27:40 gegen Ahlener SG –Bitterer Abend für HC TuRa

+
Damian Nowaczyk erzielte sieben Tore (drei Siebenmeter) gegen die ASG – hier eines seiner vier aus dem Spiel heraus.

BERGKAMEN -  Ein kämpferisches Feuerwerk hat Ingo Wagner, Trainer des HC TuRa Bergkamen, dem Anhang des Handball-Oberligisten für den Abstiegskampf versprochen.

Am Ende aber wird das Freitag-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Ahlener SG zum Rohrkrepierer. Vor 350 Zuschauern am Friedrichsberg steht schließlich eine frustrierende 27:40-Niederlage (14:25) auf dem Papier.

Frustrierend deshalb, weil der HC TuRa – um im Bild zu bleiben – nicht einmal die Chance besitzt, das Streichholz an die Zündschnur zu bekommen. „Wir waren von der ersten Minute an nicht in der Lage gegenzuhalten“, sagt Trainer Ingo Wagner.

Schon nach vier Minuten ist klar, in welche Richtung das Spiel geht. Da steht es bereits 4:0 für den favorisierten Gast. Ahlen steht gegen ziemlich bewegungslose Bergkamener gut in der Abwehr und setzt taktisch den entscheidenden Akzent: „Wir wollten die Schlagkraft nehmen von Rycharski und Weßeling. Das ist gelungen. Das war die Basis für unser Spiel“, sagt ASG-Trainer Sascha Bertow, und: „Natürlich spielt man sich irgendwann in einen Rausch.“

Da hilft der HC TuRa fleißig mit, steht auch hinten viel zu statisch und wirkt gegen das schnelle, geistig frische und athletische Spiel der Ahlener bisweilen wie eine hüftsteife Altherren-Kombo.

Die ASG marschiert fix zu einer klaren Führung. Acht Tore sind es, als Wiegers in der 17. Minute zum 6:14 trifft. Bei Nowaczyks Ergebniskorrektur zum 10:19 kommt von den Rängen ein „Jetzt geht’s los“ – die Flucht der Fans in den Galgenhumor. Zwischendurch wird ASG-Motor Thomas Lammers mal halbherzig in Manndeckung genommen – hilft aber auch nichts.

Für die Ahlener ist bei der geringen Gegenwehr inzwischen fast jeder Schuss ein Treffer. „Da kann ich schon verstehen, dass die Torhüter einen dicken Hals haben auf die Deckung“, sagt Ingo Wagner.

Dessen Team übt nach der Pause zwar vorne wie hinten ein bisschen mehr Druck auf die Gäste aus, doch das Debakel lässt sich nicht mehr verhindern. Ahlen trifft sogar in doppelter Unterzahl durch Michalczik zu einer 15-Tore-Führung (49./21:36). Kevin Stork wehrt sich später zwar heftig gegen das 40. Gegentor, muss aber schließlich das 26:40 durch Michael Herrmann hinnehmen (58.).

Am Ende ist Ingo Wagner so richtig bedient: „Ich“, sagt er, „kenne Abstiegskampf ein bisschen anders.“

TuRa Bergkamen: Stork (1. bis 15., 23. bis 60.); Schröder (16. bis 23.) – Nowaczyk (7/3), Moog, Reininghaus (2), Rycharski (2), Warias (1), Weßeling (7), Kauer, Krohne (2), Fröhling (2), Wiedemann (4)

Bes. Vork.: Rote Karte Weßeling (60., 3x2 Minuten)

Spielfilm: 0:4 (5.), 2:7 (9.), 5:10 (14.), 6:14 (17.), 10:19 (24.) 12:22 (27.), 14:25 (HZ) – 17:27 (36.), 18:30 (41.), 21:36 (49.), 26:39 (57.), 27:40 - gu

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare