TuRa-Teams sind wieder nur krasse Außenseiter

Silja Mende-Kamps und die TuRa-Frauen sind gegen den TV Verl am Samstag klarer Außenseiter.  Foto: Zöllner

BERGKAMEN - Nach dem Vergleich zum Jahresauftakt in Hagen mit dem Spitzenreiter, bei dem das Schlusslicht HC TuRa Bergkamen relativ chancenlos mit elf Toren Unterschied verlor, steht jetzt der nächste Top-Gegner auf dem Programm. Das gleiche gilt für die Oberliga-Frauen aus Bergkamen, die den Tabellenzweiten Verl zu Gast haben.

Oberliga (Westfalen), Männer: Soester TV – HC TuRa Bergkamen. Mit dem Soester TV empfängt am Sonntagabend ein weiterer Meisterkandidat das Schlusslicht. Das Team von Trainer Dirk Lohse zählt fast schon traditionell zu den angriffsstärksten Mannschaften der Liga und weist auch in dieser Spielzeit wieder den höchsten Toreschnitt in der Oberliga auf. Stärken liegen zum einen in dem sehr schnellen Umschaltspiel nach Ballgewinn oder Gegentor. Über erste und zweite Welle sowie durch eine schnelle Mitte kommen die Bördestädter so immer zu einem großen Anteil ihrer Tore, der ganze Kader ist auf dieses Spiel ausgerichtet.

Zum anderen überzeugt Soest in dieser Saison durch mannschaftliche Geschlossenheit. Verschiedene Spieler auf allen Positionen taten sich in den letzten Monaten schon als Haupttorschützen hervor, sodass sich die Gegner nicht auf einzelne Akteure festlegen können. Und die Formkurve beim Soester TV zeigte in den letzten Partien vor Weihnachten klar nach oben, mit 46:30 gegen Spenge und mit 40:23 gegen Riemke wurden die letzten Begegnungen gewonnen, am vergangenen Wochenende hatte der STV spielfrei.

Bergkamens Trainer Ingo Wagner kennt den Soester TV gut und weiß daher um die Stärken des Tabellendritten, der sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Meisterschaft machen darf: „Von der Spielanlage sind sie ähnlich wie zuletzt Hagen und verfügen einfach über eine sehr gut besetzte Mannschaft in der Breite. Bei uns muss sich auf jeden Fall das Rückzugsverhalten verbessern, sonst wird es gegen die besonders schwierig“, so Wagner, dessen Mannschaft die schwache Bilanz von 1:13 Punkten aus den letzten sieben Spielen aufweist.

Nachdem während der Woche einige Spieler krankheitsbedingt passen mussten, wurde für den Freitag eine zusätzliche Trainingseinheit anberaumt. Wagner hofft, dass bis Sonntagabend alle Spieler wieder fit sind.

Anwurf: Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle des Börde-Berufskollegs.

Oberliga (Frauen): HC TuRa Bergkamen – TV Verl. Nach dem Auswärts-Heimspiel in Overberge am vergangenen Sonntag treten die TuRa-Frauen nun am Samstag wieder in ihrer angestammten Halle am Friedrichsberg an.

Die Aufgabe ist dabei aber mindestens genauso ambitioniert wie im jüngsten Heimspiel. Denn nach dem 17:33 gegen die DJK Everswinkel droht gegen den Tabellenzweiten TV Verl ein ähnliches Ergebnis.

Und TuRa-Trainer Ingo Wagner sagt: „Das ist sicherlich keine Mannschaft, gegen die wir punkten müssen.“

Denn schon im Hinspiel zum Saisonauftakt am 14. September 2013 war der Aufsteiger beim Titelanwärter chancenlos und verlor mit 27:43. Dennoch hofft der TuRa-Trainer, dass sein Team an die ersten 40 Minuten von vergangenen Sonntag gegen Everswinkel anschließt, als die Rot-Weißen sogar bis zur 38. Minute führten und dem Gegner auf Augenhöhe begegneten.

Wenn der Bergkamener Frauentrainer über die Stärken des kommenden Gegners spricht, gerät er fast ins Schwärmen: „Die Mannschaft steht zu recht da oben. Sie sind auf allen Positionen gleich stark besetzt und verfügen zudem über einen wurfgewaltigen Rückraum mit Spielerinnen, die schon höherklassig gespielt haben.“

Dazu komme noch, dass die Verlerinnen auf allen Positionen fast ohne Qualitätsverlust durchwechseln können.

Um für eine Überraschung in Frage zu kommen oder um die Niederlage erträglich zu halten, dürfe sich sein Team „kaum Fehler im Spielaufbau erlauben. Auch im Rückzugsverhalten müssen wir über 60 Minuten wach sein, da Verl eine starke zweite Welle spielt“, weiß Wagner.

Und auch die Chancenverwertung müsse im Vergleich zu jüngsten Spiel besser werden. Fehlen werden weiterhin die Langzeitverletzten Waschke und Kneller.

Anwurf: Samstag, 17 Uhr, Friedrichsberghalle  fraz

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