HC TuRa tritt auf der Stelle – Frauen verlieren deutlich

BERGKAMEN -   Der abstiegsbedrohte Oberligist HC TuRa Bergkamen tritt in der Oberliga weiter auf der Stelle und kam am Samstagabend nur zu einem 35:35. im Duell gegen den TuS Volmetal. Die Oberliga-Frauen aus Bergkamen waren hingegen komplett chancenlos beim Spitzenreiter.

Oberliga (Westfalen), Männer: TuRa Bergkamen – TuS Volmetal 25:35 (17:16). Zwar zeigten die Bergkamener vor allem was die Offensivleistung anbelangte durchaus eine ligataugliche Leistung, allerdings fehlte es ihnen am Ende am Quäntchen Glück und der nötigen Ruhe, um den vierten Saisonsieg klar zu machen.

Der Spielverlauf war im ersten Durchgang recht kurios. In der Anfangsphase bekamen die Gäste aus Hagen überhaupt kein Bein auf den Boden in der Friedrichsberghalle, hatten nach neun Spielminuten noch immer keinen Treffer erzielt. Volmetals wurfstarker Halblinke Dominik Domaschk beendete erst in der 10. Spielminute die Torflaute der Gäste und erzielte das 1:4 aus Sicht seiner Farben. Bergkamen baute den Vorsprung danach durch den dritten Treffer von Tobias Weßeling weiter auf 6:1 aus. Aus für TuRa-Trainer Wagners Sichtweise unerklärlichen Gründen kam es dann aber zu einem großen Bruch im Bergkamener Spiel. Innerhalb kürzester Zeit verspielten die Gastgeber den Fünf-Tore-Vorsprung, mehr noch: Die Gäste trafen sieben Mal in Serie und führten auf einmal mit 8:6.

Erst in der 18. Spielminute netzte in Person von Damian Nowaczyk wieder ein TuRa-Spieler ein. Von nun an ging es ausgeglichen zur Sache. Mit mehr als drei Treffern setzte sich keine Mannschaft mehr ab, die Führung wechselte mehrfach hin und her. Während bei den Volmetaler Gästen besonders die Halbspieler Silas Kaufmann und Dominik Domaschk ihre Torgefahr unter Beweis stellten, waren Bergkamens Auffälligste jetzt Thomas Rycharski zumeist auf der Rückraum Mitte im Zusammenspiel mit Kreisläufer Florian Warias. Die beiden sorgten immer wieder für Torgefahr oder schufen Platz für die Nebenleute. In der hektischen Schlussphase brachten dann Damian Nowaczyk (2) und Mats Wiedemann die Bergkamener mit ihren drei Treffern zum 35:33 scheinbar auf die Siegerstraße. Volmetal gelang noch einmal der Anschluss, TuRa hatte dann durch Wiedemann vom Siebenmeterpunkt die Chance zur Vorentscheidung.

Doch erstmals an diesem Abend brachte er das Spielgerät nicht von der Strafwurflinie im Tor unter, im Gegenzug spielte Volmetal seinen besten Werfer Kaufmann auf Rechtsaußen frei, der zum Ausgleich einnetzte. Die schnelle Mitte von TuRa wurde sechs Sekunden vor Spielene von TuS-Außenspieler Felix Bauer verhindert, in dem er am Mittelkreis den Ball aufhielt. Er nahm dafür eine Rote Karte mit Bericht in Kauf und zog sich den Zorn der Bergkamener zu: „Für uns geht es hier um den Klassenerhalt, Volmetal steht irgendwo im sicheren Mittelfeld. So eine Aktion am Ende ist dann aus meiner Sicht sehr unsportlich“, kommentierte TuRa-Trainer Ingo Wagner die Schlusssekunden.

HC TuRa: Stork (1.-42.), Schröder (42.-60.), Domanski (n.e.) – Nowaczyk (5), Fröhling, Wiedemann (7/3), Weßeling (6), Reininghaus (1), Warias (5), Krohne (4), Rycharski (7), Moog Bester Spieler: Rycharski

Torfolge: 6:1, 6:8, 9:8, 14:13, 17:16 – 22:24, 26:26, 34:31, 35:33, 35:35

Oberliga (Westfalen), Frauen: ASC Dortmund – HC TuRa Bergkamen 45:23 (19:15). Erwartungsgemäß chancenlos war der abstiegsbedrohte HC TuRa am Sonntag beim souveränen und einsam seine Kreise ziehenden Spitzenreiter.

„Dabei spielen wir in den ersten 20 Minuten richtig gut mit“, sagte Gäste-Trainer Ingo Wagner. Denn nach einer 5:2-Führung (5.) stand es bis dahin 10:10 (20.). Dann nahm aber die Zahl der Fehlwürfe beim Gast zu – mit der Konsequenz, dass Aplerbeck sich zur Pause auf 19:15 absetzte.

Nach der Pause wechselte Trainer Ingo Wagner kräftig durch – mit der Konsequenz, dass der ASC immer weiter davon zog. „Auch die Anzahl unserer Fehlwürfe hat weiter zugenommen. Am Ende hatten wir 25, davon fünf Siebenmeter“, sagte Trainer Ingo Wagner. Und auch die Deckungsarbeit sagte dem TuRa-Coach nicht zu: „Da waren wir nicht aggressiv genug. Wir haben nicht eine einzige Zeitstrafe in den 60 Minuten bekommen. Das sagt ja schon alles.“

In der Liga hat der Tabellen-vorletzte nun eine Woche Pause. Nach dem Kreispokal-Endspiel in heimischer Halle am kommenden Samstag geht es dann am Sonntag, 9. März, mit einem Heimspiel gegen den Tabellenfünften TuS Drolshagen weiter.

HC TuRa: Momberg, Schäfer – Kneller, Weddig (2), Jackenkroll (1), Pawelsz (4), Thielmann (1), Dunker (4), Mende-Kamps (3), Stecker (1), Wagner (2/1), Schwinger (1), Holz (1), Pischel (3/3)  fraz/myr

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare