Oberaden schockt Liga-Zweiten – HC TuRa hofft auf die Wende

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Der SuS Oberaden – hier mit Stephan Schichler –schockte am Abend den OSC Dortmund.

BERGKAMEN - Mit 25:24 (11:11) besiegte der SuS Oberaden am Abend im Punktspiel der Handball-Verbandsliga den Tabellenzweiten OSC Dortmund. Derweil hofft der HC TuRa Bergkamen nach drei Pleiten auf die Wende.

Nach einem tollen Fight und dank eines überragenden Marc Menges im Tor sammelte der SuS Oberaden zwei unverhoffte und wichtige Pluspunkte.

Viel hatte sich der SuS Oberaden vorgenommen für die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten. Nach zwei Auswärtsklatschen waren die „Cobras“ gewillt, vor heimischer Kulisse wieder für ein erfreuliches Ergebnis zu sorgen.

Keeper Marc Menge der überragende Spieler

Gegen die Dortmunder zeichnete sich im ersten Durchgang schon eine sehr enge Begegnung ab. Kein Team setzte sich mit mehr als zwei Treffern ab, wobei meistens die Gäste mit einem Tor in Führung lagen. Einzig beim 3:2 und 5:4 durch Pascal Stennei und beim 8:7 durch Sebastian Pohl gingen die Hausherren knapp in Front.

Bester Oberadener war im ersten Durchgang Keeper Marc Menge, der ebenso wie sein Gegenüber Julian Stumpf einige Bälle aus dem Rückraum vereitelte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ der SuS dann zunächst einige Chancen ungenutzt, weiter als mit zwei Treffern davon zu ziehen. Beim 15:13 hatte der SuS dreimal die Chance auf weitere Treffer, nutzte die Gelegenheiten aber nicht. So drehte der kampfstarke Gast nach 47 Minuten den Spielstand und führte plötzlich mit 20:19.

Oberaden wich aber nicht mehr von seinen Vorgaben ab, vorne geduldig zu spielen und sich hinten auf die Eins-gegen-Eins-Situationen zu konzentrieren. Im Tor half Keeper Menge seinen Farben mit weiteren Paraden weiter, so dass er zum Matchwinner avancierte. Nach dem 22:22-Ausgleich durch Pohl gerieten die Gastgeber nicht mehr in Rückstand und markierten die letzten Treffer durch Stennei und Herold.

„Überragend war heute unsere Deckungsleistung. Vorne wollten wir bis zu den klaren Chancen spielen. Wir hatten zwar einige technische Fehler dabei, aber insgesamt war das nach meinem Empfinden ein verdienter Sieg“, freute sich SuS-Coach Ralf Weinberger.

SuS: Menge (1.-60.), Caspari- Hajduk (1), Fehring (6/1), Herold (5/1), Stratmann, Stennei (3), Pohl (6), Köhler, Schichler (1), Neureiter (3), Notthoff

Torfolge: 3:2, 5:4, 8:8, 11:11 - 15:13, 15:16, 19:20, 22:22, 25:24

Verbandsliga, Männer: TuRa Bergkamen – HSG Vest Recklinghausen. Nachdem der HC TuRa erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge verloren hatte, peilt er im Heimspiel heute Abend (19.15 Uhr, Fridrichsberg) die Wende an.

Die Einschätzung von Spielertrainer Thomas Rycharski ist eindeutig: „Recklinghausen ist mit uns auf Augenhöhe. Wir wollen auf jeden Fall wieder mal gewinnen.“ Die Gäste aus Recklinghausen sind Sechste in der Tabelle, punktgleich mit dem HC TuRa. Deren Formkurve zeigt allerdings nach oben mit zuletzt drei Siegen in Folge. Auch das weiß Bergkamens Spielertrainer, der wegen einer fiebrigen Erkältung wohl nicht auflaufen kann. Auch Kevin Stork wird mit anhaltenden Knieproblemen ausfallen. Angeschlagen sind die beiden Kreisläufer Florian Warias und Tom Trost.

Beim Gast ragen in dieser Saison vor allem die Rückraumspieler Jörg Schomburg und Dustin Dalian hervor. Erstgenannter tritt immer wieder als Vorbereiter auf der Mittelposition sowie als einer der besten Siebenmeterschützen in Erscheinung, der junge Dalian gilt als wurfgewaltiger Halbspieler und ist mit 65 Feldtoren bester Werfer in seinem Team.

Der HC TuRa will wieder auf die Tugenden bauen, die ihn bis zum verlorenen gegangenen Derby vor gut einem Monat ausgezeichnet hatten: Eine engagierte Deckungsreihe, schnelles Umschalten nach vorne und eine hohe Durchschlagskraft im aufgebauten Angriff. - myr

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