Wagner trifft zweimal auf Menden-Lendringsen

Svenja Dunker (Mitte) fehlt dem HC TuRa beim schweren Auswärtsspiel in Menden.  Foto: Wagner

BERGKAMEN -  Zwei Vergleiche für TuRa Bergkamens doppelten Oberliga-Trainer Ingo Wagner gibt es am Wochenende mit der HSG Menden-Lendringsen.

Oberliga (Westfalen), Frauen: HSG Menden-Lendringsen – HC TuRa Bergkamen. Zum ersten von zwei Vergleichen für TuRa Bergkamens doppelten Oberliga-Trainer Ingo Wagner kommt es bereits am Samstag.

Beim Tabellendritten und Drittliga-Absteiger in Menden wird es aber schwierig, den Aufwärtstrend nach den ersten beiden Saisonsiegen in den vergangenen beiden Partien fortzusetzen. „Das ist eine anspruchvolle Aufgabe“, weiß Trainer Ingo Wagner. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit zwei ehemaligen TuRanerinnen. Das ist zum einen Ann-Kathrin Stratmann aus den rechten Rückraum und Kreisläuferin Lisa Gerbe.

Stratmann durchlief die komplette Jugend am Friedrichsberg und wechselte vor dreieinhalb Jahren nach Menden, Gerbe folgte ihr später.

„Stratmann ist pro Spiel für zehn Tore gut“, hat Wagner ein Augenmerk auf seine ehemalige Spielerin gelegt. Und mit 354 Toren zeigt sich Menden als zweibester Sturm der Liga sehr angriffslustig. Das bekam zuletzt Kellerkind Kinderhaus bei der 20:35-Heimniederlage zu spüren.

Aber nach den eigenen Erfolgen gegen Coesfeld und Oerlinghausen sehen sich die Gäste nicht chancenlos, zumals die HSG genauso über einige Ausfälle klagt wie die Rot-Weißen. Beim Gast fehlen neben den drei Dauerausfällen Waschke, Kneller und Lembke auch Svenja Dunker (Grippe) sowie die urlaubende Roxana Weddig.

„Wenn wir in Menden bestehen wollen, müssen wir kompakt in der Deckung stehen“, gibt Wagner seinen Spielerinnen vor.

Anwurf: Samstag, 18.30 Uhr, Walram-Gymnasium

Oberliga (Westfalen), Männer: TuRa Bergkamen – HSG Menden-Lendringsen. Für den HC TuRa geht es im letzten Spiel des Jahres einmal mehr wieder um sehr viel. Die Meisterschaftsspiele der TuRaner gewinnen von Spieltag zu Spieltag an Bedeutung, denn die zu vergebenen Punkte werden immer wichtiger im Kampf ums Überleben in der Oberliga.

Letzte Woche in Senden schaffte die Truppe beim Trainer-Comeback von Ingo Wagner zwar ein Unentschieden, verspielte dabei aber in den letzten fünf Minuten einen fast schon sicher geglaubten Sieg. Der Rückstand auf den ersten definitiven Nicht-Abstiegsplatz beträgt somit weiterhin vier Punkte.

Wesentlich komfortabler sieht es da beim Kontrahenten aus Menden aus. Die Mannschaft von Trainer Micky Reiners steht einigermaßen überraschend auf Platz drei der Oberliga, nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Ahlener SG. Gegen den Tabellenersten holte die HSG letzte Woche ein achtbares 27:27-Unentschieden, lebte dabei einmal mehr von einer sehr positiven Stimmungslage im Team. „Wir haben zurzeit einen Lauf, das ist bei einer so jungen Truppe unheimlich viel Wert. Wir wissen aber auch, dass sich das Blatt ganz schnell wieder wenden kann. TuRa ist viel besser einzuschätzen als es der Tabellenstand aussagt, da muss man sich nur deren Ergebnisse angucken“, so HSG-Trainer Micky Reiners, der zuletzt 7:1 Punkte mit seiner Mannschaft holte. Trotz der aus TuRa-Sicht beneidenswerten Tabellensituation bekräftigt Reiners: „Ich schaue eher auf Platz elf oder zwölf als auf Platz eins. Wir haben in dieser Saison am obersten Limit gespielt und auch schon Glück in dem ein oder anderen Spiel gehabt.“

Für den Bergkamener Coach Ingo Wagner geht es bei seiner Heimspielpremiere darum, an die ersten 55 Minuten in Senden anzuknüpfen: „Wir müssen, wie in Senden, vor allem darauf achten, hinten sicher zu stehen und vorne geduldig zu sein und wenig Fehler zu machen. Menden spielt einen sehr schnellen Ball und ist sehr ausgeglichen besetzt, da müssen wir zunächst einmal unsere Sicherheit finden“.

Auf Bergkamener Seite sind Spieler wie Reininghaus oder Rycharski immer noch angeschlagen, bei den Mendenern wird sicher ihr „emotionaler Leader“ (Reiners) Thorben Lommel verletzt ausfallen, außerdem auch Kreisläufer Ansgar Heunemann. Rückraumspieler Tobias Genau steht dafür nach auskuriertem Handbruch wieder im Kader.

Anwurf: Sonntag, 17 Uhr, Friedrichsberg.

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