Wagners erster Einsatz als doppelter Oberliga-Trainer

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Einschwören auf den nächsten Sieg? Die TuRa-Frauen gehen jedenfalls optimistisch in das nächste Heimspiel.

BERGKAMEN -   Im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel von Jörg Rode auf Ingo Wagner steht dem HC TuRa in der Oberliga sofort ein ganz wichtiges Spiel bevor. Die Bergkamener müssen als Schlusslicht am Sonntag (18 Uhr) beim Tabellenvorletzten ASV Senden antreten – mehr Kellerduell geht nicht. Und auch bei den TuRa-Frauen steht für Wagner ein Kellerduell an.

Oberliga (Westfalen), Herren: ASV Senden –TuRa Bergkamen. „Der Trainerwechsel beim HC TuRa Bergkamen hat gezeigt: Der Verein lässt nichts unversucht, im Abstiegskampf wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen“, meint der Trainer des ASV, Diethard von Boenigk, zur Bergkamener Nachricht vom Dienstag, Jörg Rode durch Ingo Wagner zu ersetzen. Für den Trainer der Sendener, die in den letzten beiden Wochen durch zwei gute bis sehr gute Leistungen auf sich aufmerksam machten (knappe 33:34-Niederlage gegen Spitzenreiter Ahlen und 25:24-Sieg in Nordhemmern) ist und bleibt der HC TuRa trotz seiner prekären Tabellensituation ein sehr ernst zu nehmender Gegner: „Bergkamen hat in vielen Spielen sehr lange mitgehalten und sich als starker Gegner präsentiert. Es gebietet sich nicht, uns in die Favoritenrolle zu heben. Die Tabellenkonstellation sagt ja schon alles: Beide Mannschaften müssen gewinnen, ein Sieg würde beiden Teams sehr weiterhelfen.“

In der Tat ist die Wichtigkeit der Partie des Vorletzten gegen den Letzten unverkennbar: Die TuRaner müssen nach zuletzt 0:8-Zählern unbedingt punkten, um in der Tabelle nicht den Anschluss an die momentan drei Zähler besser dastehenden Sendener zu verlieren. Der gastgebende ASV hingegen strebt mit Nachdruck den zweiten Sieg nacheinander an, um sich erstmals wieder auf einen Nichtabstiegsplatz zu befördern. Ein klassisches Vier-Punkte-Spiel also, vor dem TuRa-Trainer Ingo Wagner am Samstag noch eine zusätzliche Trainingseinheit anberaumt hat.

Neu-Trainer Wagner mahnt Ruhe an

Für den neuen Damen- und Herrentrainer der Bergkamener in Personalunion steht im Vorfeld fest: „Wir müssen einfach brennen in diesem Spiel. Senden wird uns nach dessen Sieg sicherlich mit breiter Brust empfangen, doch da müssen wir gegenhalten.“ Wagner hat die vergangenen Spiele der TuRaner zumeist von der Tribüne aus beobachtet und dabei festgestellt: „Wir haben in der ersten Halbzeit eigentlich immer sehr gut mitgehalten und sind dann in der zweiten Halbzeit eingebrochen. Die Mannschaft muss ruhiger und cleverer werden, darf nicht mehr so hektisch spielen nach dem Seitenwechsel. Dass wir unsere technischen Fehler im Angriff minimieren, darauf wird vorerst das Hauptaugenmerk liegen“, verriet Wagner.

Bei seiner Rückkehr auf die Männer-Trainerbank wird Wagner wohl weiterhin auf Thomas Rycharski wegen desssen Knieverletzung verzichten müssen. Bei den Gastgebern, bei denen übrigens ein Großteil des Kaders dem eigenen Leistungsstützpunkt entstammt, gibt es momentan keinen Verletzungsbedingten Ausfall.

Oberliga (Westfalen), Frauen: HC TuRa Bergkamen – TSV Oerlinghausen. Das nächste Kellerduell steht für die Oberliga-Frauen des HC TuRa an. Allerdings geht der Aufsteiger nach dem ersten Saisonsieg (27:24) gegen DJK Eintracht Coesfeld mit reichlich Rückenwind in das zweite Heimspiel in Folge.

„Die Stimmung war ganz gut“, erlebte Trainer Ingo Wagner in der Trainingswoche eine Mischung aus Erleichterung und Gelöstheit.

Er hofft nun natürlich, dass sein Team am Samstag gegen Oerlinghausen daran annüpft. Allerdings reist auch das Team aus Ostwestfalen mit einem Erfolgserlebnis an den Friedrichsberg. Der Tabellenelfte kam beim deutlichen 30:23 gegen Westfalia Kinderhaus zu seinem dritten Saisonsieg.

„Sie spielen sehr kompakt und haben zwei wurfstarke Spielerinnen auf der Halbposition“, berichtet Wagner über die Spielweise des Gegners. „Sie schalten zudem schnell bei Balleroberung um, um leichte Tore zu erzielen“, ergänzt Wagner. Deshalb sei der Plan, „die eigene Angriffskonzeption in Ruhe auszuspielen“.

Zudem fordert der Coach eine ähnlich kämpferische und engagierte Leistung wie in der Vorwoche gegen Coesfeld.

Allerdings hat Wagner im personellen Bereich noch ein paar Fragezeichen. Neben den Langzeit-Verletzten Kneller, Waschke und Lembke droht noch der Ausfall von Mandy Schwinger und Corinna Kuropka, die bei unter Woche wegen einer Grippe fehlten. Auch Janine Pawlsz fehlte berufsbedingt. „Ich hoffe, dass sie beim Abschlusstraining ist, damit wir noch an der Feinabstimmung arbeiten können“, sagt Wagner.

Und mit einem weiteren Erfolgserlebnis würde die Laune auf der anschließenden Weihnachtsfeier ebenfalls besser sein.

Anwurf: Samstag, 17 Uhr, Friedrichsberghalle - fraz

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