Heimserie reißt für die TuRa-Männer

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Damian Nowaczyk setzt sich hier gegen die Siegener Deckung durch.

BERGKAMEN - Die Heimserie der Männer des HC TuRa Bergkamen in der Handball-Verbandsliga ist gerissen. Sie verloren gegen den neuen Spitzenreiter RSVE Siegen ihr erstes Heimspiel seit Anfang November. Einen rabenschwarzen Tag erwischten auch die Cobras. Sie kassierten eine deutliche Packung in Herne.

Verbandsliga 2 Männer: HC TuRa Bergkamen – RSVE Siegen 28:32 (13:18). Das erste Mal seit Anfang November hat der HC TuRa Bergkamen wieder ein Heimspiel verloren. Im Spitzenspiel des Verbandsliga-Wochenendes verlor die Truppe von Spielertrainer Thomas Rycharski mit 28:32 gegen den neuen Tabellenführer RSVE Siegen.

Die ersten 20 Minuten der Begegnung verliefen noch sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften setzten die Akzente vordergründig in der Defensive, wo hüben wie drüben hart, aber nicht unfair, zur Sache gegangen wurde. Nach fünf weiteren Spielminuten begann eine Schwächephase der Bergkamener bis zur Halbzeit, in denen sie sich noch einen Fünf-Tore-Rückstand einhandelten.

Diese Differenz sollte mehr oder minder bis zum Ende Bestand haben. „Wir haben vorne zu viele Bälle nicht gesetzt und sind in einige Gegenstöße gelaufen. Siegen hat es in dieser Phase wirklich gut gemacht, das kann man auch ruhig mal erwähnen“, hatte TuRa-Spielertrainer Thomas Rycharski lobende Worte für den Gegner übrig. Nach der Pause konnten die TuRaner nie mehr an der Gäste-Führung rütteln. Lediglich in der Schlussphase bröckelte der Vorsprung etwas, so dass die beiden Teams am Ende vier Treffer voneinander trennten.

„Tomek“ Rycharski sieht in Siegen den kommenden Verbandsligameister: „Was die da an Spielern auf die Platte stellen, steht für Qualität. Einem Spieler wie dem sehr jungen Tim Kolb zuzuschauen, macht schon Spaß.“ Weniger Spaß und nette Worte hatte Rycharski allerdings für die Unparteiischen übrig. In einer für ihn ungewöhnlich direkten Art kritisierte er die Leistung der Referees Antal/Krutschek. „Siegen war heute besser als wir, das akzeptieren wir auch. Aber was auf beiden Seiten teilweise für Entscheidungen gefällt wurden, war mir einfach unerklärlich. Wäre die Partie noch etwas länger gegangen, hätte das noch ziemlich heikel werden können“, spielte Bergkamens Spielertrainer auf nicht geahndete Unsportlichkeiten während des Spiels an, die einige Aggressionen geschürt hatten.

HCT: J. Domanski (1.-30.), Stork (31.-60.) – Bicker (6/1), Nowaczyk (5/2), Terbeck (5), Fröhling (n.e.), Webers, Kauer (n.e.), Moog (3), Warias (4), Reininghaus, Trost, Rycharski (5)

Verbandsliga 2, Männer: Westfalia Herne – SuS Oberaden 31:16. Von der mannschaftlichen Glanzleistung und der Derby-Begeisterung aus dem letzten Ligaspiel gegen TuRa Bergkamen war gestern Abend beim SuS Oberaden nichts mehr zu sehen. Völlig indisponiert traten die „Cobras“ in der zweiten Halbzeit beim Gastspiel in Herne auf und wurden mit 16:31 Toren nach Hause geschickt. Es war die höchste Niederlage der Oberadener seit vielen, vielen Jahren.

Im ersten Durchgang hielt der SuS noch einigermaßen dagegen. Im Angriff lief zwar schon da nicht viel, allerdings wurde hier zumindest die Deckung noch ganz gut zusammen gehalten. Nach dem Seitenwechsel brachen die SuSler dann jedoch völlig auseinander. Sie verloren vorne reihenweise die Bälle, die der abstiegsbedrohte Herner Gastgeber zu zahlreichen Kontertoren nutzte.

Das Aufbäumen gegen die Niederlage sowie die generelle Laufbereitschaft waren bei den „Cobras“ nach Aussage von Trainer Ralf Weinberger ungenügend: „Wir lassen uns im zweiten Durchgang vollkommen überlaufen. Wir haben uns da unserem Schicksal ergeben und keine Einstellung gehabt“, haderte der SuS-Coach. Herne zog ohne größere Probleme klar und deutlich davon, weil Oberaden in der Offensive nichts mehr einfiel und die Angriffsbemühungen zuhauf in Fehlpässen und Würfen neben das Tor endeten. Nur sieben Treffer nach der Pause sprechen da eine deutliche Sprache. Zudem wurden noch vier Siebenmeter liegen gelassen.

SuS: Menge - P. Stennei (3), Schumacher, Köhler, Pohl (4), Neureiter (2), Fehring (3), Schichler (1), Notthoff, Stratmann, Herold (3) - myr

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