TuRa-Teams hoffen auf Ende schwarzer Serien

Laura Thielmann (r.) und Geburtstagskind Andrea Waschke Foto: Wagner

BERGKAMEN -  Die Oberliga-Teams des HC TuRa Bergkamen hoffen auf ein Ende schwarzer Serien: Die Frauen wollen in Riemke den ersten Auswärtssieg, die Männer gegen Gevelsberg den ersten Heimsieg der Saison.

Handball, Oberliga, Männer (Westfalen): HC TuRa Bergkamen – HSG Gevelsberg-Silschede. Nachdem es an den letzten drei Oberliga-Spieltagen für die Handballer des HC TuRa Bergkamen gegen das Spitzentrio der Liga ging und diese Wochen mit 0:6 Punkten keinen guten Ausgang fanden, trifft der Tabellenletzte nun im ersten Heimspiel des Jahres auf die HSG Gevelsberg-Silschede – und damit auf einen vermeintlich schwächeren Gegner.

Doch dieser erste Eindruck, gewonnen beim Blick auf die Tabelle, täuscht erheblich. Zwar rangiert die HSG Gevelsberg-Silschede tatsächlich „nur“ auf Platz sieben der Oberliga und kann sich noch längst nicht als gesichert bezeichnen, jedoch ließ sie durch die Leistungen der Vorwochen aufhorchen. Im Dezember wurde auswärts in Volmetal gewonnen, letzte Woche folgte die Glanzleistung beim 35:27-Sieg gegen den Titelkandidaten Ahlener SG. Bemerkenswert: Gevelsberg holte diesen Sieg ohne Hans-Peter Müller. Der Trainer hatte beim ersten Spiel des Jahres gegen Riemke während der Partie einen Herzinfarkt erlitten. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung und wird derzeit vom Vorsitzenden Thomas Schneider vertreten.

Auf Bergkamener Seite ist der Respekt groß: „Die sind sehr sicher von allen Positionen und haben sich gegen Ahlen kaum Fehlschüsse geleistet. Wir werden es mit einem sehr motivierten Gegner zu tun bekommen, so viel steht schon mal fest“, sagt TuRa-Trainer Ingo Wagner.

Er hofft dennoch darauf, endlich den ersten Heimsieg in dieser Saison einzufahren: „Wir müssen unser Spiel aufziehen und versuchen, möglichst viele einfache Tore zu erzielen. Vorne muss der Ball vernünftig und sicher laufen, denn auch Gevelsberg läuft ansonsten einen sehr schnellen Gegenstoß.“

Bei den Trainingseinheiten fehlte den Bergkamenern der eine oder andere Spieler aus gesundheitlichen Gründen. Wagner hoft aber, dass ihm am Sonntag (17 Uhr, Halle am Friedrichsberg) alle Mann zur Verfügung stehen. Sonntag soll sie endlich starten, die Bergkamener Aufholjagd im Abstiegskampf.

Oberliga, Frauen (Westfalen): Teutonia Riemke – HC TuRa Bergkamen. Mit reichlich Rückenwind treten die Oberliga-Frauen des HC TuRa am Samstag im Bochumer Vorort an.

Der Schub kam durch den überraschenden 30:28-Erfolg gegen den Tabellenzweiten TV Verl. Und nun hofft Trainer Ingo Wagner darauf, dass sein Team auch diesmal etwas Zählbares holt. „Wir müssen versuchen, unsere Leistung von letzter Woche in Riemke zu bestätigen“, wünscht sich Ingo Wagner.

Er hat mit Freude festgestellt, dass sein Team mit den dritten Saisonsieg „langsam Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt hat“.

So liegen von dem Vorletzten mit seinen sechs Punkten der Tabellenneute TSV Oerlinghausen nur vier, die SpVg. Steinhagen und HSE Hamm nur drei Zähler sowie Westfalia Kinderhaus nur zwei Punkte entfernt und sind somit in Reichweite.

Damit es endlich auch einmal in der Fremde mit einem Sieg klappt, fordert Trainer Wagner „ein ähnlich konzentriertes Spiel“. Denn der Auftritt gegen den Tabellenzweiten sei nahezu perfekt gewesen: „Wir hatten eine gute Trefferquote, eine gute Abwehr und eine starke Torhüterin.“ Aber vom Gastgeber, der sich mit 33:26 im Hinspiel am Friedrichsberg durchsetzte und mit 15:13-Punkten auf Tabellenplatz sieben liegt, hält der Trainer eine Menge. „Sie spielen aus einer sicheren Abwehr heraus schnelle Bälle und sind auf dem Außen und im Rückraum stark besetzt. Wir müssen von dort die Anspiele an den Kreis unterbinden“, verrät Wagner seine mögliche Erfolgsformel.

Und auch Riemke geht mit einem Erfolgselebnis in die Partie, gab es doch in der vergangenen Woche ein 30:28 bei Westfalia Kinderhaus.

In Bochum ist der Einsatz der zuletzt stark haltenden Helena Schäfer fraglich, die angeschlagen ist. Ansonsten fehlen die Langzeitverletzte Waschke und Lemke.

Anwurf: Samstag, 17 Uhr, Heinrich-Böll-Sporthalle, Bochum - fraz

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