TuRa-Duelle im Tabellenkeller

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Thomas Rycharski und der HC TuRa haben auf eigener Platte gegen Spenge zuletzt wichtige Punkte liegen lassen.

BERGKAMEN -  Teutonia Riemke gegen TuRa Bergkamen, oder: Der Vorletzte gegen Letzten in der Handball-Oberliga Westfalen. Will der HC TuRa die verbliebenen Hoffnungen auf den Klassenverbleib nicht endgültig begraben müssen, ist ein Sieg bei den Bochumern Pflicht. Auch die Oberliga-Frauen des HC TuRa müssen sich in einem Kellerduell beweisen.

Oberliga (Westfalen), Männer: Teutonia Riemke – Hc TuRa Bergkamen. Die Teutonia hat nur eines der letzten sieben Spiele gewonnen und stehen seit mittlerweile acht Spieltagen auf einem Abstiegsplatz. In der Vorwoche kam die Mannschaft von Trainer Timo Marcinowski beim Tabellenzweiten Ahlener SG böse mit 21:32 unter die Räder.

Aber auch der HC TuRa setzte zuletzt nicht wie erhofft seine Aufholjagd im Tabellenkeller fort. Im Gegenteil: Nach der Heimpleite gegen Spenge und den gleichzeitigen Siegen der Abstiegskonkurrenz aus Senden und Gevelsberg ist der Rückstand auf das rettende Ufer wieder auf sechs Zähler angewachsen.

Schon das Heimspiel gegen Riemke verloren

Nur eine finale Siegesserie kann die Bergkamener jetzt noch retten. Für Trainer Ingo Wagner gibt es daher auch nur eine Zielsetzung in Bochum: „Wir wollen in Riemke unbedingt punkten. Die Mannschaft weiß selbst, dass sie gegen Spenge etwas liegen gelassen hat. Die Stimmung beim Training war ganz gut und auswärts lief es bei uns zumindest von den Ergebnissen her zuletzt besser“, macht sich Wagner Hoffnungen auf den fünften Saisonsieg.

Bei der Teutonia warnt Wagner vor allem vor dem körperlich starken Rückraum. Angeführt vom Routinier und Toptorschützen Marijo Samija (118 Saisontore) ist mit den Riemkern gerade in der heimischen Heinrich-Böll-Sporthalle immer zu rechnen. In der Hinrunde besiegten die Blau-Weißen die TuRaner am Friedrichsberg mit 32:29; zu diesem Zeitpunkt standen sie noch im Mittelfeld der Tabelle mit 8:10 Punkten. Bei Bergkamen ist Allrounder Mats Wiedemann noch fraglich, da er wie schon in der Vorwoche nicht trainieren konnte. Robin Webers wurde für die zweite Mannschaft freigespielt. Anwurf: Samstag, 19 Uhr.

Oberliga (Westfalen), Frauen: HC TuRa Bergkamen – Westfalia Kinderhaus. Nach dem Abstiegs-Endspiel ist vor dem Abstiegs-Endspiel. So sieht es derzeit bei den Frauen des HC TuRa aus, die nach dem bitten 20:21 bei der HSE Hamm wieder auf den vorletzten Platz abgerutscht sind. „Aber es ist nicht viel passiert, da von unten nur Riemke und Coesfeld gewonnen haben“, sagt TuRa-Trainer Ingo Wagner.

Und das Schlusslicht aus Coesfeld siegte mit 25:21 gegen den nächsten TuRa-Gegner Westfalia Kinderhaus. Der Münsteraner Vorortverein weist genauso viele Punkte auf wie die TuRa-Spielerinnen (13:29) und ist so etwas wie die Wundertüte der Liga. Denn vor der jüngsten Niederlage siegte die Westfalia deutlich mit 27:21 gegen HSE Hamm – und auch die weiteren Ergebnisse sprechen nicht für eine große Kontinuität. Die Gastgeber gehen immerhin in Bestbesetzung in das Spiel, „in dem wir alles in die Waagschale werfen müssen“, so Wagner. „Wenn wir ähnlich gut wie in Hamm in der Abwehr spielen, werden wir das Spiel gewinnen“, ist Wagner überzeugt.

Dabei müssen seine Spielerinnen auf den starken Rückraum aufpassen und versuchen, sich gegen die defensive 6:0-Abwehr mit hoch gewachsenen Verteidigerinnen durchzusetzen. Das gelang bei der 19:23-Niederlage im Hinspiel nicht sonderlich gut.

Anwurf: Sonntag, 17 Uhr, Friedrichsberghalle - fraz

- myr

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