Ende der schwarzen Serien für TuRa-Teams

Große Erleichterung nach dem ersten Heimsieg des HC TuRa in dieser Saison bei (von links) Torhüter Schröder, Tobias Weßeling, Roy Krohne und Thomas Rycharski Foto: Wagner

BERGKAMEN - Mit dem ersten Heimsieg der Saison für die TuRa-Männer und dem ersten Sieg in der Fremde für die Frauen endeten am Wochenende die schwarzen Serien für TuRas Oberliga-Teams.

Oberliga, Männer (Westfalen): HC TuRa Bergkamen – Gevelsberg-Silschede 30:28 (19:12). Der HC TuRa Bergkamen schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf in der Oberliga (Westfalen). Durch den ersten Heimsieg der Saison verkürzte der Tabellenletzte den Rückstand auf Rang 13 auf vier Punkte.

Die Mannschaft von Trainer Ingo Wagner fand dabei direkt in das Spiel und schien die Wichtigkeit dieses Vergleiches mit der HSG Gevelsberg Silschede begriffen zu haben. Mit der neuen Rückraum-Formation Weßeling/Wiedemann/Rycharski war der HCT im Angriff bemüht, geduldige Aktionen einzuleiten und sich eben nicht mehr in überhasteten Abschlüssen zu versuchen. In der Defensive deckten Rycharski und Reininghaus im Mittelblock. Hinten wurde dann auch der Grundstein für eine sehr gute erste Halbzeit der TuRaner gelegt. Carsten Schröder agierte als gewohnt ehrgeiziger Rückhalt im Tor, davor leisteten seine sechs Abwehrstrategen Schwerstarbeit, die Früchte trug. Gevelsberg hatte im Rückraum große Probleme, zu Torerfolgen zu kommen. Nur Linksaußen Fleischhauer setzte bei den Gästen im ersten Durchgang Akzente. Auch bei den TuRanern war die Position des Linksaußen zunächst die auffälligste: Damian Nowaczyk nämlich trug sich im ersten Durchgang bereits siebenmal in die Torschützenliste ein und war dadurch mitverantwortlich dafür, dass seine Mannschaft mit einem scheinbar sicheren 19:12-Pausenvorsprung in der Kabine verschwand.

Doch in der zweiten Halbzeit schmolz dieser Vorsprung schneller dahin, als es den heimischen Zuschauern lieb war. Nach zwei vergebenen Siebenmetern sowie sechs ausgelassenen Großchancen kamen die Gevelsberger zurück in die Partie, schafften beim 23:22 den Anschluss und beim 25:25 den Ausgleich. Doch auf die TuRaner „Lebensversicherung“ Tobias Weßeling sowie Kreisläufer Florian Warias war Verlass, sie erzielten die ganz wichtigen vier Tore in Serie zum 29:25. Der Rest war Ergebniskosmetik der Gäste unter großem Jubel der Hausherren.

„Die erste Halbzeit war sicher die beste Saisonleistung unter meiner Regie. In der zweiten Halbzeit waren wir dann phasenweise zu überhastet, haben aber als Mannschaft toll gekämpft. Die gute Moral war heute entscheidend“, meinte ein erleichterter Trainer Ingo Wagner.

HC TuRa: Schröder (1.-52.), Stork (52.-60.) – Nowaczyk (8/2), Reininghaus, Wiedemann (3), Weßeling (8), Krohne (n.e.), Fröhling, Rycharski (3), Moog (3), Webers (1), Warias (4), Kauer (n.e.), Brandt

Torfolge: 2:2, 6:4, 11:6, 14:8, 19:12 - 20:18, 23:22, 25:25, 29:25, 30:28

Oberliga, Frauen: SV Teutonia Riemke – TuRa Bergkamen 32:35 (15:19). Der Aufsteiger kann auch auswärts siegen. Mit dem vierten Saisonerfolg haben die TuRa-Frauen ein weiteres Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Trainer Ingo Wagner war nach den 60 hochklassigen Minuten in Bochum begeistert: „Wir haben den Sieg gegen Verl bestätigt. Wir waren sehr konzentriert und wieder von allen Positionen aus gefährlich.“

In dem temporeichen Spiel ging es die ganze Zeit hin und her. Mal lagen die Gastgeberinnen vorne, mal der HC TuRa. Zur Pause hatte sich die Wagner-Sieben einen ordentlichen Vier-Tore-Vorsprung erarbeitet. Ein Verdienst auch der Manndeckung gegen Riemkes Spielgestalterin in der Mitte. „Das hat wie schon gegen Verl super geklappt“, sah der TuRa-Coach auch in dieser taktischen Maßnahme, die ab der zehnten Minute praktiziert wurde.

Riemke hatte sich in dem offenen Schlagabtausch aber noch lange nicht aufgegeben. Beim HC TuRa, der ohne Schäfer, Kuropka und Umbescheidt antrat und Romina Jackenkroll (Pferdekuss nach zwölf Minuten) nur dosiert einsetzen konnte, schwanden etwas die Kräfte. Die Bochumerinnen drehten die Partie, führten eine Viertelstunde vor dem Abpfiff mit drei Toren.

„In diesem Spiel ging aber alles so schnell. Nach drei Minuten hatten wir wieder die Nase vorn. Wahnsinn“, berichtete Ingo Wagner von der überragenden Moral seiner Mannschaft, die den Vorsprung auch dank der starken Torhüterin Stefanie Momberg über die Zeit rettete und zwei weitere wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einheimste.

HC TuRa: Momberg (1.-60.) - Weddig, Mende-Kamps, Jackenkroll (7), Stecker (2), Pawelz (1), Schwinger, Wagner (6/2), Dunker (6), Kneller (8), Thielmann (5) - myr/awa

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