Klatsche für die TuRa-Teams

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Annika Umbescheidt erzielte drei Treffer für die TuRa-Frauen gegen Everswinkel.

BERGKAMEN -  Eine heftige 17:33 (8:11)-Packung kassierten die Oberliga-Frauen des HC TuRa Bergkamen zum Hinrundenende am Sonntagabend in der Ausweichhalle in Overberge gegen den Tabellenvierten DJK Everswinkel. Und auch die Oberliga-Männer des HC TuRa waren in Hagen chancenlos.

Oberliga (Frauen): HC TuRa Bergkamen – DJK Everswinkel 17:33 (8:11). Dabei haderte TuRa-Coach Ingo Wagner auch mit der Leistung der Unparteiischen: „Man kann ein Spiel auch kaputt pfeifen. So etwas habe ich überhaupt noch nicht erlebt.“ Seine Einlassung hört sich zwar angesichts der deutlichen Niederlage des Kellerkindes gegen das Team aus dem Münsterland merkwürdig an, doch: „Was da nicht gepfiffen wurde an Schrittfehlern, Foulspielen und wofür es dann zwei Minuten gab... Da wussten meine Spielerinnen hinterher gar nicht mehr, wie sie zupacken sollten. Das verunsichert eine Mannschaft, die im Keller steht“, erkannte Wagner ab Mitte der zweiten Hälfte eine gewisse Hilflosigkeit bei seinen Spielerinnen.

Dazu kamen aber auch viele Fehlversuche und zudem mussten die Gastgeberinnen härter für ihre Torerfolge arbeiten als die DJK. „Wir haben auch vier Siebenmeter in Folge verworfen. Das ist einfach zu viel“, erklärte Wagner. Der Trainer sah sein Team dabei 40 Minuten auf Augenhöhe (12:11, 38.).

Doch zehn Minuten später stand es 14:25. Die Partie war entschieden und am Ende gab es ein Debakel. Vor der Pause mussten beide Teams um jedes Tor kräftig ringen. Aus dem 0:2-Rückstand wurde ein 4:2-Vorsprung, damit wenig später Everswinkel 7:5 vorne lag. Nachdem sich TuRa wieder heran gekämpft hatte (8:8), sorgten leichte Fehler dafür, dass der DJK drei Tore in Folge erzielte.

Nach der Pause drehte der Aufsteiger erneut die Partie. Roxana Weddig, Svenja Dunker (2) und und Romina Jackenkroll sorgten mit ihren vier Toren in Folge für eine 12:11 (38.). Es sollte aber die letzte in diesem Spiel sein.

Denn ab da zogen die robust zu Werke gehenden Spielerinnen aus Everswinkel unaufhaltsam davon – auch begünstigt durch einige Schiedsrichter-Entscheidungen. Dazu kamen aber auch leichte Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung und Lücken in der TuRa-Abwehr.

Außerdem verfügte Everswinkel mit Schilling und später auch Bülter über zwei starke Torhüterinnen.

Als bei den TuRa-Frauen sich im Gefühl der sicheren Niederlage die Gegenwehr erlahmte, zog Everswinkel immer weiter davon.

HC TuRa: Momberg – Mende-Kamps (4), Weddig (1), Umbescheidt (3), Kneller, Pawelz (1), Jackenkroll (2), Stecker (1), Thielmann, Schwinger, Wagner (1/1), Kuropka, Schulze-Frieling, Dunker (4)

Torfolge: 0:2, 4:2, 5:7, 8:8, 8:11 – 12:11, 14:25, 17:33 - fraz

Oberliga (Westfalen), Männer: VfL Eintracht Hagen II – HC TuRa Bergkamen 35:24 (17:12). Der erste Oberliga-Spieltag im neuen Jahr endete für den HC TuRa Bergkamen so wie der letzte im alten Jahr: Mit einer Niederlage und weiteren verlorenen Punkten im Abstiegskampf. Beim Spitzenreiter wurde der HC TuRa einmal mehr von einer Mannschaft geschlagen, die sich entschlossener und zielstrebiger im Angriff präsentierte.

Sinnbildlich dafür stehen die 120 Sekunden nach der 45. Spielminute. Darin kam Bergkamen auf 21:25 heran und spielte nach der Hinausstellung eines VfL-Akteurs in Überzahl. Doch anstatt jetzt weiter und ernsthaft aufzuholen, wurden vier Angriffsversuche nicht erfolgreich abgeschlossen. Im Gegenteil: Dreimal bekam Hagen den Ball nach leichtsinnigen Würfen oder Abspielfehlern der TuRaner und zog auf 28:21 davon.

Schon im ersten Durchgang produzierte TuRa im Angriff zu viele unnötige Fehler, so dass der Tabellenführer leichte Ballgewinne verzeichnete und früh recht klar in Führung ging. Außerdem hatten die akut abstiegsbedrohten Gäste einige Male Pech beim Torwurf, als der Ball vom Pfosten wieder heraussprang.

Nachdem die Gastgeber zehn Minuten vor Schluss acht Treffer zwischen sich und Gegner gebracht hatten, war alles klar. Bei den Bergkamenern schwand jetzt auch die Moral und der Kampfgeist. In den Schlussminuten erzielten die VfL-Angreifer weitere einfache Kontertore. Insgesamt zählte TuRa-Trainer Ingo Wagner 17 Gegentore nach erster Welle des Gegners und sagte enttäuscht: „Mir fehlt da die Entschlossenheit im Angriff. Wir müssen uns auch mal ein paar blaue Flecken im Angriff holen und die Wege gehen, wo es auch weh tun kann. Hagen hat es natürlich sehr gut gemacht und unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt.“

Für die Begegnung am kommenden Wochenende in Soest fordert Wagner ein anderes Auftreten ein: „Soest ist ein ähnliches Kaliber, da müssen wir mit mehr Körpersprache auftreten.“

HC TuRa: Schröder (1.-20. / 40.-60.), Stork (20.-40.) – Nowaczyk (6/1), Moog, Reininghaus (1), Rycharski (2), Warias, Weßeling (7), Webers, Kauer, Krohne (1), Weber (1), Fröhling, Wiedemann (6)

Spielfilm: 3:2, 9:3, 10:4, 13:7, 15:10, 17:12 – 21:15, 23:18, 25:21, 30:22, 35:24 - myr

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