Vor Kellerduell: TuRas Weßeling denkt an Abschied

Tobias Weßeling (r.), seit Jahren Leistungsträger beim Oberligisten HC TuRa, denkt über seinen Abschied nach.  Foto: Eickmann

BERGKAMEN -  Beim heimischen Handball-Oberligisten HC TuRa Bergkamen, der bereits am Freitagabend spielt, werden zur Zeit die Gespräche über die Kaderzusammensetzung für die kommende Spielzeit geführt. Die Bergkamener Oberliga-Frauen wollen am Samstag in Hille nachlegen.

Oberliga (Männer): HC TuRa Bergkamen – LIT Handball NSM. Die sportlich vage Zukunft der Bergkamener, die im Moment noch Ligaschlusslicht im Oberhaus des Handballverbandes Westfalen sind, ist nicht die beste Verhandlungsbasis.

Dennoch hofft die sportliche Führung darauf, den Großteil des Kaders sowohl in Ober- als auch in möglicher Verbandsliga-Zukunft halten zu können. Zumindest auf einen der absoluten Eckpfeiler im Bergkamener Spiel scheint das in dieser Saison aber nicht zuzutreffen.

Top-Torschütze mit vielen Angeboten

Tobias Weßeling, Rückraum-Ass und Torgarant seit Jahren, schloss zumindest schon einmal einen Gang mit TuRa in die Verbandsliga aus. Dies bestätigte er auf Anfrage: „Ich habe schon Gespräche mit der sportlichen Leitung geführt und dabei für eine Saison in der Verbandsliga nicht zugesagt. Der Aufwand für mich persönlich wäre mir dann zu groß.“

Aber auch für den durchaus möglichen Fall des Klassenerhaltes der TuRaner schränkt der bislang 107-fache Torschütze in dieser Saison ein: „Dann müsste hier schon etwas geschehen.Ein Abschied würde mir natürlich schwer fallen, ich bin mittlerweile ja betriebsältester Spieler in der ersten Mannschaft. Das Umfeld und die Personen hier gefallen mir eigentlich sehr gut, ich habe mich hier immer heimisch gefühlt.“

Ein konkretes Angebot für Weßeling gab es schon aus der Oberliga Nordsee vom TV Bissendorf, welches sich aber mittlerweile zerschlagen hat. Aktuell hat der hoch gewachsene Halblinke nach eigener Aussage „Kontakt mit ein, zwei Ausfstiegsaspiranten“, ohne hierbei aber auf den konkreten Verein eingehen zu wollen.

Am Freitagabend geht es für die TuRaner im Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

Mit LIT Handball NSM kommt die Mannschaft aus Nordhemmern zu Gast in die Friedrichsbergsporthalle, gegen die den Bergkamenern in der Hinrunde der erste Saisonsieg geglückt war.

Ingo Wagner, Trainer HC TuRa Bergkamen, hofft auf eine ähnliche Leistung wie bei den letzten Siegen gegen Gevelsberg und Augustdorf: „Wir müssen die Euphorie aus diesen Spielen mitnehmen und erneut aus einer sicheren Abwehr heraus kommen.“

Einige Spiele konnten zuletzt wegen Krankheit, Verletzung oder Beruf nicht trainieren (Warias, Rycharski, Wiedemann, Reininghaus), gehören am Freitagabend dem Kader aber wieder an.

Anwurf: Freitag, 20 Uhr, Friedrichsberghalle

Oberliga (Westfalen), Frauen: LIT Handball NSM – HC TuRa Bergkamen. Dass der Vergleich am Samstag ein Duell fast auf Augenhöhe wird, daran war nach dem Hinspiel nicht zu denken. Denn daheim war der Aufsteiger HC TuRa gegen die Ostwestfalen beim 23:31 klar unterlegen. „Da lagen wir schon zur Pause 9:22 zurück. Dass ist eine Mannschaft, die 60 Minuten aufs Tempo drückt und mit einer großen Sicherheit agiert“, erinnert sich Wagner.

Deswegen ist für ihn auch unerklärlich, warum der Gastgeber nun fünfmal in Serie verlor und damit nur zwei Zähler mehr aufweist als TuRa. Denn die haben mit ihren drei Siegen in Serie – zuletzt das glückliche 29:28 nach starker Aufholjagd gegen den TV Schwitten – den Kontakt hergestellt.

Und den Trend will Trainer Wagner in Hille fortsetzen, zumal LIT nach der 26:34-Niederlage gegen Kellerkind Kinderhaus angeschlagen wirkt.

„Wenn wir so konzentriert arbeiten wie zuletzt, ist es nicht unmöglich zu punkten“, stellt Wagner das frisch gewonnene Selbstbewusstsein bei seinem Team heraus.

Es fehlten zwar unter der Woche einige Spielerinnen, die sollten aber am Samstagwieder dabei sein. Ausfallen wird definitiv nur Torfrau Schäfer, womit Steffi Momberg die einzige Torhüterin ist.

Anwurf: Samstag, 17.30 Uhr, Hille-Nord-Grundschule Nordhemmern

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