„Zweites Jahr wird schwerer“ – TuRa-Trainer Wagner im Interview

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Trainer Ingo ist der Vater des Erfolges bei den Oberliga-Handballerinnen von TuRa Bergkamen. Wagner

BERGKAMEN - In ihr zweites Oberligajahr gehen die Handballfrauen des HC TuRa Bergkamen. Das Team hat mit der Vorbereitung schon längst wieder begonnen. Über den Stand der Dinge sprach Wagner mit unserer Sportredaktion.

In ihr zweites Oberligajahr gehen die Handballfrauen des HC TuRa Bergkamen. Möglich wurde dies erst durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Serie, durch die die Mannschaft von Trainer Ingo Wagner aus der Abstiegszone sogar noch auf den neunten Tabellenplatz kletterte. Das Team hat mit der Vorbereitung schon längst wieder begonnen. Über den Stand der Dinge sprach Wagner mit unserer Sportredaktion.

Wie läuft es bisher, was steht aktuell auf dem Vorbereitungsplan?

Ingo Wagner: Wir arbeiten im Kraft- und Ausdauerbereich. Dafür steht unter anderem Spinning auf dem Programm. Das ist eine schöne Sache, denn dabei kann man auch als Mannschaft gemeinsam im Ausdauerbereich etwas machen. Zudem absolviert die Mannschaft Einheiten auf dem Beachplatz. Die Halle macht in der kommenden Woche wieder auf. Ob wir dort sofort wieder das Training durchziehen, ist abhängig vom Wetter.

Welche Testspiele sind geplant?

Wagner: Wir absolvieren zusammen mit anderen Mannschaften gemeinsame Trainingseinheiten. Reine Freundschaftsspiele habe ich nicht ausgemacht.

Hat sich am Kader im Vergleich zur vergangenen Saison etwas geändert?

Wagner: Nein, Neue sind nicht dabei. Unsere beiden A-Jugendlichen Helena Schäfer und Christin Lemke sind ja schon in der letzten Spielzeit zum Einsatz gekommen. Roxana Wedding will etwas kürzer treten, doch sie trainiert mit und wird uns im Notfall sicher auch zur Verfügung stehen. 14 Spielerinnen stehen im Kader, das sollte reichen.

Im Vorjahr sah es lange nicht gut aus, es drohte der Abstieg. Hat Ihre Mannschaft das Zeug für die Oberliga?

Wagner: Das zweite Jahr in der Oberliga nach dem Aufstieg ist sicher schwerer. Wenn wir nicht wieder von so großem Verletzungspech verfolgt werden, wie in der Saison 13/14, können wir mithalten. Andrea Waschke ist die komplette Hinrunde ausgefallen, Anika Kneller ist wegen ihrer Verletzung vier Monate ausgefallen. Als beide wieder dabei waren, lief es doch so gut, dass wir den Klassenerhalt am Ende doch noch recht sicher geschafft haben.

Das Saisonziel ist demnach der Klassenerhalt?

Wagner: Genau, wir wollen uns aus dem Abstiegskampf heraushalten und es nicht so spannend machen wie in der letzten Spielzeit. In der Oberliga wird man, was Kraft und Härte angeht, doch ganz anders gefordert, als in der Verbandsliga. Daran mussten wir uns erst gewöhnen.

Wer nimmt aus Ihrer Sicht denn die Favoritenrolle ein?

Wagner: Der TV Verl, der sich mit einer Dänin verstärkt hat, gehört sicher dazu. Die HSG Menden-Lendringsen ist auch hoch einzuschätzen, ebenso wie Everswinkel. Zweitliga-Absteiger Greven hat eine Rumänin verpflichtet, da muss man sehen, wie stark sie wirklich sind.

Der Königsborner SV hat die Rückkehr in die Oberliga geschafft. Die Vorfreude auf zwei Derbys ist sicher groß, oder?

Wagner: Ja sicher, Ortsderbys sind auch gut für uns, weil wir dann vor vielen Zuschauern spielen. Die Unterstützung durch den TuRa-Fanclub hat uns schon in der vergangenen Saison sehr geholfen. Die Spiele gegen Königsborn, das sich nach dem Aufstieg sehr verstärkt hat, werden sicherlich interessant.

Wann stellt sich die Mannschaft denn ihren Fans vor?

Wagner: Am 24. August findet wieder unser TuRa-Tag statt. Dort stellen sich alle Mannschaften von der Jugend bis zu den Männern und Frauen offiziell vor. Möglich, dass es auch ein oder zwei Freundschaftsspiele gibt. Wir haben ja eine Kooperation mit der Willy-Brandt-Gesamtschule. Da könnten Teams aus der Handball-AG gegen unsere Jugendteams antreten.

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