TuRa-Frauen haben „eine Bombensaison gespielt“

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Ingo Wagner hat die Frauen des HC TuRa Bergkamen in der Oberliga etabliert. Mit der abgelaufenen Saison ist der Trainer hoochzufrieden.

Die Oberliga-Damen des HC TuRa Bergkamen beendeten die Spielzeit erstmals unter den Top 5 in Westfalens höchster Spielklasse. Ein herausragendes Resultat, wie auch TuRa-Trainer Ingo Wagner im Gespräch mit Redaktionsmitarbeiter Mats-Yannick Roth verriet.

Nach 26 Spieltagen steht Platz fünf in der Oberliga zu Buche – die beste Platzierung, die je eine Frauenmannschaft des HC TuRa erreicht hat. Wie fällt insgesamt ihr Fazit aus?

Ingo Wagner: Unser Saisonziel war am Anfang der Klassenerhalt. Diesen hatten wir in diesem Jahr schon frühzeitig in trockenen Tüchern, und das ist ein Riesenerfolg für die Mannschaft. Nach dem sechsten Spieltag waren wir sogar Tabellenführer. Das war eine tolle Momentaufnahme für uns. Insgesamt haben wir trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle eine Bombensaison gespielt, auf die alle bei uns stolz sein können.

Sie haben die Verletztenmisere bei Ihnen im Team angesprochen. Wäre ohne die Ausfälle noch mehr drin gewesen?

Wagner: Es stimmt, dass die Mannschaft eine Zeit lang gebraucht hat, um die Verletzungen wegzustecken. Bei uns haben zum Beispiel mit Pawelz, Kneller, Jackenkroll oder Dunker ja Spielerinnen gefehlt, die allesamt sehr wichtig im Team sind. So sind viele Leistungsträgerinnen weggefallen. Diese zu ersetzen, ist einfach nicht leicht. Die Truppe hat es aber sehr gut hinbekommen, da sieht man schon eine tolle Entwicklung in der Mannschaft. Immerhin war der Großteil der Spielerinnen gerade einmal Anfang 20.

Wo hat Ihr Team dennoch Punkte liegen gelassen?

Wagner: Sicher hatten wir ein paar Spiele dabei, die wir gerne noch gewonnen hätten. In der Hinrunde haben wir zum Beispiel in Drolshagen eine ärgerliche Niederlage kassiert oder in der Rückrunde ja auch dreimal nacheinander Unentschieden gespielt. Ich bin aber absolut nicht enttäuscht. Die Mädels haben es perfekt gemacht.

Die Damen der HSG Menden-Lendringsen haben sich den Titel geholt. Ein verdienter Meister für Sie?

Wagner: Na, klar. Das auf jeden Fall. Mich freut natürlich sehr, dass da auch einige ehemalige Bergkamenerinnen bei sind. Ann-Kathrin Stratmann, Lisa Gerbe, Jenny Fastnacht oder Lisa-Marie Kneller haben alle mal hier gespielt. Das ist ja auch für uns irgendwie ein Kompliment.

Wie sieht es aus, was die Planungen für die nächste Saison angeht?

Wagner: Im nächsten Jahr werden wir einen riesigen Aufwand betreiben müssen. Wir werden 16 Mannschaften in der Oberliga haben, außerdem noch im Kreispokal und im HVW-Pokal an den Start gehen. Da kann es durchaus vorkommen, dass wir bis zu 40 Spiele in der Saison vor der Brust haben. Da werden wir einen breiten Kader brauchen.

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