Kellerduell in OWL – Frauen in der Oberliga angekommen

Annika Umbescheidt fehlt den TuRa-Frauen am Sonntag im Heimspiel gegen Schwitten.  Foto: Zöllner

BERGKAMEN - Pure Erleichterung herrschte beim Handball-Oberligisten TuRa Bergkamen nach dem 30:28-Erfolg gegen die HSG Gevelsberg-Silschede am vergangenen Sonntag – nun folgt ein Kellerduell. Die Oberliga-Frauen wollen hingegen den Schwung der jüngsten zwei Siege mitnehmen.

Oberliga (Westfalen), Männer: HSG Augustdorf/Hövelhof – HC TuRa Bergkamen. Die TuRaner feierten im siebten Anlauf den ersten Heimsieg der Saison und verkürzten den Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz auf vier Zähler. Jetzt geht es am Samstag (18 Uhr) zum „Kellerduell“ bei der HSG Augustdorf/Hövelhof.

Die Ostwestfalen stehen in der Tabelle auf Platz 13 nur unwesentlich besser da als die Bergkamener. Aber auch Augustdorf durfte in diesem Jahr schon jubeln: Im letzten Heimspiel vor zwei Wochen gegen Riemke gab es einen 27:25-Erfolg. Insgesamt gilt die HSG trotz des schlechten Tabellenstandes als heimstark, unterlag auch gegen die Spitzenmannschaften aus Soest und Ahlen nie höher als mit vier Treffern.

Der Heimsieg gegen Gevelsberg Silschede soll jetzt aber endlich die Wende im Abstiegskampf eingeläutet haben. Darauf hoffen zumindest die Mannschaftsverantwortlichen um Trainer Ingo Wagner: „Die Stimmung war danach natürlich viel besser. Die müssen wir jetzt mitnehmen in das schwere Auswärtsspiel. Wir können den Rückstand auf das Tabellenmittelfeld weiter verkürzen und müssen wieder mit der Einstellung ins Spiel gehen, als ob es das letzte wäre“, sagt Wagner, und: „Wenn man die erste Halbzeit des Gevelsberg-Spiels sieht, stimmt das schon zuversichtlich, aber wir haben noch einen ganz langen und schwierigen Weg vor uns.“

Wagner warnt vor den erfahrenen Akteuren im HSG-Dress um Keeper Ronny Krüger, vor der rechten Angriffsseite um Dennis Gote und André Tempelmeier, vor allem aber vor Mittelmann Dimitri Stukalin. Der Russe gilt als einer der besten Rückraum-Mitte-Spieler der Liga.

Zuletzt war bei den Bergkamenern deutlich die Handschrift von Neu-Trainer Wagner zu erkennen, der einige Änderungen vornahm. So spielte Youngster Philipp Moog auf Rechtsaußen durch, Simon Reininghaus und Thomas Rycharski bildeten das neue Abwehrzentrum und auch der Rückraum war mit Weßeling, Wiedemann und Rycharski zumindest neu formiert.

Oberliga (Westfalen), Frauen: HC TuRa Bergkamen – TV Schwitten. Nach zwei Siegen in Serie und den Sprung auf den drittletzten Rang möchten die TuRa-Frauen auch im Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellensechsten nachlegen.

„Das wird aber nicht leicht. Wir werden über 60 Minuten voll dagegen halten müssen“, sagt TuRa-Trainer Ingo Wagner. Dass sein Team dazu in der Lage ist, haben aber die jüngsten Auftritte gezeigt. Nach dem Überraschungs-Coup gegen den Tabellenzweiten TV Verl (30:28) folgte bei Teutonia Riemke der erste Auswärtssieg der Saison (35:32). In diesen Partien hat die Wagner-Sieben gezeigt, dass sie einen Lernprozess durchlaufen hat. „Die Mannschaft hat sich an die Liga gewöhnt und gemerkt, dass sie mehr als in der Verbandsliga tun muss, um erfolgreich zu sein“, erklärt der Coach.

Im Hinspiel hielten die Gäste beim 33:38 gut mit, standen aber einem starken Rückraum und einer schnell spielenden Mannschaft gegenüber.

Allerdings hat Wagner wieder einige Ausfälle zu vermelden. So fehlt die kürzlich ins Team zurückgekehrte Annika Kneller („Ihre Rückkehr hat einen kleinen Schub gegeben“) aus privaten Gründen genauso wie Annika Umbescheidt (Studium). Darüber hinaus sind auch die Langzeit-Verletzten Waschke und Lemke nicht dabei.

Anwurf: Sonntag, 15 Uhr, Friedrichsberghalle - fraz

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