Samstag, 19.15 Uhr, Friedrichsberg

Der HC TuRa Bergkamen beginnt am Samstag während des Heimspiels mit dem Vorverkauf der Eintrittskarten für das Derby beim SuS Oberaden. Anwurf ist dafür am Freitag, 6. Februar, um 20 Uhr. - myr

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