HC TuRa steigt aus der Oberliga ab

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Handtuch geworfen in der Oberliga: Die TuRaner Tobias Weßeling (l.) und Mats Wiedemann nehmen Abschied.

BERGKAMEN -   Nach neun Jahren Oberliga steigt der HC TuRa Bergkamen ab. Vor allem eine verkorkste Hinrunde mit lediglich vier Pluspunkten sowie meistens ganz schwache Heimspiele sorgten für den Abschied aus der höchsten westfälischen Klasse.

Oberliga (Männer): HC TuRa Bergkamen - VfL Eintracht Hagen II 28:37 (13:17).Die Pleite gegen Hagen war ein Spiegelbild der gesamten Saison am Friedrichsberg. Die Emotionen fehlten, der letzte Einsatz und Wille. „Enttäuschend“, meinte auch Trainer Ingo Wagner: „Wir haben verdient verloren. Wir waren vorne und hinten einfach zu harmlos.“

Der HC TuRa kam zunächst gut rein. Damian Nowaczyk stellte mit zwei schnellen Toren eine 2:0-Führung her. Danach war die Partie geprägt durch zwei starke Torhüter. TuRas Kevin Stork knüpfte an seine zuletzt überragenden Leistungen an und entschärfte mehrere „Unhaltbare“. Auf der anderen Seite hatte Hendrik Halfmann einen „Sahnetag“ erwischt. Allerdings waren die Versuche der TuRaner oftmals zu halbherzig. Das 7:6 durch Thomas Rycharski war dann die letzte TuRa-Führung. Hagen, mit den Ex-Bergkamenern Katsigiannis und Schreiber auf dem Parkett, erhöhte die Schlagzahl und setzte sich ab. Zur Pause lagen die Gäste bereits mit vier Treffern vorne.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen kaum. Zwar kamen die TuRaner noch einmal bis auf drei Treffer heran, präsentierten sich dann aber zu undiszipliniert im Angriff. Die Folge: Hagen brachte bis zur 40. Minute wieder sechs Tore zwischen sich und dem Gegner. Damit war das Thema Oberliga auf Seiten der Wagner-Sieben eigentlich schon durch. Das verdeutlichte die Körpersprache mit hängenden Köpfen. Aufbäumen? Fehlanzeige. Die Bergkamener fügten sich in ihr Schicksal. Dann war Schluss. Hallensprecher Franz Herdring verkniff sich den Hinweis auf die letzten laufenden Oberliga-Minuten.

„Die Oberliga ist in den vergangenen Jahren immer stärker geworden. Die letzten drei Jahre haben wir immer gegen den Abstieg gekämpft. Jetzt hat es uns erwischt und neue Herausforderungen warten auf uns“, sagte Vorsitzender Klaus Soth nach der Begegnung.

TuRa: Schröder (26.-30. und 50.-60.), Stork (1.-26. und 31.-50.) - Rycharski (2), Weßeling (6), Krohne (6), Warias (6), Wiedemann, Reininghaus, Fröhling, Webers, Kauer (1), Moog, Nowaczyk (7)

Torfolge: 2:0, 2:2, 4:4, 7:8, 8:11, 11:14, 13:17, 17:21, 18:24, 21:27, 22:30, 25:33, 28:37

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