HC TuRa: „Wieder in die Spur kommen“ – Frauen Außenseiter

BERGKAMEN - In der Handball-Oberliga setzt der HC TuRa Bergkamen zum neuen Versuch an, als Tabellenletzter im Abstiegskampf Boden gut zu machen. Gegner ist am Samstag (19 Uhr) in der Halle am Friedrichsberg der TuS Volmetal – ein starker Aufsteiger und aktuell Sechster in der Liga. Die TuRa-Frauen sind hingegen beim Fast-Aufsteiger am Sonntag klarer Außenseiter.

Oberliga (Westfalen): Männer: HC TuRa Bergkamen – TuS Volmetal. Die Hagener haben ein denkwürdiges letztes Spiel hinter sich: Beim Duell mit der Spitzenmannschaft aus Ahlen warfen sie durch Stephan Prüfer in der letzten Minute den 26:25-Führungstreffer. Doch nach einem furiosen Endspurt der Gäste und einem Treffer von Ahlens Linksaußen Nico Wunderlich über das halbe Spielfeld ging die Partie noch verloren.

Volmetals Trainer Stefan Neff, der übrigens an diesem Wochenende das letzte Mal gesperrt ist und nur auf der Tribüne Platz nehmen darf, hofft jetzt auf eine positive Reaktion seiner Mannschaft: „Das war eine Erfahrung, die wir alle so noch nicht gemacht hatten. Ich glaube aber nicht, dass das Ahlen-Spiel einer besonderen Aufarbeitung bedurfte. Bis zum Schluss haben wir ja eine sehr gute Leistung gezeigt.“

Seine Zielsetzung für die Begegnung gegen den HC TuRa formuliert der mit 27 Jahren jüngste Trainer in der Oberliga ehrzeizig: „Natürlich reisen wir mit großem Respekt vor Bergkamen an, denn sie sind zum Beispiel mit Rycharski, Weßeling und Wiedemann individuell gut besetzt. Aber das sind schon Punkte, die wir uns holen sollten, um weiterhin Ruhe zu haben – und ein ausreichendes Polster vor der Abstiegszone.“

Wagner: Chancen besser nutzen

Auf Seiten der Bergkamener waren die Verantwortlichen um eine schnelle Aufarbeitung der deutlichen 20:31-Niederlage in Möllbergen bemüht. Manko war in diesem Spiel die Chancenauswertung, die Trainer Ingo Wagner jetzt natürlich wieder verbessert sehen will: „Ich hoffe darauf, dass das nur eine kleine Schwächephase war und wir jetzt zu Hause wieder in die Spur kommen. Wir wollen natürlich etwas Brauchbares holen, müssen dafür aber besser mit unseren Chancen umgehen. Aus den 60- bis 70-Prozentigen Torchancen müssen wir mehr machen, wenn es geht länger spielen, um noch bessere Möglichkeiten zu bekommen.“

Volmetal bezeichnet Wagner als „sehr kompakt und sehr kampfstark, was sie schon mehrfach diese Saison unter Beweis gestellt haben.“ Auf Bergkamener Seite wird voraussichtlich keiner fehlen, auch wenn der eine oder andere Spieler noch angeschlagen ist. Bei Volmetal fehlt Thomas Kersebaum verletzt sowie der Langzeitausfall Thorben Schepers.

Oberliga (Frauen): ASC Dortmund – HC TuRa Bergkamen. „Wir fahren als krasser Außenseiter zum fast sicheren Drittliga-Aufsteiger nach Dortmund“, sagt TuRa-Trainer Ingo Wagner. Ein Blick auf die Tabelle bestätigt seine Aussage.

Denn die Aplerbeckerinnen führen souverän die Tabelle mit erst zwei Minuspunkten an, haben bereits sechs Zähler Vorsprung auf Platz zwei (Verl) und gewannen die acht zurückliegenden Partien. Dabei sind die ASC-Frauen mit durchschnittlich fast 36 Toren pro Spiel extrem torhungrig.

„Wir müssen 60 Minuten konzentriert spielen. Dann schauen wir mal, was für uns drin ist“, erklärt Wagner mit einem Hauch von Optimismus. Sein Team liegt zwar auf dem vorletzten Platz, schaffte es aber immerhin in der Rückrunde, den Tabellenzweiten Verl zu schlagen.

Wenn dies auch gegen die Ausnahme-Mannschaft der Liga gelingt, wäre das eine Sensation. Aber auch ein gutes Resultat mit einer knappen Niederlage würde Selbstvertrauen bringen. Die Gäste treten bis auf die Dauerverletzten am Sonntag immerhin in Bestbesetzung an.

Anwurf: Sonntag, 16 Uhr, Sporthalle Aplerbeck - fraz/myr

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